Fotobuch - Landkarten sind nicht nur eine hübsche Illustration

CEWE Fotobuch - Landkarten
Wenn einer eine Reise tut, dann hat er was in Form von Bildern zu erzählen. Immer mehr Verbraucher erkennen für sich die Vorteile des selbstgestalteten Fotobuches. Eine Landkarte ist eine sinnvolle und empfehlenswerte Ergänzung – erst recht dann, wenn man den Urlaub nicht nur an einem Ort gemacht hat, sondern eine Rundreise. Landkarten helfen, dass man selbst, aber auch all jene, die das Reisefotobuch in die Hände bekommen, einen Überblick zu bekommen und das Gezeigte besser einzuordnen zu können. Außerdem sind Landkarten eine tolle Illustration. Obwohl immer mehr Reisefotobücher erstellt werden und der Bedarf nach Landkarten dementsprechend groß ist, ist es gar nicht so einfach, fürs Fotobuch verwendbare Karten zu finden. Sie müssen nämlich in druckfähiger Auflösung vorliegen. Wie so oft im Leben kann man zwischen verschiedenen Optionen wählen.

1.) Direkt im Fotobuchprogramm

Die einfachste Variante ist die Einbindung der Landkarte direkt im Fotobuchprogramm. Diese Möglichkeit wird jedoch nur von den wenigsten Fotobuchdienstleistern geboten. Sehr bequem, aber kostenpflichtig ist es CEWE – die Investition lohnt sich jedoch. Per Button kann direkt in der Software ein Karteneditor geöffnet werden. Darin muss nur der Ort oder die Region gesucht und ein Darstellungsstil gewählt werden. Einer ist eher an typischen Stadtplänen orientiert, der andere eher an Landkarten. Mit einem Klick kann die Karte in das Reisefotobuch übertragen werden. Verändert man dort allerdings die Größe, muss man aufs Neue in den Karteneditor, da die Landkarte immer für die jeweilige Bildbox optimiert heruntergeladen wird.

Landkarten Fotobuch openstreetmap
Ansonsten ist das Einbinden von Karten im Fotobucheditor rar gesät. Manchmal lassen sich vorgefertigte Karten über ClipArts oder Hintergründe nachladen. Ansonsten man muss sich außerhalb des Programm umschauen.

2) Andere (Fotobuch)-Software

Auch einige andere Programme im Bereich der Foto(buch)bearbeitung ermöglichen das bequeme Einbinden von Karten. Nutzer eines Apple-Computers etwa bekommen das Programm iPhoto kostenlos mitgeliefert. In ihm lassen sich bei der Erstellung eines Fotobuches über die Layoutvorlagen auch Karten auswählen. Diese können übrigens auch exportiert werden, so dass das Werk nicht zwingend über Apple bestellt werden muss.

Auf dem PC leistet Ähnliches das Bildverwaltungs- und Optimierungsprogramm Lightroom. Dort gibt es ein spezielles Modul „Karte“. Wer seinen Fotos den Aufnahmeort zugewiesen hat, kann sie sich automatisch auf der Karte anzeigen lassen. Allerdings gibt es keine Export-Funktion für die Kartenansicht. Da hilft nur ein Screenshot, der wiederum im Buch nur klein oder mit Abstrichen bei der Qualität abgebildet werden kann.

3) Aus dem Internet

Die beste Fundgrube für Karten ist das Internet. Die bekannteste Quelle ist Google Maps. Allerdings haben Karten von dort das Problem einer zu geringen Auflösung. Bei einer Bildschirmauflösung von 1.280 × 800 Pixel können Screenshots nur in einer Größe bis rund 11 cm an der längsten Kante im Fotobuch verwendet werden (mit der für den Druck idealen Auflösung von 300 dpi). Höhere Auflösungen müssen durch Montage erreicht werden. Das ist jedoch recht aufwendig, denn dazu muss man sich zunächst ausrechnen, wie viele Screenshots für die gewünschte Darstellungsgröße gebraucht werden. Anschließend erstellt man die Screenshots und muss sie schließlich noch in einem Bildbearbeitungsprogramm zu einem einzigen Bild montieren. Das macht nicht nur viel Arbeit, sondern kann auch sehr dilettantisch aussehen.

Landkarten Fotobuch Selbsterstellt
Viel einfacher geht es beim kostenlos zugänglichen Karten-Projekt OpenStreetMap (OSM). Dort gibt es bei Karten den Button „Teilen“, über den man den Kartenausschnitt herunterladen kann. Wird die Karte als PDF exportiert, kann sie in Bildbearbeitungsprogrammen, wie Photoshop oder der kostenlosen Alternative GIMP, durch Angabe von 300 dpi als Auflösung druckfähig importiert werden. Außerdem können bei OSM sogar Rohdaten für Karten heruntergeladen werden.

Eine weitere Anlaufstelle für Karten jedweder Art ist Maps of Net. Der Vorteil dieser Website ist, dass dort Karten verschiedenster Art zu finden sind, zum Beispiel auch historische oder Klimakarten.

Eine ähnliche Alternative finden Sie an der Universität von Texas in der Perry-Castañeda Library Map Collection (Link: http://www.lib.utexas.edu/maps/).

4) Selbst scannen

Wer einen Scanner oder ein Multifunktionsgerät und die entsprechende Karte als physikalische Version besitzt, kann sich auch ans Scannen machen. Das ist jedoch in wenigen Fällen eine bequeme Lösung. Faltkarten lassen sich oft nur schwer auf dem Scanner platzieren, es dauert länger und ist mühsamer sie einzuscannen, als sie über einen der anderen vorstellten Wege zu besorgen.

5) Selbst zeichnen

Dies gilt auch für eine weitere Möglichkeit: Das eigene Erstellen beziehungsweise Modifizieren einer Karte. Frei aus der Hand dürfte das für alle, die im Zeichnen keine Eins hatten, schwierig werden. Mithilfe moderner Computertechnik fällt es aber leichter: Sowohl auf Tablets, wie dem iPad, als auch auf dem Computer gibt es Zeichen- und Bildbearbeitungsprogramme, wie etwa Photoshop Elements, in denen man mit mehreren Ebenen arbeiten kann. So kann man sich auf die unterste eine Kartenvorlage legen und diese auf einer Ebene darüber nachzeichnen. Diese Methode ist zwar mühsam, hat aber den Vorteil, dass man seiner Karte einen eigenen Touch geben und nur das Wichtigste für die jeweilige Reise darstellen kann. Die Methode ist auch geeignet, um bereits vorhandene Karten mit der eigenen Reiseroute aufzupeppen.

Fotobuch selbstgemacht 06 / 2014

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