Janne Lehtinen - Sacred Bird

Janne Lehtinen, Branches, 2004 Bildgalerie betrachten

"Branches, 2004"
Janne Lehtinen

Die Gallery TaiK freut sich, die erste Einzelausstellung des finnischen Fotografen Janne Lehtinen in Berlin noch bis zum 15. März 2009 zu präsentieren. Mit diesem Künstler wird ein weiterer prominenter Vertreter der Helsinki School ausgestellt. Geboren 1970 in Karhula, Finnland, erhielt Lehtinen 2002 seinen Master of Arts an der University of Art and Design in Helsinki. Neben zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen, befinden sich seine Werke in diversen internationalen Sammlungen. Zudem wird in diesem Jahr bei Hatje Cantz eine neue Monografie über den Künstler erscheinen. Die aktuellen Werke Janne Lehtinens erzählen auf sehr poetische Weise von der alten menschlichen Sehnsucht, sich frei in die Lüfte erheben zu können. Immer wieder haben Menschen versucht, sich Flügel zu bauen, wie Ikarus und Dädalus, die versuchten mit Flügeln aus Wachs und Federn der Schwerkraft zu trotzen. Nach Lehtinens Serie „The Descendants“ hat sich der Künstler mit „Sacred Bird“ wiederum einem autobiographischen Thema zugewandt. Sein Vater war ein bekannter Paraglider in Finnland. Der Traum vom Fliegen, der für den Vater real wurde, bleibt für den Sohn jedoch fiktionale Inszenierung. Die Flugversuche, die Janne Lehtinen zeigt, sind offensichtlich sinnlos. Sie erzählen von einem Abenteuer, das notwendiger Weise zu Fall kommen muss. So inszeniert sich der Künstler selbst mit den von ihm eigens geschaffenen, eher seltsam anmutenden Flugobjekten an einem Baum hängend, auf Felsvorsprüngen oder auf offenem Feld stehend. Die Ausweglosigkeit, die die von ihm geschaffenen Situationen beherrschen, erinnert an einen ähnlichen Fall, der sich im frühen 18. Jahrhundert ereignete. Albrecht Ludwig Berblinger, der als der Schneider von Ulm bekannt wurde, versuchte ebenfalls, mit den vom ihm selbst angefertigten Flugapparaturen den Luftraum zu erobern. Der ungebrochene Mut, der Menschen wie diese Bruchpiloten voran treibt, zeugt von der Leidenschaft einen Traum zu verfolgen, gleich wie absurd dieser erscheinen mag.

Weitere Informationen: http://www.helsinkischool.fi/.
 

Fotoausstellungen 02 / 2009

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