Die bildkünstlerische Erkundung des Münchner Fotografen ist zunächst Resultat einer aufwändigen Recherche, um zum ersten Male überhaupt über die spezifischen Verortungen und Formen der künstlichen Baumsolitäre Rechenschaft abzulegen. Dabei hat Robert Voit vor allem in Mittel- und Südeuropa, aber auch in den USA, Südafrika und Südkorea verschiedenste Vegetationsformen der New Trees ausfindig machen können. Pinien, Erlen und Zypressen sind etwa ebenso aufzuführen wie Palmen- und Nadelholzgewächse. In ihrem betont sachlichen Duktus, der sich mit ironischer Delikatesse bewusst an die Arbeitsweise von Bernd und Hilla Becher und Karl Blossfeldt anlehnt, offenbart die Bilddokumentation ein Naturszenario des Absonderlichen. Dem Auge ist in den Arbeiten von Robert Voit längst nicht mehr zu trauen, der Camouflage-Gedanke treibt seltsamste Blüten, die Fallhöhe des Absurden ist allenthalben spürbar.
Weitere Informationen: www.alfred-ehrhardt-stiftung.de/.
Fotoausstellungen 10 / 2009


Diigo


