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Die Kunst der Architekturfotografie

Häuser fotografieren, heißt sehen lernen. Den roten Faden im Chaos zu entdecken und für die Aufnahme nutzen, darauf kommt es in der Architekturfotografie an. Mit der Neuerscheinung „Die Kunst der Architekturfotografie“ legt der Buchautor Martin Timm ein umfassendes Werk zur Architekturfotografie in Theorie und Praxis vor. Er vertieft sich ins Handwerkliche und Gestalterische – versteht dies aber nur als notwendige Basis. Anhand zahlreicher Bildbeispiele, theoretischer Überlegungen und praktischer Hinweise öffnet er einen weitgefassten Bogen: die Einheit des klassischen Kennens und Könnens mit der modernen Psychologie des Sehens, der Geschichte des Bauens und der „Bautenbilder“. Das Ziel des Buchautoren ist komplex, aber auch genauso einfach: den künstlerischen Quell einer neuen Sichtweise und einer Bildsprache wecken, die nur dem Fotografen gehört. Martin Timm geht es um mehr als nur um einfach schöne Aufnahmen von Häusern. Sein Anliegen ist es, dass der Fotograf in einen möglichst authentischen dialogischen Prozess mit dem gebauten Objekt vor die Kamera tritt. Die Ansätze und Wege zu überzeugenden Architekturaufnahmen, die der Buchautor aufgreift, sind für den Hobby- und Profifotografen sowie Architekten ebenso interessant und lehrreich wie für Studierende der Foto- und Baukunst. Das Martin Timm mit Lao-tse beginnt und bei brennender Architektur endet, zeigt den umfassenden Bogen den er spannt. Den Leser erwarten die Kapitel: Häuser im Bild, Der kompositorische Schlüssel, Mittler zwischen dem Hier und Da, Fototechnische Basics, Bildqualität und HD-Zauber, Recht haben und Recht bekommen und Genres. Addison-Wesley Verlag, 270 Seiten, vierfarbig, gebunden, ISBN 978-3-8273-2904-2, € 49,80 (D), € 51,20 (A).

Fotobücher 02 / 2010

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