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München I in der Vor- und Nachkriegszeit

Mit „München I“ zeigt die edition.grabsdorf eine Fotoausstellung mit Aufnahmen aus der Vor- und Nachkriegszeit Münchens, eindrucksvoll fotografiert von Herbert Wendling. Die Ausstellung ist noch bis zum 3. Mai 2011 zu sehen. Die ausdrucksvollen Schwarzweißfotografien konfrontieren den Betrachter mit andersartigen aber gleichzeitig vertrauten Plätzen der Stadt. So vertraut die Orte dem Betrachter sind, so sehr entziehen sie sich in Wendlings Bildern einer schnellen und eindeutigen Wiedererkennung. Die präsentierten Werke thematisieren den Wandel der Stadt und bieten so ein beeindruckendes Kaleidoskop, das dazu anregt, sich zu erinnern, Entwicklungen und Veränderungen neu zu entdecken und zu verstehen. Viele von Herbert Wendlings Bilder sind aus einer ungewöhnlichen Perspektive fotografiert und erzeugen durch den gewählten Ausschnitt eine starke Wirkung und öffnen den Weg zu weiteren Assoziationen und Erkenntnissen.

Für die Ausstellung werden keine Original- oder Vintageabzüge verwendet. Die Fotografien werden als großformatige Galerie-Drucke präsentiert. Durch den Einsatz modernster Drucktechniken und Materialien können die Fotografien großflächig und rahmenlos in bestechender Qualität ausgestellt werden. Die Verwendung von Großformaten erhöht die Impressivität der Schwarzweißfotografien. Die Originalfotografien sind nach ihrer Digitalisierung nur minimal nachbearbeitet, um die Authentizität der Originale zu erhalten. Kratzer, Verfärbungen, Flecken und Narben, die die Zeit an den Fotografien und Negativen hinterlassen hat, bleiben sichtbar.

Herbert Wendling

Herbert Wendling (1902-1970), geboren in Weinheim, lebte von seinem 12. Lebensjahr bis zu seinem Tod in München. Der Fotograf aus Leidenschaft ging seiner Berufung nicht nur beruflich, sondern auch (nahezu fanatisch) privat nach. So hat er das Haus praktisch nie ohne Kamera(s) und Stativ verlassen. Sah er zum Beispiel bei einer Autofahrt auf einer Autobahn ein interessantes Motiv, blieb er, ohne Rücksicht auf Verkehrsregeln, die eigene und die Sicherheit der Mitfahrer und anderer Verkehrsteilnehmer, stehen, um das Motiv mit der Kamera festzuhalten.

Er arbeitete als festangestellter und freier Fotograf. Zu seinen Auftraggebern gehörten unter anderem BMW und Hurth. Nach dem Krieg (ab September 1946) war er für das Bayerische Staatsministerium als Fotograf im Rahmen der Kennkartenaktion tätig und bereiste zur Anfertigung von Lichtbildern Gemeinden in Bayern. Als einer der ersten benutzte er die Farbfotografie zur Porträtierung von Schulklassen. Er benutzte verschiedenste Kameramodelle (zum Beispiel Rolleiflex, Linhof Stereo-Kamera, Leica unter anderem), die er zum Teil selbst modifizierte und er fotografierte in den unterschiedlichsten Formaten (Mittelformat, Stereo). Zeit seines Lebens war die Stadt und Straße eine seiner Vorlieben. Er wanderte tagelang durch die Viertel Münchens und fotografierte die Orte und das sich dort abspielende Leben. Dabei entstanden unter anderem außergewöhnliche Fotoserien über München in der Vor- und Nachkriegszeit bis Ende der sechziger Jahre.

edition.grabsdorf

Die edition.grabsdorf ist die Adresse für historische und zeitgenössische Fotografie mit Motiven aus München. Der Bestand der Edition umfasst neben den Werken von H. Wendling und G. Grabsdorf auch weiteres, zum Teil historisches Bildmaterial. Hierzu zählen z.B. Fotografien des Hoffotografen H. Traut von den Oberammergauer Passionsspielen 1922. In der Editions-Galerie werden, neben dem Editions-Bestand, auch Künstler aus anderen Kunstrichtungen ausgestellt. Zum Beispiel parallel zur Ausstellung im Valentin-Musäum die Ausstellung „München II“. Die Fotoausstellung mit Werken von Gerhard Grabsdorf zeigt einen etwas anderen Blick auf das heutige München.

Alle Werke der Ausstellung und weitere können in der Editions-Galerie als großformatige und hochwertige Fotoprints erworben werden.

Weitere Informationen: http://www.edition.grabsdorf.de

Fotoausstellungen 03 / 2011

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