Fotobücher - Berührungsängste sind fehl am Platz

Wer fotografiert und bislang noch kein eigenes Fotobuch erstellt hat, der hat wirklich etwas verpasst und sollte das schnellstens nachholen. Es ist ein absolut tolles Gefühl, sein eigenes Fotobuch in den Händen zu halten. Stolz umgibt einen – „Mein erstes eigenes Buch“, da verblasst quasi jedes Display vor Neid. Wer meint, seine Aufnahmen sind für ein Fotobuch nicht gut genug, der irrt – jede Aufnahme verdient es, in einem Fotobuch verankert zu werden. Hinzu kommt, dass Fotografien auch erst dann richtig an Wirkung gewinnen, wenn sie auf Papier ausgegeben werden. Und nicht zu vergessen das Bilderlebnis. Dies ist nicht nur anders, sondern auch sehr viel größer. Interessant in diesem Zusammenhang ist übrigens die Tatsache, dass Bilder auf Papier, einem länger im Gedächtnis bleiben als jene, die man ausschließlich auf dem Display betrachtet. Fotobücher eignen sich übrigens auch bestens dazu, seine Bilddaten zu archivieren. Aber nicht nur das – Fotobücher sind äußerst beliebte Geschenke. Dies verwundert nicht, denn persönlicher kann es quasi nicht mehr gehen.

Verbraucher haben je nach Fotoservice-Anbieter die Alternative zwischen Online- (also verbunden) und Offline-(nicht verbunden) Modus wählen zu können. Wir bevorzugen den Offline-Modus. Nicht überall liegt Verbindungsstabilität vor, was bei einem Verbindungsabbruch gegebenenfalls dazu führen kann, dass alles verloren ist. Auch, wenn das Fotobuch quasi im Kasten fertig gestaltet ist, so hat man, je nach Fotoservice-Anbieter, die Option, über das Kabelnetz die Bilddaten an ihn zu senden oder aber im Fotohandel die Daten-CD mit dem Fotobuch abzugeben. Was besser ist, hängt von der eigenen technischen Performance ab.

Berührungsängste vor der Fotobuchsoftware muss man wahrlich keine haben. Die selbsterklärende Fotobuchsoftware kann über die Portale der Fotoservice-Anbieter heruntergeladen werden. Es wird ganz genau erklärt, wie man vorzugehen hat und da kann wirklich nichts schiefgehen. Selbst Verbraucher, die nur gelegentlich an ihrem Rechner sitzen und über minimale PC-Erfahrungen verfügen, kommen mit dem Download, aber auch mit der Bedienung der Fotobuchsoftware spielend zurecht. Nachdem die Software installiert ist, kann es schon losgehen.

Fotobücher - Berührungsängste sind fehl am Platz
© Blende, Selina Benz, Anne Broßmann
Für Einsteiger in die Materie empfiehlt es sich, einfach einmal die verschiedenen Möglichkeiten, die die Fotobuchsoftware zu bieten hat, auszuprobieren. Zum einen lernt man dadurch quasi nebenbei die Software kennen, aber man bekommt auch eigene Ideen für sein Fotobuch. So kann man mal mit den Hintergründen ebenso spielen wie mit den Rahmen, den Proportionen, den unterschiedlichsten Schattierungen, dem Vergrößern und Verschieben von Bildern oder beispielsweise mit den Schriftarten, die einem vom Namen her oftmals nicht so viel sagen. Zu beobachten ist übrigens, dass aufgrund der vielen Optionen mit diversen Hintergründen, Schriften und CO Verbraucher gerne dazu neigen, jede Fotobuchseite mit einem anderen Hintergrund zu versehen und zudem auch noch mit den Schriftarten und Größen auf einer Buchseite mehrfach variieren. Zunächst mag das auch klasse wirken – auf dem zweiten Blick ist dem aber nicht so. Wenn jede einzelne Fotobuchseite mit einem anderen Hintergrund gestaltet ist, kommt das Auge beim Betrachten nicht zur Ruhe und nimmt die Bilder nicht mehr war. Die Devise kann nur lauten: Weniger ist mehr. Hintergründe sowie Rahmen, und darauf ist zu achten, sollten die Bildaussage stärken und nicht herabsetzen. Selbst bei großem Vorstellungsvermögen sollte man mit den Optionen spielen – es lohnt sich und man erhält ganz neue und tolle Erkenntnisse.

Bevor es losgeht, muss man sich für ein Fotobuchformat entscheiden. Diese reichen von klein – für jede Jackentasche geeignet – bis hin zu XXL, also riesengroß. Vom gewählten Format ist auch der Einband abhängig, denn nicht jedes Format wird in jedem Einband angeboten. So unterscheidet man beim Einband zwischen Hard- und Softcover. Ersteres ist äußerst stabil, was an einer stabilen Pappe liegt die mit Materialien wie Papier, Leinen bis hin zu Leder kaschiert ist. Hardcover-Fotobücher wirken hochwertiger als Softcover. Auch hinsichtlich der Bindung gibt es Unterschiede. Wer es klassisch mag, der greift auf die genähte Bindung zurück. Der große Vorteil dieser Bindung ist, dass sie eine sehr lange Lebensdauer hat und sich die Fotobuchseiten wunderbar aufschlagen lassen. Deutlich günstiger, dafür aber auch über einen längeren Zeitraum nicht so haltbar, ist die sogenannte Klebebindung mit Heißleim oder PUR-Leim, letzterer soll haltbarer sein. Empfehlenswert ist auch die Leporello-Bindung. Sie gestattet es, Doppelseiten völlig flach aufzuklappen. Das Tolle ist, dass jede Doppelseite als Einheit gestaltet werden kann, ohne dass man darauf achten muss, ob eine Aufnahme über den Bund reicht. Die Ringbindung kommt bei Fotobüchern ebenso zum Einsatz wie die Heftbindung mit Metallklammern. Wer sich die unterschiedlichen Formate, Einbände oder Bindungen trotz ausführlicher Beschreibungen auf den Homepages der Fotoservice-Anbieter nicht vorstellen kann, der geht einfach in ein Foto- oder Drogeriegeschäft und schaut sich die Musterauslagen an – das vereinfacht den Entscheidungsprozess.

Wenn es ganz schnell gehen soll mit dem eignen Fotobuch, dann ist das auch kein Problem, denn jede Fotobuch-Software verfügt über einen Menüpunkt, der die Gestaltung des Fotobuchs übernimmt.

Fotobuch selbstgemacht 09 / 2013

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1 Kommentare

Ja, Fotobücher sind der Hit. Ich habe Dutzende davon ohne die, die ich schon verschenkt habe. Ich habe viele Firmen ausprobiert und bin schließlich in einem bekannten Drogeriemarkt gelandet. Wenn man viel fotografiert und Bücher herstellt ist Softcover preiswerter. Die Buga 2011 in Koblenz habe ich in fast zwanzig Büchern festgehalten. Einfach ein Highlight!

von Brigitte Loosen
11. September 2013, 14:29:11 Uhr

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