Amateurmarkt - Entwicklung 2002

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Umsatzrekord 2002
Plus sieben Prozent für Photo- und Imagingprodukte
Kamera-Gesamtmarkt wächst um elf Prozent


Für Amateurphotoprodukte sowie ausgewählte Imagingprodukte wurde in Deutschland noch nie so viel ausgeben wie im Jahr 2002. Der Gesamtmarkt für diese Produkte ist um rund sieben Prozent auf 8,726 Milliarden Euro angewachsen. Motor des Branchenwachstums sind vor allem Digitalkameras, Memory Cards, sowie Inkjet-Geräte mit dazugehörigen Verbrauchsmaterialien und Zubehör.

Der Absatz von Digitalkameras hat sich mit 2,4 Millionen Geräten verdoppelt. Bei Analogkameras, einschließlich Sofortbild, wurden im Vorjahr 2,81 Millionen verkauft, gegenüber 2001 ein Minus von knapp 20 Prozent. Insgesamt wurden im Jahr 2002 in Deutschland 5,21 Millionen Kameras verkauft, ein historischer Rekord, der den Kameraboom von 5,04 Millionen nach der Wiedervereinigung im Jahr 1991 noch deutlich übertrifft.

Innerhalb des leicht rückgängigen Filmgeschäfts - 2002 wurden 170 Millionen Filme in Deutschland verkauft, ein Minus von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr - bilden die sogenannten Single Use Cameras (Einmalkameras) eine Ausnahme mit einem Wachstum von über 33 Prozent auf ein Volumen von vier Millionen Stück.

Der Rückgang im Film- und Analogkamerageschäft hat nach Meinung der Branche drei Ursachen. Der Boom der Digitalphotographie, das generelle Konsumklima und die allgemeine Kaufzurückhaltung. Der stärkste Faktor ist wohl der Rückgang bei Urlaubsreisen, da bei den Photographieranlässen der Urlaub unverändert die Spitze hält.

Insgesamt gesehen hat sich der Film als Bildspeicher recht gut behaupten können. Dies wird insbesondere darauf zurückgeführt, daß es zwischen der analogen und der digitalen Bildtechnik zahlreiche Brücken gibt, die den Verbraucher je nach Bedarf beliebig zwischen beiden wählen läßt.

2002 wurden für digitale Kameras 2,2 Millionen Memory Cards in Deutschland verkauft. Ihr Zuwachs gegenüber 2001 betrug annähernd 160 Prozent.

Im Zuge des generellen Strukturwandels in der Photographie beginnen Verbraucher erst allmählich die Dienstleistungsangebote der Branche zu nutzen, von digitalen Datenträgern Bilder in bewährter Photoqualität herstellen zu lassen. Daher konnte im Bildergeschäft das aus dem Rückgang des Filmabsatzes resultierende Minus bei den Bestellungen für Farbpapierbilder noch nicht kompensiert werden. Der deutsche Markt für Colorpapierbilder war damit 2002 erstmals seit vielen Jahrzehnten gegenüber dem Vorjahr um rund fünf Prozent rückläufig. Gefertigt wurden rund fünf Milliarden Colorpapierbilder, annähernd 61 Bilder pro Kopf der Bevölkerung.

Durch den digitalen Kameraboom und die im Herbst 2002 vorgestellten Handy-Kameras ist das Bild als Kommunikationsmittel aktueller denn je geworden. Photographieren gehört zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen, wird aber auch mit zunehmender Selbstverständlichkeit als Kommunikationsinstrument im beruflichen wie privaten Alltag genutzt. Handy-Kameras und Digitalkameras haben der Photographie eine neue Aktualität gegeben. Davon profitiert der Gesamtmarkt. Je nach technischer Orientierung und Ausstattung nutzt der deutsche Verbraucher die Bildaufzeichnungsverfahren, die zu seinen Lebensgewohnheiten am besten passen. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben sieht die Industrie darin, die digitale Photographie so einfach und vom Computer unabhängig zu machen wie die analoge Photographie. Diese ist einfach, unkompliziert, erfordert nahezu keine technischen Kenntnisse und Fertigkeiten, sie ist weltweit verbreitet, standardisiert und kompatibel. Diese lückenlose Standardisierung und Kompatibilität ist ein starker Pluspunkt der analogen Technik.

Die neuen Service-Angebote, mit denen die Dienstleistungsunter-nehmen der Imagingbranche technologische Brücken gebaut haben, lassen eine parallele Nutzung von digitalen und analogen Techniken und Dienstleistungen zu - unabhängig davon, mit welcher Technik das Photo entstanden ist.

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Deutschland / Europa / Welt 04 / 2002

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