Im Sauseschritt zum Fotobuch: So geht´s

Fotobücher liegen voll im Trend, wenn wer einmal die Vorzüge eines selbstgestalteten Fotobuches für sich erkannt hat, bleibt diesem Produkt treu. Es gibt immer noch zahlreiche Personen, die sich bisher scheuten, sich dem Thema selbstgestaltete Fotobücher zu stellen. Begründet wird dies in erster Linie damit, dass es viel Zeit verschlingen würde. Dem ist aber nicht so – wobei es mit der Zeit natürlich relativ ist. Länger als fünf Minuten dauert die Erstellung schon. Mit geschicktem Vorgehen und etwas Übung kann man binnen ein bis zwei Stunden ein schönes Fotobuch selbst gestalten. Nachstehend sieben Tipps zur Zeitersparnis:

  1. Zeitspartipps Fotobuch - Bildsortierung
    Fotos gut vorbereiten
    Das schnell erstellte Fotobuch beginnt schon bei der Aufnahme: Wer bei Hintergründen und Details schon mitdenkt, muss nachher bei der Seitengestaltung nicht lange in den Vorlagen der Anbieter suchen. Auch das Aufnehmen wichtiger Motive sowohl im Quer- als auch im Hochformat hilft, da man dann beim Layout flexibler ist.

    Sobald das Fotografieren abgeschlossen ist und die Bilder auf den Rechner geladen sind, empfiehlt sich eine Vorsortierung der Aufnahmen für das Fotobuch. Ungesichtet alle Aufnahmen in die Fotobuchsoftware zu laden, ist wenig sinnvoll, da die meisten Programme nur sehr kleine Vorschauen zeigen. Darauf kann man kaum die geeigneten Bilder erkennen. Einige Anbieter haben das Problem erkannt und bieten zusätzlich zum eigentlich Gestaltungsprogramm einen Bildbetrachter, in denen man seine Fotos sogar mit Sternen bewerten kann. Das ist sehr empfehlenswert, da man dann sehr schnell bei der Buchgestaltung die besten Aufnahmen zur Hand hat.

  2. Zeitspartipps Fotobuch - Assistent
    Assistenten für sich arbeiten lassen
    Der schnellste Weg zum selbstgestalteten Fotobuch führt über einen Layoutvorschlag. Die meisten Fotobuchprogramme bieten integrierte Assistenten, die einen durch alle Schritte der Bucherstellung führen. Das ist nicht nur schnell, sondern gewährleistet auch, dass man nichts vergisst. Selbst wenn einem das durch den Assistenten erstellte Layout nicht 100-prozentig gefällt, ist die Kombination aus Layoutvorschlag und eigenen Anpassungen meist immer noch deutlich schneller als eine komplett eigene Gestaltung von Grund auf. Einzig wenn ein Layoutvorschlag so gut wie unbrauchbar ist – was bei unseren Tests nie der Fall war -, ist es besser, doch selbst von Grund auf zu starten.

  3. Zeitspartipps Fotobuch - Layoutvorlagen
    Layoutschablonen einsetzen
    Auch wer den Assistenten nicht nutzen kann oder möchte oder wer dessen Vorschläge anpassen will, kann bei der Gestaltung Zeit sparen: Fast jede Software stellt Layoutvorlagen zur Verfügung, die man einfach nur auf die Seite ziehen muss, um sie anzuwenden. Auch hier gilt wieder: Selbst, wenn einem die Vorlage nicht 100-prozentig gefällt, ist es in der Regel immer noch schneller, sie anzupassen, statt alle Bild- und Textboxen manuell anzulegen.

  4. Gute angepasste Layouts als Layoutvorlage speichern und einsetzen
    Wer die Layoutvorschläge der Software den eigenen Bildern und Bedürfnissen anpasst, findet oft gute Gestaltungen, die sich auch für die weiteren Seiten eigenen. Am besten speichert man diese als eigene Layoutvorlage ab, dann geht es beim nächsten Mal schon deutlich schneller. Allerdings bieten leider nicht alle Anbieterprogramme diese Möglichkeit. Als Notlösung kann man zumindest bei den meisten Programmen (Doppel)seiten kopieren. Tauscht man dann die Bilder aus, ist man fast so schnell wie mit einer Layoutvorlage. Allerdings kann man auf diese Weise leider die Vorlagen nicht buchübergreifend kopieren. Auch dafür gibt es eine Notlösung: Man erstellt das nächste Fotobuch einfach auf Basis des vorhergehenden. Es muss dazu nur geöffnet und unter neuem Namen gespeichert werden.

