A TOUCH OF DUTCH

Marijke van Warmerdam, Catch, 1999 Bildgalerie betrachten

"Catch, 1999"
Marijke van Warmerdam

Landschafts- und Porträtfotografie aus vier niederländischen Sammlungen: De Nederlandsche Bank, Rabobank, KPN, Huis Marseille – Museum für Photographie. Zu sehen noch bis zum 4. Dezember 2010 im ART FOYER DZ BANK, Eingang: Cityhaus I, Friedrich-Ebert-Anlage, Platz der Republik, 60265 Frankfurt (Main)

Die Niederländer fahren bei jedem Wetter Fahrrad. Kein Wunder, denn ihr höchster Berg misst 322 Meter und ein Viertel ihres Landes liegt auf oder unter Normalnull. Statistisch leben die Niederländer dicht an dicht auf kleinem Raum und sie sind die körperlich größten Menschen überhaupt. Ihr Markenzeichen sind klobige Holzschuhe, und sie haben viele Windmühlen. Außerdem: Maler von Hieronymus Bosch über Vincent van Gogh bis Piet Mondrian. Und zu allen Zeiten eine Kunstszene, die geprägt ist von Weltoffenheit und Mobilität.

„A Touch of Dutch“ heißt die neue Ausstellung im ART FOYER der DZ BANK in Frankfurt am Main, die das Nachbarland in den Fokus der zeitgenössischen Fotografie rückt. Eine Auswahl aktueller Landschafts- und Porträtaufnahmen aus niederländischen Kunstsammlungen gewährt ebenso herausragende wie überraschende Einblicke. Rund 50 Arbeiten von 14 bekannten niederländischen Künstlerinnen und Künstlern wie Rineke Dijkstra, Koos Breukel, Anton Corbijn, Hellen van Meene, Awoiska van der Molen, Rob Nypels und Marijke van Warmerdam sind zu sehen.

Drei große Unternehmen sowie eine bedeutende Kunstinstitution präsentieren Werke aus ihren Kunstsammlungen: die Zentralbank der Niederlande, De Nederlandsche Bank (DNB), der Telekommunikationskonzern KPN und die Rabobank. Weitere Arbeiten kommen aus den Beständen des Huis Marseille, Museum für Photographie, in Amsterdam. Die Ausstellung im ART FOYER der DZ BANK findet im Rahmen der KULTURTAGE der Europäischen Zentralbank – Niederlande 2010 statt, die von der EZB in Frankfurt am Main gemeinsam mit De Nederlandsche Bank (DNB) veranstaltet werden. Die KULTURTAGE finden 2010 zum achten Mal statt.

„Zum ersten Mal stellen wir externe Corporate Collections im ART FOYER der DZ BANK vor“, erläutert Luminita Sabau, Leiterin der DZ BANK Kunstsammlung. „Dem Publikum bietet sich die Möglichkeit, auf internationaler Ebene kennenzulernen, was Unternehmen an Fotografiekunst zusammenfügen und dabei mit Museen kooperieren. Dass dies parallel zu den diesjährigen Kulturtagen der EZB geschehen kann, freut uns besonders.“

Im ART FOYER der DZ BANK veranstaltet die Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank in Frankfurt am Main regelmäßig Ausstellungen. Die Bank verfügt über eine weltweit anerkannte Sammlung zeitgenössischer Fotografie und visueller Medien mit mehr als 6000 Werken von über 600 Künstlern.

Die Überblickschau haben Els Barents, Direktorin Huis Marseille, und Alexander Strengers, Leiter der DNB-Kunstsammlung, zusammengestellt. „Im Unterschied zur DZ BANK Kunstsammlung gibt es in den Niederlanden keine Unternehmenssammlung, die ausschließlich auf Fotografie spezialisiert ist, wohl aber eine Handvoll gut funktionierender Museen für Fotografie. So vermittelt ‚A Touch of Dutch’ auch einen Eindruck von dem soliden Aufbau von fotografischen Sammlungen in den Niederlanden. Die einzelnen Elemente bilden zusammen eine imaginäre niederländische Supersammlung – ein wahres Vergnügen, daraus auswählen zu können“, kommentieren die Kuratoren das Konzept.

Im Mittelpunkt steht die zeitgenössische Porträt- und Landschaftsfotografie seit der Jahrtausendwende. Beide Genres haben nichts mehr und nichts weniger miteinander zu tun, als dass der Blick des Betrachters von der Nähe in die Weite verlagert wird.

Eindringlich sind Close-ups und Porträtminiaturen von Céline van Balen, Koos Breukel und Hellen van Meene. Geträumte nächtliche Beobachtungen stammen von Awoiska van der Molen, physische Räumlichkeit beschäftigt Rob Nypels und trügerische Panoramen von Modelllandschaften bestimmen die Aufnahmen von Edwin Zwakman.

Insgesamt werden Arbeiten von fünf Porträt-, fünf Landschaftsfotografen und drei ‘Cross-overs’ gezeigt. Die letztgenannte Gruppe balanciert auf eine Trennlinie zwischen unterschiedlichen fotografischen Disziplinen, wie etwa Marijke van Warmerdam, in deren Werk Landschaft und Porträt auf poetische Weise ineinander fließen. Gemeinsam verstärken die Arbeiten einander wohl eher und ergänzen sich zu einem Gesamtbild als lediglich einzelne Positionen in der Ausstellung zu bleiben.

Weitere Informationen: www.corporate-portal.dzbank.de/

Fotoausstellungen 10 / 2010

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