Ellen Bornkessel - play

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© Ellen Bornkessel

Bereits im dritten Jahr zeigt die Stiftung Zollverein im Portal der Industriekultur des UNESCO-Welterbes Zollverein in Essen neue und junge Positionen der Stadt- und Landschaftsfotografie. Nach Sebastian Möllekens Ausstellung „A 40“ und Oliver Kerns „Die deutsche Aussicht“ zeigt Ellen Bornkessel vom 14. September 2013 bis 18. Januar 2014 mit „play“ eine völlig andere künstlerische Haltung zum Thema Fotografie im urbanen Raum: Großformatige Fotografie, die sich mit geheimnisvollen Nachtaufnahmen des öffentlichen Raums im Grenzbereich zwischen Fiktion und Dokumentation bewegt und die Vorstellung von Realität verändert.

Die wie Filmstills anmutenden Bilder greifen reale, zufällig vorgefundene Orte, Situationen und Personen auf. Dabei nutzt Ellen Bornkessel die Technik der Inszenierung, wodurch die vorgefundene Szenerie verdichtet und ihr Kontext verschoben wird. Die Personen auf ihren Bildern lässt die Fotografin wie vor einem Bühnenhintergrund erscheinen, auf dem sich ein Geschehen abspielt, das sich einer klaren formalen Entschlüsselung entzieht.

Die Arbeiten von Ellen Bornkessel widmen sich häufig widrigen, absurden Orten und Umständen, deren Kälte, Funktionalität und Anonymität wichtige Aspekte gesellschaftlichen Zusammenlebens ausgrenzen. Sie deuten jedoch auch auf die menschliche Fähigkeit und den Willen, sich dennoch Freiräume zu schaffen.

Weitere Informationen: http://www.zollverein.de

Fotoausstellungen 09 / 2013

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1 Kommentare

Hallo liebe Prophoto-Redaktion! Haben Sie sich die Bornkessel-Ausstellung selbst mal angesehen? Ich schon, zwei mal: http://www.mehrfotografieren.de/2014/03/03/besuchsbericht-ellen-bornkessel-play/ Viele Grüße, Thomas Stephan

von Thomas Stephan
03. März 2014, 13:59:58 Uhr

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