WILLIAM WEGMAN - Dogs on rocks - in the woods - at the seaside

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WILLIAM WEGMAN

Nach den Ausstellungen der Fotoarbeiten und Polaroids von William Wegman (*1943) in den Jahren 1995, 1997, 2004 und den Zeichnungen in 2007 zeigt die Galerie Bugdahn und Kaimer in Düsseldorf noch bis zum 21. Februar 2009 eine Serie neuer farbiger Fotoarbeiten des amerikanischen, in New York lebenden Concept-Künstlers, der in den Medien Malerei, Zeichnung, Video, Film und Fotografie gleichermaßen zu Hause ist.

Die Fotografien in der Ausstellung „Dogs on Rocks - in the Woods - at the Seaside“ sind Chromogenic Prints in einer Auflage von 12 Exemplaren im Format 35,5 x 28 cm / 14 x 11 inches. Sie entstanden an der Küste von Maine - meistens auf Baker’s Island, Wellington Dock in Southwest Harbor und anderen Orten in der Nähe - über einen Zeitraum von 10 Jahren, jeweils im Juli und August. Daran beteiligt waren sechs Hunde aus vier Generationen: Chundo, Batty, Chip, Bobbin, Candy und Penny. Ein soeben publiziertes Künstlerbuch „William Wegman: Dogs On Rocks“, Hardcover mit 136 Seiten und 86 farbigen Abbildungen, liegt zur Ausstellung vor.

Der Name William Wegman ist untrennbar mit seinen Weimaranerfotos verbunden. Zunächst mit hintergründigen Foto- und Videoarbeiten (mit und ohne Hund) bekannt geworden, kam er in den 70-er Jahren zu weltweiter Berühmtheit, als er seinen ersten Weimaraner-Rüden, den Hund „Man Ray“, als begnadetes Modell und idealen Interpreten menschlicher Verschrobenheiten entdeckte. „Manche Hunde mögen es nicht, angestarrt zu werden“, erzählt Wegman, „aber Man Ray hat darauf bestanden.“

Im Jahr 1979 begann der Künstler, auf Einladung der Firma Polaroid, mit einer neu entwickelten Kamera, der inzwischen legendären Polaroid 24 x 20 inches (60 x 50 cm) zu arbeiten. Nachdem sich Wegman erst skeptisch mit dem riesigen Apparat vertraut gemacht hatte, der aussah „wie eine Mischung aus einem Kühlschrank und einem Cello“, gelang es ihm rasch, sich für das ungewohnte Format zu begeistern. Es entstand ein bemerkenswertes Werk: einzigartig präzise großformatige Fotografien - jedes ein Unikat - wie sie nur mit dieser Polaroid möglich sind, von der es weltweit lediglich drei Exemplare gibt.

1981 starb „Man Ray“ und erst 1986 wurde „Fay Ray“, eine geborene Hunde-Diva, seine nicht minder erfolgreiche Nachfolgerin. Mit Fay wurden ganz neue Motive möglich: Sie konnte sich grazil bewegen, verschiedene Haltungen und Posen einnehmen, den Hals krümmen, den Kopf verdrehen, die Beine übereinander schlagen. „Sie mochte es, mich zu beeindrucken“, so Wegman. Inzwischen steht ihr Nachwuchs bereits in der fünften Generation selbst vor der Kamera.

William Wegman ist ein Meister im Umgang mit dem Medium der Fotografie, der es, im Zusammenspiel mit seinen Hunden versteht, immer wieder neue verblüffende Bildideen, von höchster Qualität und Originalität zu entwickeln. Viele seiner Aufnahmen muten wie Gemälde an, erinnern an subtil komponierte Stillleben und Filmsequenzen. Außerdem bleiben seine Weimaraner unübertroffen an Schönheit, Ausdruckskraft und Eleganz. Fotografien von William Wegman werden in Museen und internationalen Galerien auf der ganzen Welt ausgestellt und befinden sich in allen großen Sammlungen. Zahlreiche Retrospektiven seines Werkes waren an vielen Orten der Vereinigten Staaten, darunter im Whitney Museum of American Art in New York, in Japan, Korea und Europa zu sehen. Neben Videosegmenten, die seit 1989 regelmäßig in der „Sesamstraße“ erscheinen, hat Wegman Filme und Videos unter anderem für „Saturday Night Live“ und „Nickelodeon" geschaffen. Sein Film „The Hardly Boys in Hardly Gold“ wurde erfolgreich beim Sundance Film Festival gezeigt. William Wegman und seine Weimaraner gehören heute zu den populärsten Figuren in der internationalen Kunst- und Medienszene.

Weitere Informationen: www.bugdahnundkaimer.com/
 

Fotoausstellungen 01 / 2009

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