Epson Kunstbetrieb - Realer Schein - Arbeiten 2008

Bildgalerie betrachten

Der Epson Kunstbetrieb präsentiert noch bis zum 11. Januar 2009 neue photodigitale Arbeiten von Karl Martin Holzhäuser und Gottfried Jäger. Mit seinem Buch „Generative Fotografie“ begründete das Künstler-Duo 1975 eine eigene Richtung der künstlerischen Photographie. Dabei ging es um die bewusste und methodische Erzeugung photoeigener ästhetischer Strukturen, um eine „bildgebende“ Photographie auf systematisch-konstruktiver Basis. Die aktuelle Ausstellung setzt die nunmehr 40-jährige gemeinsame Arbeit mit neuen Ansätzen und Lösungen fort.

In ihren aktuellen Werken greifen Karl Martin Holzhäuser und Gottfried Jäger auf phototypische Motive zurück: das Licht, seine außergewöhnlichen Wirkungen, die Auseinandersetzung mit dem photographischen Apparat verbinden sie, computergestützt, mit neuen Algorithmen. Es entstehen photobasierte, rechnererzeugte Werke, kurz: photodigitale Arbeiten im Zwischenreich zweier Kulturen - der Sinnlichkeit des Lichts und der Rationalität der Zahlen. Der Ausstellungstitel „Realer Schein“ nimmt Bezug auf das Essay „Digitaler Schein“ von Vilém Flusse. Darin setzt sich der Philosoph mit den synthetischen Bildern der elektronischen Medien auseinander: „Warum beschimpfen wir sie mit dem Wort ‚Schein’? - „Sie sind real, indem sie aus Möglichkeiten Wirklichkeiten entwerfen“, so Flusser. Sie sind „Symbole des kalkulatorischen Denkens“ - womit ein neues Verständnis im Verhältnis von Wahrheit und Schönheit, von Wissenschaft und Kunst entsteht.

Neben ihrer photo-philosophischen Einordnung und Bewertung verfügen die außergewöhnlichen Bildkompositionen von Holzhäuser und Jäger über eine fast magische Anziehungskraft und starke visuelle Ausstrahlung. Der Epson Kunstbetrieb präsentiert die großformatigen im Epson Digigraphie®* Verfahren gedruckten Bilder exklusiv in einer Auflage von 5 Exemplaren je Motiv. „Wir wollen mit unseren Ausstellungen im Epson Kunstbetrieb vor allem auch die Grenzbereiche der künstlerischen Medien ausloten. Nach Ausstellungen der Photoarbeiten der Werbe-Ikone Charles Wilp im Frühjahr und zuletzt der Photographien des Filmregisseurs David Lynch, zeigen wir jetzt mit den Begründern der ‚Generativen Fotografie’, Karl Martin Holzhäuser und Gottfried Jäger, einen weiteren wichtigen Entwicklungsschritt dieser Richtung,“ so Henning Ohlsson, Geschäftsführer Epson Deutschland. Und weiter: „Die gezeigten Arbeiten des Künstler-Duos verbinden die Pole Computer-Rationalität und Bild-Emotionalität. Ähnliches gilt auch für unser Unternehmen: Es bietet modernste Printtechnologie und verknüpft sie mit neuen, faszinierenden Bildwelten.“

* Digigraphie® (www.digigraphie.com) ist ein Verfahren, das es erlaubt, Kunstwerke mittels moderner Epson Tintendrucktechnologie in hochwertiger Qualität und mit einer Haltbarkeit von bis zu 100 Jahren zu reproduzieren. (** Wilhelm Research, U.S.A.)

Weitere Informationen: www.epson-kunstbetrieb.de.
 

Fotoausstellungen 12 / 2008

49 Bewerten  |  Drucken  |  Weiterempfehlen
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden