Hugo Jaeggi - Die andere Seite des Spiegels

Hugo Jaeggi, Street Parade, Zürich 1999 Bildgalerie betrachten

“Street Parade, Zürich 1999”
Hugo Jaeggi

Die Fotogalerie Karin Schneider-Henn in Wasserburg präsentiert noch bis zum 24. Januar 2010 die Ausstellung „Die andere Seite des Spiegels“ mit Aufnahmen von Hugo Jaeggi.

1936 in Solothurn geboren und dort aufgewachsen, wollte Hugo Jaeggi zunächst Kunstmaler werden, entschied sich dann jedoch für eine klassische Fotografenlehre bei Ernst Räss in Solothurn. 1957 Studium bei Gertrud Fehr und Yvan Dalain an der Fotoschule Vevey; 1958/59 Kameramann beim Schweizer Fernsehen; 1960 Meisterprüfung in Luzern. Seit 1961 arbeitet Hugo Jaeggi als freischaffender Fotograf für Zeitschriften und gemeinnützige Organisationen sowie als Dozent.

Jaeggi gehört zu jener Schweizer Fotografengeneration, die sich von der herkömmlichen dokumentarischen Sichtweise löste, um mit künstlerischem Bewusstsein hinter die sichtbare Wirklichkeit zu schauen, wie Peter Pfrunder schreibt (Fotostiftung Schweiz, 2005). Jaeggis Motive stammen aus seinem persönlichen Erleben: "Es sind Menschen, Begegnungen, Kindheitserinnerungen, Bruchstücke der eigenen Biografie, Träume, Metamorphosen, vielleicht Suchbilder oder Rätsel. Mein Interesse gilt auch gesellschaftlichen Randgruppen."

Jaeggis Blick richtet sich mehr nach dem Innen als auf das Außen. Ihn fasziniert die fotografische Interpretation aus der Vielschichtigkeit einer Szene, das in der Narrative Verborgene, die offene oder hintergründige Emotionalität. Mit ungewöhnlichen fotografischen Mitteln gelingt es Jaeggi, in seiner Bildsprache die Psychologie des Erlebten zu visualisieren, auch wenn der Betrachter später das Bild vielleicht ganz anders deutet als der Lichtbildner selbst.

(www.fotogalerie-ksh.com/)
 

Fotoausstellungen 12 / 2009

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