Glamour is back - Große Momente aus dem Trunk Archive

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Alexander Straulino – Beauty
© Alexander Straulino, Trunk Archive, www.lumas.de

Mit Werken von David Burton, Pamela Hanson, Greg Kadel, Marcus Ohlsson, Vincent Peters, Jerry Schatzberg, Jason Schmidt, Alexander Straulino

Ort: LUMAS München, Brienner Straße 3, 80333 München
Ausstellungsdaten: 20. September – 20. Oktober 2013

Über die Ausstellung

Pompös und prachtvoll, aber auch zurückhaltend und anmutig inszeniert – die stilsicheren Arbeiten von Größen wie Jerry Schatzberg oder Pamela Hanson sind der Inbegriff purer Eleganz. LUMAS München zeigt unter dem Titel Glamour is Back Modeaufnahmen aus dem berühmten Trunk Archive, die den Alltag für einen Moment vergessen lassen und dem Betrachter den Glanz und Zauber der Fashionfotografie in Erinnerung rufen.

Über die Künstler

In Dänemark gegründet, umfasst das in New York ansässige Trunk Archive Hunderte erstklassiger Fashion-, Landschafts- und Celebrity-Fotografen weltweit. Jeder dieser Künstler bleibt seinem Stil treu, ohne darüber kreativ zu erstarren. Um die feintonige Vielfalt der Szene zu beleuchten, wählte LUMAS einige der besten von ihnen aus. So besitzt zum Beispiel David Burton ein ausgezeichnetes Gespür für die Jugendkultur. Egal, ob eine italienische Hochzeit oder ein amerikanisches Skaterset, bei ihm wirkt jedes einzelne Werk, als sei es nicht inszeniert.

Kaum in Szene gesetzter Luxus und Authentizität ist für Pamela Hanson das wichtigste in ihrer Arbeit und in erster Linie Schönheit. Selbst bei ihren sehr privat wirkenden Celebrity-Porträts von Stella Tennant, Carla Bruni, Victoria Beckham oder Eva Longoria überwiegt ein selbstverständlicher Umgang mit wenig Make-up und Accessoires.

Im Gegensatz dazu kokettiert Greg Kadel in seinen Modeproduktionen mit Frauenrollen, die er amüsant inszenieren kann: sei es als Domina, Nymphe, Dienstmädchen, Dompteuse oder Märchenprinzessin. Poetisch bis provokant, keck bis unschuldig, scheu oder dominant – er verlangt von seinen Models stets schauspielerisches Talent und starke Gesten.

Der Stil von Marcus Ohlsson changiert ähnlich zwischen lasziver Erotik und humorvoll-spielerischer Inszenierung und folgt der frech anmutenden Sichtweise der siebziger Jahre. Seine Aktfotografien sind eine amüsante Auseinandersetzung mit Voyeurismus und Nostalgie.

Der in Paris lebende Vincent Peters ist hingegen berühmt für seinen eleganten Vintage-Stil. Die Filmstars, die mit ihm arbeiten, besteigen eine Zeitmaschine und landen im Hollywood der 50-er Jahre. Dieser Effekt wirkt nicht nostalgisch, sondern setzt im Gegenteil neue Trends.

Zu den Verwandlungskünstlern zählt auch der Amerikaner Jerry Schatzberg. Seine Arbeiten setzen heute wie damals Maßstäbe in der Fotografie. Mehr noch, in den 60-er Jahren avancierte er zu einem exzellenten Filmemacher und Regisseur, der in Cannes mit der Goldenen Palme ausgezeichnet wurde. Kontrastreich lässt Schatzberg Alltägliches und Kurioses aufeinandertreffen.

Die ausgewählte Position von Distanz und Nähe und seine Inszenierung von ungewöhnlichen Momenten zeigen Jason Schmidts Vielseitigkeit, die er auch in effektvollen Außenaufnahmen beweist. Mit dem amüsierten Blick eines voyeuristischen Beobachters auf die spektakulären Fassaden des nächtlichen New Yorks hat er in ausgewählten, hell erleuchteten Fenstern exaltiert posierende Models inszeniert.

Mit markanten Körperbemalungen und intensivem Make-up lässt Alexander Straulino seine Models fast skulptural erscheinen. Dabei dient ihm die intensive Lichtinszenierung dazu, die entweder metallisch-irisierenden, teils pulvrig versprengten satten Farbpigmente oder lackglänzenden Hautoberflächen zu modellieren.

Fotoausstellungen 09 / 2013

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