Der Mensch in Malerei und Fotografie - Auf Leben und Tod

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“Bag”
Hendrik Kerstens

Helmut Newton & Jean Ingres, Nan Goldin & François Boucher, Herlinde Koelbl & Wilhelm Leibl oder Jack Pierson & Barthel Bruyn, so heißen vier der rund vierzig ungewöhnlichen Dialoge, die das Wallraf Museum in Köln bis zum 9. Januar 2011 in Szene setzt. Unter dem Titel „Auf Leben und Tod“ treffen dann Meisterwerke der Kölner Gemäldegalerie auf herausragende Fotografien der TEUTLOFF PHOTO + VIDEO COLLECTION. Glanz und Elend der Gattung Mensch stehen im Fokus. Dabei pendelt die Ausstellung zwischen den existentiellen Polen Geburt und Tod, Glück und Leid sowie Angst und Hoffnung.

Diese Gegenüberstellung von Fotokunst und Malerei ist für die Besucher verblüffend und lehrreich zugleich. So zeigt die Schau, wie die klassischen Bildformeln der alten Meister bis in die heutige Zeit fortwirken. Die Fotografie benutzt, zitiert oder parodiert die Malkunst ganz bewusst. Gleichzeitig entwickelt das jüngere Medium neue Formen, um das veränderte Menschenbild fest zu halten: Themen wie Körperbewusstsein oder sexuelle Identität werden wie selbstverständlich inszeniert. Derartig explizite Darstellungen waren in der alten Kunst undenkbar.

Insgesamt stellt das Wallraf Museum rund 70 Exponate aus der thematisch wie qualitativ beeindruckenden Kollektion des Bielefelder Sammlers Lutz Teutloff mehr als 40 Meisterwerken der eigenen Sammlung gegenüber. In neun Kapiteln entfaltet die Ausstellung ein ergreifendes Panorama der „condition humaine“. Die Reise führt von der Wiege bis zur Bahre – und zurück zur Wiedergeburt.

Weitere Informationen: www.wallraf.museum/.

Fotoausstellungen 10 / 2010

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