Eugéne Vernier – Fashion, Femininity & Form

Wegbereiter moderner Modefotografie

Eugéne Vernier – Fashion, Femininity & Form
Eugène „Gene“ Vernier, 1920 als Egon Bertram Werner in Südfrankreich geboren, arbeitete zwischen 1954 und 1967 in London als Fotograf für die Vogue UK und kreierte in dieser Zeit eine bis dahin völlig neue Art der Modefotografie. Die Mode interessierte ihn weniger als Kult, sondern vielmehr als Teil einer Bildkomposition, als Zusammenspiel zwischen Model, Kleidern, Zeit und Ort. Seine Aufnahmeorte wählte Eugène Vernier mit Bedacht. Im Auftrag des Modemagazins reiste er um die Welt. Seine bekanntesten Bilder entstanden in Südfrankreich, Israel, Florida und auf den Bermudas. Seine Models wirken entspannt, strahlen Leichtigkeit und Lebensfreude aus – sie scheinen das Vorstellen der Kleider ganz offensichtlich zu genießen. Sich selbst sah Vernier eher als Handwerker im Dienste der Modefotografie, der versuchte, nicht nur einfach zu fotografieren, sondern auch das Hintergründige zum Vorschein zu bringen und das jeweils Beste zu zeigen. Kurz vor seinem Tod im Dezember 2011 stellte Vernier persönlich mehr als 100 seiner berühmten Fotografien für einen Bildband zusammen. Der Vogue-Experte Robin Muir und die Modehistorikerin Becky E. Conekin gehen in ihren Texten auf die Rolle des Fotografen in der Modewelt ein. Der mit englischen Texten versehene Bildband gibt Einblick in das bahnbrechende Schaffen eines Fotokünstlers, der es wie kaum ein anderer verstand, Frauen und die von ihnen präsentierten Kreationen in (die) Szene zu setzen – im wahrsten Sinne des Wortes.

München, Hirmer Verlag, Eugène Vernier – Fashion, Femininity & Form, Texte in englischer Sprache, 220 Seiten, Format 11,5 × 28 cm mit 115 Fotografien, ISBN 978-3-7774-5151-0, € 49,90

Fotobücher 10 / 2012

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