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arturimages - Positionen zur Architekturfotografie

Vom Museum für Contemporary Arts in Melbourne über die Berliner Museumsinsel bis zur staatsideologisch determinierten Architektur in Nord-Korea: ein Architekturerlebnis der besonderen Art verspricht der Wissenschaftspark Gelsenkirchen. Vom 22. August 2008 bis zum 9. November 2008 wird hier die Ausstellung "arturimages - Positionen zur Architekturfotografie" präsentiert. In der 300 Meter langen Glasarkade des mit dem Deutschen Architekturpreis ausgezeichneten Gebäudes (1995) zeigt die Internationale Agentur für Architekturfotografie "arturimages" aus Essen eine Auswahl aus ihrem mittlerweile mit über 200.000 Photographien bestückten Fundus. Im Rahmen des Projekts "bild.sprachen - Fotografie im Wissenschaftspark" hat eine Jury dazu 105 Bilder von 14 Photographinnen und Photographen zu einem facettenreichen Panoptikum internationaler Architektur zusammengestellt.

Zwölf Werke von Klaus Frahm, Hamburg, spannen den Bogen zwischen bedeutenden europäischen Bauwerken von der Antike bis in die Neuzeit - vom Pantheon in Rom über den Deutschen Pavillon in Barcelona bis zu Eisenmans Stelenfeld, dem "Denkmal für die ermordeten Juden Europas" in Berlin. Die Photographien von Monika Nikolic, Kassel, gewähren Einblicke in eine Bibliothek von Santiago Calatrava. Die alten Museen auf der Museumsinsel in Berlin stehen im Fokus von Reinhard Görner, Berlin. Zwei Großformate von Bernadette Grimmenstein, Hamburg, setzen die von Verner Panton gestaltete Kantine im Spiegel-Verlagshaus Hamburg und das grüne Treppenhaus vom alten Landtag Dresden in Szene. Auch Karin Hessmann, Dortmund, und Christian Eblenkamp, Rietberg, lenken die Blicke der Besucher in das Innere von Bauwerken: auf stimmungsvolle Interieurs beziehungsweise interessante Details. Moderne Prestigeobjekte, nämlich vier Rolltreppen in großen Einkaufszentren, und rätselhafte Modellaufnahmen stehen dagegen im Mittelpunkt der ausgewählten Photographien von Heiner Leiska, Hamburg. Rainer Rehfeld, Köln, hat Perspektiven, die sich beim Bau eines Hochregallagers ergaben, photographisch festgehalten. Und architektonisch inszenierte Ausblicke in die Landschaft sind Gegenstand der ausgewählten photographischen Betrachtungen von Gerhard Hagen, Bamberg. Zudem bietet die Ausstellung den Besuchern eine kleine Weltreise in Sachen Architektur: Vom Vitra Konferenzpavillon in Weil am Rhein über den Schweizer Pavillon auf der EXPO 2000 bis zum „Mies van der Rohe“-Hochhaus in Toronto reicht die Spanne moderner Architekturphotographie, die Tomas Riehle, Köln, in zwölf Einzelbildern aufzeigt. Von Jochen Helle, Dortmund, sind Art-Deco-Hochhäuser aus Shanghai und Moskau zu sehen. Das Australian Centre for Contemporary Arts, ACCA, wird mit Aufnahmen von Wolfram Janzer, Stuttgart, ins Bild gesetzt; der Suvarnabhumi Airport, Bangkok, von Rainer Viertelböck, Gauting, porträtiert. Auch einige der seltenen westlichen Einblicke in die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang wird es in Gelsenkirchen zu sehen geben: sie stammen von Dieter Leistner, Würzburg, der zu den wenigen zählt, die dort überhaupt in jüngster Zeit photographieren durften. Die Ausstellung, die von der THS TreuHandStelle GmbH, Gelsenkirchen, unterstützt wird, ist bis zum 9. November 2008 täglich, auch sonn- und feiertags von 8:00 bis 18:00 Uhr, im Wissenschaftspark, Munscheidstraße 14, Gelsenkirchen, geöffnet. Der Eintritt ist zur Eröffnung wie für die Ausstellung frei.

Hintergrundinformationen

arturimages
Die Bildagentur arturimages wurde 1996 von den Architekturphotographen Klaus Frahm, Roland Halbe, Karin Heßmann, Heiner Leiska und Tomas Riehle gegründet, später kamen Dieter Leistner und Christian Richters als Gesellschafter dazu. arturimages vertreibt Bildrechte an Photographien von über 80 Photographen zum Thema Architektur. Aufgenommen in das Archiv der Agentur werden nur Bilder mit herausragender Qualität: Mittlerweile sind über 200.000 Motive katalogisiert und über 50.000 für Bildnutzer online abrufbar. Der Schwerpunkt von arturimages liegt dabei auf der modernen Architektur, aber man findet auch das Taj Mahal, das Colosseum und den Eiffelturm oder die Skyline von Chicago. Weitere Informationen: www.arturimages.com.

bild.sprachen - Fotografie im Wissenschaftspark
Das im April 2008 gestartete Projekt "bild.sprachen - Fotografie im Wissenschaftspark" soll den Markt für angewandte Photographie im Ruhrgebiet besser erschließen. Mit dem Projekt wird der Wissenschaftspark zur Plattform für angewandte Photographie an der Schnittstelle zwischen Kunst und Design. Weitere Informationen: www.bildsprachen.de.

Wissenschaftspark Gelsenkirchen
Der Wissenschaftspark Gelsenkirchen, 1995 auf dem Gelände eines ehemaligen Gussstahlwerks gegründet, ist ein Symbol für den Strukturwandel im Ruhrgebiet. Seine Architektur (Kiessler + Partner, Deutscher Architekturpreis 1995) wurde mehrfach ausgezeichnet. Hinter der 300 Meter langen Glasfassade, die für Ausstellungen, Messen und Kongresse genutzt wird, arbeiten Unternehmen, Forschungs- und Transfereinrichtungen in den Bereichen Zukunftsenergien, Gesundheitswirtschaft und Informationstechnologie. Weitere Informationen: www.wipage.de.
 

Fotoausstellungen 09 / 2008

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Spiegel-Kantine in Hamburg

"Spiegel-Kantine in Hamburg, Architekt: Verner Panton"
© Bernadette Grimmenstein / arturimages

Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart, Architekt: Joachim Schürmann

"Robert Bosch Krankenhaus Stuttgart, Architekt: Joachim Schürmann"
© Tomas Riehle / arturimages

Pantheon Rom

"Pantheon Rom"
© Klaus Frahm / arturimages