Last & Lost

Hanns Otte, Vergessene Farben, 2005 Bildgalerie betrachten

"Vergessene Farben, 2005"
Hanns Otte

Die Bilder eines verschwindenden Europas zeigen 15 europäische Video- und Fotokünstler in der Ausstellung „Last & Lost“ auf dem Welterbe Zollverein in Essen noch bis zum 19. April 2009.

Ein ganzer Kontinent verändert sein Gesicht: Vor genau 20 Jahren fiel der eiserne Vorhang, seitdem wird Europa neu vermessen. Mit den neuen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen entstanden nicht nur „Blühende Landschaften“. Auf diesem Erdteil, der nicht mehr in Ost und West aufgeteilt ist, verlassen die Menschen Orte und Landschaften. Die Überbleibsel der menschlichen Zivilisation finden sich zwischen Atlantik und Ural, zwischen Nordkap und Bosporus - festgehalten auf Fotos und in Filmen wie ein letzter Blick in die Vergangenheit. In vielen Regionen stößt man auf Spuren von Krieg und Vertreibung, industriellem Niedergang und zivilisatorischer Naturbeherrschung: Auf zerbröckelnde Industriebrachen, verfallene Dörfer, leerstehende Kasernen, verlassene Grenzanlagen und unentzifferbare Grabinschriften. Besonders in Mittel- und Osteuropa sind die Folgen einer von Kriegen, Industrialisierung und politischen Ideologien gekennzeichneten Epoche deutlich sichtbar.

Für die Ausstellung „Last & Lost“ hat das Literaturhaus München Werke von 15 Fotografen und Videokünstlern aus ganz Europa zusammengestellt, die sich mit den Orten des Verschwindens beschäftigt haben. Die Ausstellung im Verleih der Bundeszentrale für politische Bildung wurde erstmals 2006 in München gezeigt.

Weitere Informationen: www.zollverein.de/
 

Fotoausstellungen 03 / 2009

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