Fergus Greer & Leigh Bowery

Fergus Greer & Leigh Bowery Bildgalerie betrachten

Die Loftgalerie in Berlin präsentiert noch bis zum 16. April 2010 die Ausstellung „FERGUS GREER Leigh Bowery & Butterflies.

Fergus Greer geboren in Großbritannien, aufgewachsen in Südirland. Studium Bachelor of Arts (hons) an der St Martins School of Art and Fashion, London und Abschluss an The Royal Military Academy Sandhurst (Lt. into The Guards Brigade, infantry). Nach Verlassen der Armee arbeitet Greer für verschiedene Fotografen und wird Assistent von Terence Donovan und Richard Avedon. Anschließend ist er freiberuflich 6 Jahre in London als Fotograf für verschiedene Magazine tätig, unter anderem für das London Sunday Times Magazine (Cover). Von 1997 bis 2007 wohnt und arbeitet Greer in Los Angeles. Inzwischen lebt er wieder als freiberuflicher Fotograf in London. Greer schuf eindringliche Portraits von Persönlichkeiten des Film- und Showbusiness und der Literatur- und Kunstszene, er war Kriegsfotograf im Kosovo und fotografierte Menschen und Orte in Kuba und Brasilien. Seine Fotografien wurden in zahlreichen Zeitungen und Magazinen veröffentlicht, z.B. in Vanity Fair, New Yorker, Fortune, Marie Claire, Forbes, GQ, Newsweek, New York Times Magazine. Ausstellungen seiner Arbeiten fanden unter anderem in London, New York, Los Angeles, Amsterdam, Bologna, Venedig, Paris, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und München statt. 2002 erschien sein Buch: Fergus Greer – Leigh Bowery Looks, Photographs 1988-1994 (Violette Editions, 2002).

Leigh Bowery (1961-1994) war Fashion-Designer, Kostüm- und Maskenbildner, Performance-Künstler, Club-Promoter, Schauspieler, Musiker und Modell. Er zählt zweifellos zu den schrillsten, kreativsten und einflussreichsten Künstlern der 1980er und -90er Jahre. Seine in mehrfacher Hinsicht grenzüberschreitenden Arbeiten machten ihn zur Ikone der Londoner Subkultur und inspirierten Modedesigner wie Vivienne Westwood, Alexander McQueen und John Galliano, aber auch Musiker wie Boy George. Der internationalen Kunstszene wird der aus dem kleinen australischen Ort Sunshine stammende Leigh Bowery 1988 durch seinen Solo-Auftritt in der noblen Londoner Galerie Anthony d’Offay bekannt. Er präsentiert sich eine Woche lang, zwei Stunden täglich, in wechselnden Kostümen in einem speziell für ihn installierten – einseitig verspiegelten und mit einem Diwan ausgestatteten – Schaufenster. Unter den Zuschauern der narzisstisch-selbstreflektiven Vorstellung befindet sich auch der Fotograf Fergus Greer. Der Ideenreichtum, die chameleonhafte Verwandlungsfähigkeit, die kräftige, auf Plateauschuhen über zwei Meter große Gestalt und die Ernsthaftigkeit mit der Bowery über seine Kunst spricht, beeindrucken den Fotografen und sie vereinbaren, “zusammen einige Fotos zu machen”. Dies ist der Beginn einer sechsjährigen, bis kurz vor Bowery’s Tod andauernden Zusammenarbeit, in deren Verlauf über 200 Studio-Portraits entstehen.

Eine Auswahl der in den Sessions (1988-1994) inszenierten und aufgenommenen Bowery-Looks ist erstmalig in Berlin zu sehen. Begleitend hierzu zeigt die loftgalerie Fotografien aus der jüngst von Fergus Greer vollendeten Reihe “Butterflies” – als Weltpremiere.

Weitere Informationen: www.loftgalerie.de/

Fotoausstellungen 03 / 2010

65 Bewerten  |  Drucken  |  Weiterempfehlen
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden