Fotobuch - Eine Frage des Formats

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Über 2.000 Mal macht es in der Sekunde in Deutschland derzeit „Klick“ – vor sechs Jahren waren es rund 500 Klicks und zu analogen Zeiten rund 100 Klicks in der Sekunde. Schon allein die Anzahl der Klicks verdeutlicht, welchen Stellenwert die Fotografie für jeden Einzelnen einnimmt. Die digitale Fotografie beschert eine noch nie dagewesene Bilderflut, was zu einer Anhäufung von hunderten, ja tausenden Aufnahmen auf Festplatten führt. Diese Bilder fristen vielfach ein nichtbeachtetes Dasein und geraten dadurch schnell in Vergessenheit – fotografiert wurde jedoch, um Erlebtes zu bewahren und lebendig zu halten. Dies gelingt jedoch nur, wenn die Aufnahmen befreit werden und zum Anfassen sind, wie beispielsweise bei den individuell erstellten Fotobüchern. Das Angebot an Fotobuchdienstleistern ist gigantisch und der Verbraucher hat hier ebenso die Qual der Wahl wie beim Format, das bis zum gigantischen A3-Panoramawälzer mit Ledereinband reicht. Allen Anbietern gemeinsam ist die Bereitstellung von Software zur Erstellung von Fotobüchern.

Eine Frage des Formats

Bevor es mit der Gestaltung losgeht, muss man sich für eines der zahlreichen Fotobuchformate – quadratisch sowie quer und hoch in verschiedenen DIN-Normen A6, A5, A4 bis A3 – entscheiden. Die einzelnen Formate werden in verschiedenen Einbänden angeboten. Die Hardcover-Lösung mit vollständig bedrucktem Umschlag steht bei den meisten Anbietern im Mittelpunkt. Diese Fotobücher machen einen robusten und wertigen Eindruck. Aber auch die Softcover-Variante kann sich sehen lassen. Gerade für höhere Auflagen bietet sie sich an, wenn es beispielsweise darum geht, der großen Hochzeitsgesellschaft ein Fotobuch von diesem einmaligen Ereignis schenken zu wollen. Für noch höhere Auflagen ist die Magazinform überaus interessant. Absolute Edelvarianten sind das Schraubalbum sowie das in Leder oder Leinen gebundene Buch. Hierfür muss man natürlich tiefer in die Tasche greifen – das lohnt sich aber.

Für welches Format man sich entscheidet, ist stark davon abhängig, welche Art von Aufnahmen man unterbringen möchte. Sind es vorrangig querformatige Landschaftsaufnahmen oder Panoramen, so wird man wohl kaum das Hochformat wählen – außer man platziert seine Aufnahmen über die Doppelseite. Hochformatbücher sind übrigens in der Naturfotografie unüblich, da der Schwerpunkt der Naturfotografen im Querformat liegt. Der Reiz des Hochformates besteht in der Kombination von quer- und hochformatigen Aufnahmen – das macht diese Bücher sehr lebendig. Aber auch das quadratische Format ist eine absolut interessante Variante. Es ist die erste Wahl für Mittelformatfotografen, deren Bilder im 6×6- oder 6×7- Format daher kommen und auch für Fotografen, deren Bilder eine große Formatvielfalt aufweisen. Auch, wenn ein Bild mehr als 1.000 Worte sagt, so kommt man oftmals um die Beschriftung nicht umhin. Bei der Auswahl des Buchformates ist das zu bedenken, denn eine Beschriftung ist nicht möglich, wenn die Aufnahmen die gesamte Seite ausfüllen.

Fotobuch selbstgemacht 05 / 2012

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