Leica Galerie Wetzlar: „Camera in Motion - von Chur nach Tirano“

Großformatige Fotografien von Rolf Sachs

© Rolf Sachs
© Rolf Sachs
Die Leica Galerie Wetzlar präsentiert noch bis zum 10. April die neue Ausstellung „Camera in Motion: von Chur nach Tirano“ mit großformatigen Fotografien von Rolf Sachs. Das Projekt beinhaltet Momentaufnahmen der spektakulären Landschaft des zum UNESCO-Welterbe erklärten Streckennetzes Albula/Bernina. Als Einzelfotografien sind Rolf Sachs‘ Arbeiten festgehaltene Momente eines flüchtigen Augenblicks. Im Gesamten offenbaren sie die unweigerliche Abfolge der Zeit, die sich in der Geschwindigkeit der Reise und im Wechsel der Jahreszeiten widerspiegelt.

„Camera in Motion: von Chur nach Tirano“ beschäftigt sich in erster Linie mit dem Phänomen Zeit. Ende 2012 beginnt Rolf Sachs über den Zeitraum von einem Jahr die Landschaftselemente der Rhätischen Eisenbahnlinie aus dem Fenster eines fahrenden Zuges abzulichten. Mithilfe seiner Leica S Kamera gelingt es ihm, vorbeiziehende Landschaften, trotz hoher Geschwindigkeit des fahrenden Zuges, in außergewöhnlicher Qualität festzuhalten und so verschiedene Kulissen aus unterschiedlichen Blickwinkeln im Turnus der Jahreszeiten in beeindruckenden Bildern zu dokumentieren.

Die gezeigten Fotografien schweben zwischen Abstraktion und Realität und zeichnen sich durch den Kontrast von anvisiertem Objekt und vorbeiziehender Landschaft aus, was ihnen eine starke malerische Komponente verleiht. Häuserfassaden, Züge und Wälder – abwechselnd in Licht und Schatten getaucht – werden unwissentlich zu stillen Zeitzeugen der vorbeirauschenden Eisenbahn. Erst die Technik der Kamera erlaubt das Festhalten dieses vergänglichen Moments, der dem menschlichen Auge sonst verwehrt geblieben wäre. Mit seinen Aufnahmen geht Rolf Sachs darüber hinaus und zeigt außergewöhnliche Perspektiven, die sich dem Betrachter in Natura sonst nicht offenbaren.

© Rolf Sachs
© Rolf Sachs
Zusammen mit der Fotoausstellung wird eine Skulptur aus der Serie „typisch deutsch?“ präsentiert. Rolf Sachs, von der Vielfältigkeit der deutschen Kultur inspiriert, widmete sich für die Einzelausstellung „typisch deutsch?“ im Museum für Angewandte Kunst in Köln den damit verbundenen Besonderheiten und Klischees und hat die „typisch deutschen“ Tugenden auf vielfältige, subtile und zuweilen humorvolle Weise interpretiert. Seine Ergebnisse visualisiert er in Form von ungewöhnlichen Objekten und Installationen, die zur Interpretation einladen und sich im Spannungsfeld zwischen Kunst und Design bewegen – wie der in der Leica Galerie Wetzlar ausgestellte, etwa vier Meter lange Holzschlitten „gaudi“.

Rolf Sachs wurde 1955 in Lausanne, Schweiz, geboren. Er studierte in England und den USA. Seit seiner frühesten Jugend von der ihn umgebenden Kunst inspiriert, wurde er in den späten achtziger Jahren selbst zum Künstler. Seine Tätigkeit umfasst Fotografie, Skulptur, Set-Design und Installation. Inspiriert von alltäglichen Objekten und ihrer Materialität, sucht er in ihnen das Außergewöhnliche und Unkonventionelle, um sie in seinen multidisziplinären Arbeiten in einer konzeptionellen Sprache zum Vorschein zu bringen.

Die Bilder können käuflich erworben werden. Preisangaben sind auf Anfrage erhältlich.

Änderungen vorbehalten. (www.leica-camera.com)

Fotoausstellungen 02 / 2016

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