Tête à tête

Henri Cartier Bresson, Marilyn Monroe während der Drehabreiten von The Misfits, Nevada 1960 Bildgalerie betrachten

"Henri Cartier Bresson, Marilyn Monroe während der Drehabreiten von The Misfits, Nevada 1960"
Henri Cartier-Bresson / Magnum Photos

Im Graphikmuseum Pablo Picasso Münster ist noch bis zum 20. Juli 2008 die Ausstellung „Tête à tête“ mit Photographien von Henri Cartier-Bresson zu sehen. Der Franzose Henri Cartier-Bresson zählt zu den bedeutendsten Photographen des 20. Jahrhunderts. Aus Anlass seines 100. Geburtstages ehrt das Graphikmuseum Pablo Picasso Münster den Künstler, der im Alter von 96 Jahren verstarb. Die rund 100 Aufnahmen in der Ausstellung „Tête à tête“ zeigen einen repräsentativen Überblick über sein Porträtschaffen.

Wie zahlreiche berühmte Photographen der Moderne genoss Cartier-Bresson (1908-2004) zunächst eine künstlerische Ausbildung, bevor er sich kurze Zeit später der Photographie zuwandte. Als Photograph und Photojournalist hat er den Globus anschließend wie kaum ein anderer rast- und ruhelos bereist. Durch seine lebenslange Leidenschaft für Kunst, Literatur und Wissenschaft und seine Auftragsarbeiten für namhafte Magazine wurde er mit zahlreichen Persönlichkeiten bekannt. Seine Porträt-Aufnahmen legen hiervon beredtes Zeugnis ab: Neben Jean-Paul Sartre und Marilyn Monroe trifft man Pablo Picasso und Truman Capote, Albert Camus und Robert Kennedy, Coco Chanel und den Dalai Lama. Cartier-Bresson machte die eindrucksvollsten und berühmtesten Künstler- und Literaten-Aufnahmen des 20. Jahrhunderts.

Die Photographien Cartier-Bressons stellen keine statischen oder inszenierten Porträts dar, sondern sind von einer eigentümlichen Dynamik gekennzeichnet. „Es gibt nichts auf dieser Welt, das nicht einen entscheidenden Augenblick hätte“, lautete das ästhetische Credo des französischen Künstlers. Als „Auge des Jahrhunderts“ (Pierre Assoulin) gelang es ihm stets, den fruchtbaren Moment photographisch zu bannen.

Mitte der 40er Jahre nahm man fälschlicherweise an, Cartier-Bresson sei im Krieg gefallen. Das Museum of Modern Art in New York widmete ihm 1947 aus diesem Grunde sogar eine große Retrospektive. Im selben Jahr gründete Cartier-Bresson die legendär gewordene Photo-Agentur Magnum Photos mit dem Ziel, Photographen die Rechte an ihren Arbeiten zu sichern.

Die Werkauswahl für die Ausstellung „Tête à tête“ nahm der Künstler selbst noch zu Lebzeiten vor. Daher atmet sie noch heute seinen gestalterischen Geist und lässt die künstlerische Handschrift Henri Cartier-Bressons erkennbar werden.

Die Ausstellung wurde konzipiert von der Henri Cartier-Bresson Foundation in Paris in Zusammenhang mit Magnum Photos.
 

Fotoausstellungen 06 / 2008

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