Herbert Piel - Bitte nicht lächeln

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Herbert Piel

Fotografien von 1975 bis 1990 des großen deutschen Pressefotografen Herbert Piel die noch bis zum 28. Januar im Foyer des SWR Haus am Tor in Mainz zu sehen sind. Herbert Piels Arbeiten aus drei Jahrzehnten sind ungeschminkte Dokumente der Zeitgeschichte, die von Abrüstung und Mauerfall ebenso erzählen wie von kleinen menschlichen Tragödien und Komödien.

Die Ausstellung versammelt mehr als 100 Fotografien aus Herbert Piels 35-jährigem Berufsleben als Pressefotograf an vorderster Front. Mit seinem besonderen Gespür für Situation und Details transportiert er Emotionen in Informationen. Piels Fotografien zeichnen sich durch besondere formale Klarheit aus und sind beispielhaft für höchste Qualität im schnelllebigen Fotojournalismus. Viele seiner Fotografien sind Ikonen der deutschen Pressefotografie. Herbert Piels großes Vorbild ist – neben Sebastiao Salgado – Henri Cartier-Bresson, dessen Einstellung „Fotografieren bedeutet, den Kopf, des Auge und das Herz auf dieselbe Visierlinie zu bringen. Es ist eine Art zu leben.“ er sich zu eigen gemacht hat. Herbert Piel ist überzeugter Leica-Fotograf. 80 Prozent der Bilder in der Ausstellung wurden mit diversen M Leicas (M4, M5 und M6) gemacht, die restlichen 20 Prozent wurden mit Leicaflex SLmot aufgenommen. Herbert Piel wurde 1957 geboren. Er wuchs in Neuss, Kleve und Bad Ems auf und lebt seit 1997 auf den Rheinhöhen oberhalb von Boppard. Sein erstes Foto als Autodidakt erschien 1975 in der Rhein-Zeitung. Bis 1986 arbeitete er fortan weltweit für internationale Bildagenturen wie Reuters, Associated Press und die Deutsche Presse-Agentur sowie als Auftragsfotograf für Stern, Bunte und Spiegel. Von 1986 bis 2002 war Piel leitender Bildredakteur in der Zentralredaktion der Rhein-Zeitung in Koblenz. Im Rahmen dessen erarbeitete er Fotoreportagen aus Äthiopien, Somalia, dem Kosovo und den Kurdengebiet der Osttürkei sowie dem Iran. Außerdem lieferte er Fotoreportagen für die Hilfsaktion „Helft uns Leben“ aus der ehemaligen Sowjetunion. 2002 gründete Herbert Piel seine Fotoagentur Piel Media, die in den Bereichen Tourismus, Kultur, Medien, Wirtschaft und Politik tätig ist und beschäftigte sich seit 2004 zusätzlich mit der Neuerstellung der Bilddatenbank des Landes Rheinland-Pfalz. Herbert Piels Arbeiten werden weltweit ausgestellt, zuletzt aktuell in China. Zu den vielen renommierten Preisen, mit denen Herbert Piel ausgezeichnet wurde, zählen eine Anerkennung bei World Press Photo, Rückblende 1995, Canon Photoprice International, eine Ausstellung und Vorlage bei Magnum in Paris sowie eine Nominierung als Mutmacher der Nation. Verschiedene Fernsehberichte über Herbert Piel waren aus Arte, SWR sowie 3sat zu sehen. Weitere Stationen der Ausstellung sowie neue Ausstellungsprojekte sind in Planung.

Fotoausstellungen 12 / 2010

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