Friedrich Seidenstücker - Von Nilpferden und anderen Menschen
Fotografien 1925-1958

Friedrich Seidenstücker
Ohne Titel (Die Zwillinge Hilde und Helga Fischer), 1948 Bildgalerie betrachten

Friedrich Seidenstücker
Ohne Titel (Die Zwillinge Hilde und Helga Fischer), 1948

Diese erste umfassende Retrospektive zu Friedrich Seidenstücker präsentiert über 200 Originalfotografien in der Berlinischen Galerie, dem Landesmuseum für Moderne Kunst, Fotografie und Architektur. Noch bis zum 6. Februar 2012 ist die Ausstellung zu sehen.

Beinahe jeder Berliner kennt Seidenstückers Fotografien. Diejenigen, die sich für die Geschichte ihrer Stadt interessieren, schätzen Seidenstückers atmosphärische Aufnahmen vom Berliner Alltagsleben der Weimarer Republik. Unter den Tier- und Zooliebhabern erwarb er sich mit seinen einfühlsamen Tierstudien einen geradezu legendären Ruf, und für die Historiker sind seine eindringlichen Aufnahmen des zerstörten Berlin eine kostbare Quelle.

Auch, wenn Seidenstücker als typischer Berliner Fotograf gilt, ist er doch auch weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Nicht zuletzt deshalb, weil er sich um eines ganz besonders verdient gemacht hat: Seine Bilder zeugen von Humor, und den findet man in der Fotografie selten. Aus dieser Haltung heraus hat sich das Werk von Friedrich Seidenstücker entwickelt. Es ist von Optimismus getragen, ohne die Zumutungen und Härten, ohne die Armut und das Elend der Zeit zu verschweigen.

Neben einer kleinen Gruppe von späten Aktfotografien, die als Farbdiapositive vorlagen, gliedert sich die Ausstellung in vier weitere Kapitel: Straßenfotografie, Tierfotografie, Landschaftsfotografie und Berlin nach 1945. Alle 226 ausgestellten Aufnahmen sind Vintage Prints bis auf 21 Neuprints.

Weitere Informationen: www.berlinischegalerie.de/.

Fotoausstellungen 10 / 2011

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