Pierre Winther - Nothing Beats Reality

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“Seth Nakamichi”
Pierre Winther

Noch bis zum 5. September 2009 zeigt CAMERA WORK in ihren Galerieräumen in Berlin die Arbeiten des dänischen Fotografen Pierre Winther in der Ausstellung „Nothing Beats Reality“.

Pierre Winther ist ein Erfinder bildgewaltiger Illusionen und Geschichten, woraus er einen individuellen filmischen Stil entwickelt hat. Seine narrativen Aufnahmen erwecken weltweit Aufmerksamkeit und prägten in den vergangenen Jahren mehrfach ausgezeichnete internationale Werbekampagnen, Musikvideos sowie viele renommierte Zeitschriften. Mit rund 60 Fotografien, darunter auch die zum ersten Mal präsentierte Serie „Lunar Drive“, wird ein exemplarischer Überblick vom Werk des Künstlers gezeigt.

Mit der Serie „Lunar Drive“ erzählt Pierre Winther dem Betrachter eine Geschichte von einem fiktiven Planeten. Tägliche Meteoritenschauer, kein Gras und keine Bäume. Es ist ein recht unwirtlicher Planet namens „Libra“, auf dem die abgebildeten Menschen leben. Der Planet ist kleiner als die Erde und besitzt somit eine geringere Anziehungskraft. Dies ermöglicht den Bewohnern von „Libra“ Raumflüge. Erfüllt von dem Wunsch, den lebensfeindlichen Planet hinter sich zu lassen, machen sich einige Bewohner zum Planeten Erde auf. Dazu stoßen sie sich mithilfe von auf den Boden gerichteten Handfeuerwaffen von der Oberfläche „Libras“ ab. Mit flammendem Mündungsfeuer steigen die Abgebildeten würdevoll gen Himmel. Den Moment des Abhebens hat der Fotograf in mehreren sehr kraftvollen Aufnahmen inszeniert, von denen sechs in dieser Ausstellung zu sehen sind.

Eine andere Serie, die Winther unter dem Titel „Holiday on Earth“ fotografiert hat, mündet in einer farbintensiven, surrealen Welt, geprägt durch die für den Künstler typische dichte Atmosphäre. Kantige männliche Laiendarsteller und keine professionellen glatten Models ziehen den Betrachter in eine abenteuerliche Bildgeschichte, die sich auf der dünnen Linie zwischen Fiktion und Wirklichkeit bewegt. Die konzeptuellen Bilderserien des Künstlers funktionieren wie Kurzfilme.

Mit Sicherheit eine der bekanntesten Fotografien der Ausstellung ist die schon mittlerweile legendäre „Shark riding“. Die nicht manipulierte Aufnahme eines jungen Mannes, der lässig wie ein Rodeoreiter mit Sonnenbrille einen Tigerhai reitet, setzt den Betrachter immer wieder aufs Neue in Erstaunen. Die Fotografie ist Teil einer Serie aus dem Jahr 1992, die mit diversen internationalen Preisen geehrt wurde.

Weitere Informationen: www.camerawork.de.
 

Fotoausstellungen 08 / 2009

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