Bildleiste

Steve McCurry

Am 1. März eröffnete die Flo Peters Gallery in Hamburg eine umfassende Werkschau des preisgekrönten amerikanischen Fotografen Steve McCurry. Gezeigt werden noch bis zum 30. April 2011 rund 50 Arbeiten aus seiner 30-jährigen Karriere als Fotojournalist, seit 1986 als Mitglied der Agentur MAGNUM. Neben der Dokumentation in Krisenregionen und den Auswirkungen des Krieges auf das Individuum vor allem im Mittleren Osten und in Asien thematisieren McCurrys Bilder kulturelle und religiöse Identitäten und das Verbundensein mit einem Ort.

Steve McCurry, geboren 1950 in Philadelphia, verließ nach einem abgeschlossenen Studium am College of Arts and Architecture an der Pennsylvania State University sowie zwei Jahren Arbeit als Angestellter bei einer amerikanischen Zeitung die USA, um als Freiberufler zu arbeiten. Sein erstes Ziel, Indien, eröffnete ihm einen Zugang zur distanzlosen Teilnahme am Leben der dortigen Bevölkerung. Es ist die abwartende und ruhende Haltung, so McCurry, die schließlich die Seele eines Motivs nach außen kehrt und das Objektiv der Kamera vergessen lässt. In den Bildern wächst sie zu einer fordernden Ruhe heran, die den Betrachter zum Stillstehen veranlasst.

Seit Ende der 70er Jahre bereiste Steve McCurry zahlreiche konfliktbelastete Gebiete, hierunter Afghanistan, den Jemen und den Irak. Für seinen persönlichen Einsatz im von Rebellen kontrollierten Afghanistan kurz vor der russischen Invasion wurde er mit der Robert Capa Goldmedaille für die beste Fotoreportage ausgezeichnet. In einheimische Gewänder gehüllt, hatte er nach dem Aufenthalt seine in den Stoff genähten Filmrollen außer Landes transportiert und lieferte damit als einer der Ersten Bildmaterial über den dort gärenden Bürgerkrieg.

Für seine photographische Arbeit gewann Steve McCurry zahlreiche Preise, darunter den World Press Photo- und den Olivier Rebbot Memorial Award, und erschien in namhaften Magazinen auf der ganzen Welt. Regelmäßig begleiten seine Arbeiten Artikel in GEO oder dem National Geographic. Dort lieferte McCurry das Titelbild der bisher erfolgreichsten Ausgabe: Die Porträtfotografie des afghanischen Flüchtlingsmädchens Sharbat Gula (Abb. rechts), veröffentlicht im Jahre 1985.

McCurry hat mehrere Bücher publiziert, unter anderem The Unguarded Moment (2009), In the Shadows of Mountains (2007), Looking East (2006), Steve McCurry (2005), The Path to Buddha: A Tibetan Pilgrimage (2003), Sanctuary (2002), South Southeast (2000), Portraits (1999), Monsoon (1988), The Imperial Way (1985).

In diesem Frühjahr erscheint bei Phaidon Press Steve McCurry: The Iconic Photographs, eine Limited Edition mit handsigniertem Abzug von McCurry.

Weitere Informationen: http://www.flopetersgallery.com/

Fotoausstellungen 03 / 2011

Bewerten 67

Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren






* Diese Felder müssen ausgefüllt werden

© Steve McCurry, Boy in mid-flight, Jodhpur, Indien, 2007

"Boy in mid-flight, Jodhpur, Indien, 2007"
© Steve McCurry

© Steve McCurry, Lux Soap, Rangoon, Burma, 1994

"Lux Soap, Rangoon, Burma, 1994"
© Steve McCurry

© Steve McCurry, Fishermen, Weligama, South Coast, Sri Lanka, 1995

"Fishermen, Weligama, South Coast, Sri Lanka, 1995"
© Steve McCurry

© Steve McCurry, Afghan Girl, Peshawar, Pakistan 1984

"Afghan Girl, Peshawar, Pakistan 1984"
© Steve McCurry