Photograph Theodor Hilsdorf 1868-1944

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"Porträt Paul Heyse"
Theodor Hilsdorf

Was verbindet Thomas Mann mit Ferdinand Graf Zeppelin, Richard Strauss mit Gabriel von Seidl, Ferdinand Sauerbruch mit Franz von Stuck oder Oskar von Miller mit Thomas Theodor Heine? Sie alle standen vor der Kamera des königlich-bayerischen Hofphotographen Theodor Hilsdorf. Um 1900 und noch bis in die 20er Jahre zählte das Photoatelier „Müller-Hilsdorf“ mit Sitz in der Amalienstraße 15 zu den angesehensten Betrieben seiner Art in München.

Das Münchner Stadtmuseum/Fotomuseum zeigt noch bis zum 25. November 2007 rund 250 photographische Arbeiten aus fünf Jahrzehnten Ateliergeschichte. Im Zentrum stehen Porträts prominenter Münchner um 1900: Es ist das Who’s who einer untergegangenen großbürgerlichen Welt - von Dall’Armi bis Graf Zeppelin. Die Ausstellung, Ergebnis mehrjähriger Recherche des Photohistorikers Michael Koetzle, rekonstruiert Leben und Werk des Photographen Theodor Hilsdorf und diskutiert sein Schaffen vor dem Hintergrund photoästhetischer wie medienspezifischer Fragestellungen. Darüber hinaus versteht sie sich als Beitrag zur neueren Kultur- und Stadtgeschichte.

Theodor Hilsdorf war der Porträtist gehobener Münchner Kreise am Vorabend der Revolution. Finanzbürgertum und etablierte Künstlerschaft gehörten ebenso zu seiner Klientel wie Wissenschaftler der Universität, Persönlichkeiten der Stadtverwaltung, Politiker oder Staatsbeamte. Es werden aber auch Landschaftsstudien (Ammerland Album) im Geist der Kunstphotographie sowie dokumentarische Arbeiten aus der Zeit nach 1900 ausgestellt, darunter eine bemerkenswerte Reportage über den Bau der Wendelsteinbahn bei Brannenburg in Oberbayern. Weitere Informationen: http://www.stadtmuseum-online.de/aktuell/hilsdorf.htm
 

Fotoausstellungen 04 / 2007

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