Größenwechsel bei Fotobüchern: Aus groß wird klein - Formatwechsel leichtgemacht

Größenwechsel bei Fotobüchern: Aus groß wird klein - Formatwechsel leichtgemacht
Selbstgestaltete Fotobücher liegen voll im Trend. Bei fast allen Fotobuch-Services muss man sich zu Beginn der Buchgestaltung auf eine Größe festlegen. Was aber tun, wenn man sich noch nicht ganz sicher ist oder gleich unterschiedliche Formate mit den gleichen Bildern ordern möchte? Unterschiedliche Fotobuchformate sind zum Beispiel bei Hochzeiten sehr beliebt, wenn etwa die Brauteltern einen großen Bildband erhalten sollen und die lieben Gäste ein kleineres und preiswerteres Format.

Praktischerweise bieten einige Bilddienstleister dafür eine Lösung. Das Zauberwort lautet „Formatwechsel“. Manche Fotoservices bieten ganz bequem nach einer Bestellung auch das Ordern von anderen Formaten an, ohne dass man selbst noch mal den Editor öffnen muss. Allerdings ist das eher die Ausnahme. Bei den meisten muss man ins Gestaltungsprogramm gehen und eine Kopie des Buchprojektes mit anderem Format anlegen. Immerhin muss man in der Regel das Layout nicht komplett neu beginnen, sondern kann seine bisherige Gestaltung automatisch vom Programm in ein anderes Produkt umsetzen lassen. Bei manchen Anbietern versteckt sich diese Funktion in der Menüleiste unter Begriffen wie „Umwandeln“. Bei anderen, wie CEWE, ist sie zugänglich, sobald man auf den Button „Buchtyp“ oberhalb des „In den Warenkorb“-Buttons klickt (siehe Abbildung).

Konvertierung - CEWE

Wechsel nur innerhalb des gleichen Formates

Bei den meisten Anbietern steht für die Umwandlung nicht das komplette Produktspektrum bereit, sondern nur gleiche Formate, also Buchtypen mit einem gleichen oder mindestens fast gleichen Seitenverhältnis. Eine Buchgestaltung für ein 20 × 20 cm-Produkt – also einem Seitenverhältnis von 1:1 – lässt sich zum Beispiel nur in eines mit 30 × 30 cm oder 10 × 10 cm – beide ebenfalls im Seitenverhältnis 1:1 – umwandeln. Dies hat seinen Grund darin, dass so das Layout erhalten werden kann.

Konvertierung - Fotokasten
Bietet ein Anbieter auch die Umsetzung in andere Seitenverhältnisse an, dann muss entschieden werden, wie die Bilder auf einer Seite neu verteilt werden sollen. Manche Fotoservices, wie FujiDirekt, bieten dazu verschiedene vorgegebene Optionen: So kann etwa wahlweise die Größe der Bilder angepasst werden oder sie wird beibehalten und einfach der Weißraum rundum vergrößert (siehe Abbildung).

Meist muss man mehrere Varianten ausprobieren, um herauszufinden, welche für das eigene Projekt am besten geeignet ist. Gut zu wissen ist, dass es bei vielen Programmen möglich ist, den Formatwechsel rückgängig zu machen. Ob das eigene Wunschprogramm dazu zählt, sollte man erst nach dem Abspeichern des ursprünglichen Layouts oder an einem Testbuch ausprobieren.

Mögliche Probleme: Schriften und Auflösung

In der Regel funktioniert die automatische Umwandlung in andere Größen sehr gut. Was jedoch von nicht allen Fotobuchprogrammen optimal gelöst wird, ist die Umsetzung von Textboxen. Einige Programme erhalten sie in der ursprünglichen Größe und dann wirkt der Text von Überschriften meist deutlich zu groß oder zu klein (siehe Abbildung). Hier ist händische Nacharbeit angesagt. Wer dagegen viel Lesetext in seinem selbstgestalteten Fotobuch hat, ist mit einer fixen Schriftgröße dagegen oft gar nicht schlecht bedient, denn dafür ist sowieso eine Größe von 10 bis 12 Punkt empfehlenswert – unabhängig von der Buchgröße.

Textproblem

Neben der Schrift sollte nach der Umwandlung auch noch kontrolliert werden, ob die Auflösung der Aufnahmen noch ausreichend ist. Vor allem, wer sein Layout in ein größeres Format umwandelt, kann unter Umständen Probleme bekommen, wenn die Aufnahmen schon vorher nur gerade so ausgereicht haben. Praktischerweise zeigen die allermeisten Fotobuch-Programme in solchen Fällen Warnhinweise. Dann hilft nur ein Verkleinern der Bildbox oder ein Austausch des Fotos.

Fotobuch selbstgemacht 05 / 2015

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2 Kommentare

Danke für den hilfreichen Kommentar! Zur Ergänzung sei gesagt, dass hinter den verschiedenen Produktlinien unterschiedliche Herstellungsverfahren stehen. Bücher mit Leporello-Bindung sind (wie in der genannten Rossmann-Premium-Linie) in der Regel auf echtes Fotopapier ausbelichtet - so wie Abzüge. Die besondere Papierstärke entsteht durch die Verklebung Rücken an Rücken. Echtfotopapier kann nämlich noch nicht von beiden Seiten bedruckt (bzw. korrekterweise belichtet) werden. Viele Kunden schätzen gerade den wertigen Griff der stärkeren Seiten und dass es nicht zu einem Bildverlust in der Doppelseitenmitte kommt. Aber für sehr umfangreiche Bücher müssen es dünnere Seiten sein. Die werden im Digitaldruck hergestellt. Wir werden uns demnächst des Themas mal in einem ausführlicheren Artikel annehmen und die Vor- und Nachteil der Verfahren vorstellen.

von Prophoto-Team
07. Mai 2015, 16:24:42 Uhr

Der Beitrag enthält wichtige und richtige Hinweise. Gerade bei der Wahl der Schriftgröße habe ich Lehrgeld bezahlen müssen. Außerdem kam es zu falschen Worttrennungen, die beim Erstellen des Textes nicht erkennbar waren und deren Fehlformatierung erst im Vorschaumodus sichtbar georden wären. Wichtig ist bei der Wahl des Formats bei bestimmten Anbietern die Vorauswahl der Qualitätsstufe. So ist z.B. bei Rossmann das Format 30 x 30 cm nicht unter "Standard", sondern nur unter "Premium" wählbar. Dabei wird allerdings die Leporellobindung angewandt, bei der zwar zwischen rechter und linker Seite kein Bildverlust auftritt (Vorteil), aber das Blatt doppelt so dick wird, so dass das Papier Kartonstärke erreicht (Nachteil). Leider wird hierauf nicht hingewiesen, obwohl sich die Haptik erheblich verändert: Durchblättern ist kaum noch möglich. Mir hat bei diesem Problem nur ein Wechsel des Anbieters geholfen, der bei 30 x 30 cm - Format beidseitig bedrucktes Papier mit üblicher Buchbindung anbietet.

von Hartwig Schuchart
06. Mai 2015, 11:27:43 Uhr

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