Kinder der Straße

Winterfreuden an der Jungfernbrücke, 1911, Bildgalerie betrachten

"Winterfreuden an der Jungfernbrücke, 1911,"
Heinrich Zille

Anlässlich des 150. Geburtstages des Berliner Zeichners, Graphikers und Photographen Heinrich Zille (geb.1858 in Radeburg, gest. 1929 in Berlin) zeigt die Akademie der Künste in Zusammenarbeit mit der Stiftung Stadtmuseum Berlin die Ausstellung „Kinder der Straße“. Der Titel ist Zilles erster Buchveröffentlichung entliehen, die 1908 erschien. Er ist nicht motivisch, sondern als Metapher zu verstehen für die Heimatlosen und Ausgegrenzten in Berlin um 1900, einer rasant wachsenden Stadt mit enormen sozialen Verwerfungen.

Zille begann spät mit seiner künstlerischen Arbeit. Als Neunjähriger kam er nach Berlin und erlernte den Beruf eines Lithographen, den er bis 1907 ausübte. In den folgenden Jahren begann er, sich der sozialen Thematik zuzuwenden, wobei er eigene Erfahrungen aus Kindheit und Jugend einbezog. Vor allem arbeitete der hochspezialisierte Drucker Zille für die Printmedien seiner Zeit.

Die Ausstellung „Kinder der Straße“ bringt erstmals das zeichnerische und graphische mit dem photographischen Werk in einen Zusammenhang. Am Pariser Platz sind die Photographien - vor allem in Abzügen des Künstlers Thomas Struth - und bis 1914 entstandene Blätter zu sehen. Im Ephraim-Palais werden ausgewählte Beispiele des Werks der späteren Jahre gezeigt.

Weitere Informationen:
www.heinrich-zille.net/de/ausstellung,0/
 

Fotoausstellungen 01 / 2008

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