  5. Gestaltung vor dem Kopieren ausarbeiten
    Wer selbst an der Gestaltung von Seiten feilt, sollte vor dem Kopieren oder Abspeichern als Layoutvorlage auch Feinarbeiten wie etwa das Ausrichten oder die Abstimmung der Größen verschiedener Objekte vornehmen. Macht man das nämlich erst während der Schlusskorrektur, muss man diese zeitaufwändigen Arbeiten nämlich auf jeder Seite neu erledigen und profitiert viel weniger von den Vorlagen beziehungsweise dem Kopieren.

  6. Bei Verwendung von Text: Vorab die Formatierung planen
    Text ist eine tolle Ergänzung für ein Fotobuch, kann aber sehr viel Arbeit machen – und zwar nicht nur beim Schreiben, sondern auch bei der Gestaltung. Die wenigsten Fotobuchprogramme sind nämlich darauf ausgelegt, seitenübergreifend eine einheitliche Textgestaltung zu ermöglichen. Deshalb überlegt man sich am besten schon zu Beginn des Werkes, wie man den Text formatieren möchte. Am besten probiert man das auf ein oder zwei Seiten aus, welche Schriftart, -farbe und -größe am besten zu den jeweiligen Bildern passt – und schläft notfalls eine Nacht darüber. Sobald man nämlich mehrere Textboxen in einem Stil gestaltet hat, wird es bei den meisten Programmen sehr zeitraubend bei allen noch mal Änderungen vorzunehmen. Nur bei einigen wenigen Anbietern ist es nämlich möglich, Formatvorlagen zu verwenden oder gar alle Texte an einer einzigen Stelle im Buch anzupassen. Oft sind die entsprechenden Funktionen auch noch recht gut versteckt. Machen Sie sich am besten im Hilfebereich des jeweiligen Anbieters schlau.

  7. Ins Fotobuch-Programm einarbeiten
    Wer die Möglichkeiten der Fotobuch-Software kennt und sicher einsetzen kann, ist schneller bei der Bucherstellung. Vor allem, wenn man häufiger Fotobücher gestaltet, lohnt es sich, sich in die Programme einzuarbeiten. Der Aufwand rentiert sich nämlich dann schnell. Viele Anbieter stellen dazu Hilfe-Videos oder gar Handbücher bereit. Das nächste Fotobuch geht dann umso schneller von der Hand und macht noch mehr Spaß.

Fotobuch selbstgemacht 09 / 2014

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2 Kommentare

Hallo, die Wichtigkeit der Schlusskorrektur kann ich nur unterstreichen - ist einfach zu ärgerlich, wenn man das teure Buch zurück bekommt und schon auf den ersten Seiten einen Tippfehler entdeckt. Es gibt aber auch noch einige weitere zu beachtende Aspekte. Zur Schlusskorrektur gibt es hier übrigens hier im Portal auch einen ausführlichen Artikel mit Checkliste: http://www.prophoto-online.de/fotobuch-selbstgemacht/fotobuch-schlusskorrektur-mehr-als-empfehlenswert-10007953 Hilft vielleicht dem einen oder anderen auch noch weiter! Viele Grüße Petra Vogt

von Petra Vogt (Fotolotsin)
06. November 2014, 11:33:45 Uhr

Ein proffessionell aussehendes FotoBuch zu basteln ist eine lohnende aber sehr zeitaufwendige Arbeit. Vor allem liegen die mitgebrachten Urlaubsfotos nicht auf irgend einer Festplatte und versperren dort wertvollen Speichplatz. Hat man sie erst mal als Buch zusammengestellt, ist es einfach, für Oma u. Opa ein eigenes Erinnerungsexemplar auszudrucken. Die Fotos gewinnen ungemein an Wert, da man sie in einem Buch einfach öfter anschaut und sie auch gerne von Freunden bewundern lässt. Wichtig! Beigefügte Texte genau prüfen. Am Bildschirm findet man den FehlerTeufel nur schwer.

von welvos
26. September 2014, 11:04:43 Uhr

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