American Beauties

Blick in die Halle der aktuellen Kunst der Deichtorhallen. Bildgalerie betrachten

"Blick in die Halle der aktuellen Kunst der Deichtorhallen."
Deichtorhallen Hamburg/Huebner

Von Ost nach West, von der Großstadt in den Mittleren Westen: Sieben verschiedene amerikanische Lebenswelten und künstlerische Positionen werden in der Ausstellung „American Beauties“ noch bis zum 6. Januar 2008 im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg vorgestellt.

Eindrucksvolle Platinotypien von Karl Struss zeigen Stadtansichten New Yorks vom Beginn des 20. Jahrhunderts. Markante Menschen dieser Metropole sind das Thema einer Serie von Photographien Lisette Models, die den großstädtischen Zeitgeist der 20er Jahre auferstehen läßt.

Mit den Arbeiten von David Hockney und Larry Clark werden zwei ganz unterschiedliche künstlerische Lebenswelten gegenüber gestellt. Das von Langeweile, Drogenkonsum und Sex dominierte Leben einer Clique in der amerikanischen Kleinstadt Tulsa Ende der 60er Jahre stellt das gleichnamige Portfolio von Larry Clark vor. David Hockney hingegen zeigt in seinen intimen Bildern seine unmittelbare Umgebung, seine Freunde, Eltern und ästhetischen Einflüsse im Kalifornien der 70er Jahre, die die Leichtigkeit und Lebensfreude der Westküste spüren lassen.

Den „Schönheiten“ Amerikas im doppelten Sinn nähern sich Wim Wenders und Nan Goldin. Die Serien „Written in the West“ von Wim Wenders zeigt ein Amerika, wie es Edward Hopper nicht besser hätte malen können: einsame Straßen mit der klassischer Holzarchitektur des Westens, Dinners mit dem Flair der 50er Jahre, die Weite des Westens.

Die selten gezeigte Serie „James King: Supermodel“ von Nan Goldin bringt den Besucher mit dem zeitgenössischen Schönheitsideal des Topmodells zurück in die Gegenwart des „Big Apple“. Das Künstlerkollektiv Art Club 2000 untersucht photographisch die Bedingungen künstlerischer Produktion in den sich wandelnden New Yorker Vierteln wie Soho und Chelsea Mitte der 90er Jahre. Es werden in der Ausstellung nur Künstlereditionen gezeigt, eine Präsentationsstrategie, die den seriellen Charakter des Mediums Photographie betont. Sie stammen aus der Sammlung F. C. Gundlach/Haus der Photographie, der Galerie der Gegenwart und dem Museum für Kunst und Gewerbe. Damit wird in einer ersten Ausstellung die Kooperation der Deichtorhallen mit den zwei bedeutenden Kunstmuseen Hamburgs entlang der Kunstmeile bekräftigt. Weitere Informationen: www.deichtorhallen.de/.
 

Fotoausstellungen 10 / 2007

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