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no sports - Fotografien von Regina Schmeken

In ihrer neuen Ausstellung zeigt die Galerie NEUMEISTER in München bis zum 30. Oktober 2010 insgesamt 25 Arbeiten aus drei Werkgruppen der in Berlin lebenden Fotografin und Künstlerin Regina Schmeken: Bewegungsstudien von Fußballspielern und von Tänzern sowie höchst eindrucksvolle Aufnahmen von Stabhochspringerinnen, die im Jahr 2008 anlässlich der Olympischen Spiele in Peking entstanden sind.

Bereits in ihren frühen Werken hat Regina Schmeken die serielle Arbeitsweise angewendet; seit 2003 beschäftigt sie sich mit Bewegungsstudien, zu denen sie die unterschiedlichsten Sujets inspirieren. So fotografierte sie Fußballspieler bei Bundesliga-und Länderspielen, zuletzt bei der Weltmeisterschaft von 2006 in Deutschland. 2005 entstanden Fotografien von Tänzern aus dem Ensemble des Bayerischen Staatsballets im Münchner Nationaltheater. Im selben Jahr nahm sie eine Serie von den Athleten der Fechtweltmeisterschaften in Leipzig auf, kurz davor entstand eine Fotoinstallation über die Tanzmeditation Türkischer Derwische in Istanbul.

Ob Fußballer, Stabhochspringer oder Tänzer: Die Künstlerin konzentriert sich auf den prekären Moment der Balance zwischen Stillstand und Bewegung. Durch die Reduktion auf grafisch klare Zeichen mithilfe einer besonderen Lichtführung erhalten die durchtrainierten Körper eine geradezu skulpturale Qualität. Die kraftvoll kontrastierenden Schwarweißaufnahmen zeigen eine Dimension, die über die sportlich-perfekte Darbietung hinaus weist: Erst durch die Darstellung des scheinbaren Innehaltens wird die Essenz menschlicher Aktion sichtbar.

Seit 1980 stellt Regina Schmeken ihre Fotoarbeiten regelmäßig aus, so im Museum für Fotografie in Berlin, in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus München, in der Zeche Zollverein oder im Museum Folkwang Essen sowie in der Bibliothèque Nationale von Paris. Institutionen wie etwa die Pinakothek der Moderne in München oder das New Yorker Museum of Modern Art haben Arbeiten von Schmeken angekauft. Die Künstlerin wurde mit nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet, beispielsweise 1978 mit dem Kritikerpreis der Rencontres Internationales de la Photographie in Arles, 1982 mit dem International Photo Design Award des Kunstmagazins Art, zwei Jahre später mit dem Förderpreis für künstlerische Fotografie der Landeshauptstadt München sowie dem Dr.-Erich-Salomon-Preis der Deutschen Gesellschaft für Photographie im Jahr 1996.

1986 folgte Regina Schmeken dem Ruf als Redaktionsfotografin der Süddeutschen Zeitung. Seitdem hat sie die Bildsprache der SZ und darüber hinaus den Bildjournalismus in Richtung einer ästhetischen und motivischen Auflockerung beeinflusst. Heute zählt sie zu den wichtigsten zeitgenössischen Fotografen, deren Arbeiten sich in das kollektive Bildgedächtnis eingeschriebenen haben.

Weitere Informationen: www.neumeister.com/

Fotoausstellungen 09 / 2010

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Peking 2008

"Peking 2008"
Regina Schmeken

Peking 2008

"Peking 2008"
Regina Schmeken

Peking 2008

"Peking 2008"
Regina Schmeken

Triptychon, 2006

"Triptychon, 2006"
Regina Schmeken