Chambre Close

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Bettina Rheims

Noch bis zum 15. Januar 2008 präsentiert der Schirmer/Mosel Showroom in München die Ausstellung "Chambre Close". Der "Chambre Close"-Zyklus entstand 1992 als Illustration zu Serge Bramlys gleichnamiger erotischer Novelle um den diskreten Voyeur Monsieur X, der seiner Obsession - Frauen im Hotel - mit der Kamera nachgeht. Während Bramly einen gepflegt literarischen Tonfall wählte, hat Bettina Rheims junge Pariserinnen auf der Straße angesprochen und sie zu einem Akttermin ins nächste Hotelzimmer gebeten. Mal lasziv und auffordernd, mal verträumt und verspielt, sind sich die Modelle ihrer sexuellen Ausstrahlung stets bewusst und posieren mit selbstverständlicher Lust vor der Kamera.

Bettina Rheims, geboren 1952 in Paris, begann 1978 zu photographieren, ihre ersten Modelle waren Pariser Stripperinnen. Das Thema des weiblichen Körpers in erotischen und voyeuristischen Situationen zieht sich seither durch ihr gesamtes Werk, doch sie betont: "Mein Blick auf Frauen ist nicht voyeuristisch und nicht männlich. Frauen mögen meine Bilder besonders gern. Vermutlich, weil auf ihnen das Sexuelle verbunden ist mit Vergnügen und nicht mit Schmerz, wie sonst oft in der Kunst."

1981 hatte Bettina Rheims ihre erste Ausstellung mit Porträts im Centre Pompidou. 1994 erhielt sie den Grand prix de la photographie, 1995 schuf sie das offizielle Porträt des neu gewählten französischen Präsidenten Jacques Chirac. 1999 präsentierte sie im Deutschen Historischen Museum in Berlin (wieder mit Serge Bramly) den heiß diskutierten Zyklus "I.N.R.I.". Berühmt sind auch ihre Serien Kim Harlow, Animals, Les Aveugles, Morceaux choisis, Pourquoi m'as-tu abandonnée ? und Shanghai. Unvergessen ist ihre große Austellung Female Trouble 1989 im Münchner Stadtmuseum, zu der bei Schirmer/Mosel ihr erster Photoband erschien.

Weitere Informationen: www.schirmer-mosel.com/homed1/exhibitions.htm
 

Fotoausstellungen 12 / 2007

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