Handbuch der Vogelfotografie

Handbuch der Vogelfotografie
Markus Varesvuo, Jari Peltomäcki und Bence Máté – drei Fotografen mit dem Spezialgebiet der Vogelfotografie haben sich zusammengeschlossen für dieses Handbuch der Vogelfotografie. Der Leser profitiert von den ungleichen Stärken, Ansichten sowie Spezialgebieten und dass sich die Autoren in ihrem Stil sowie in der Art, wie sie fotografieren, voneinander unterscheiden. Wie die Autoren in der Einleitung ausführen, haben sie bei ihren gemeinsamen Fototouren festgestellt, dass ihre zeitgleich fotografierten Bilder vom selben Motiv überraschend stark voneinander abweichen können, wenn sie mit unterschiedlichen Denkansätzen aufgenommen wurden. Mit dem Handbuch der Vogelfotografie möchten die Autoren Fotografen ermuntern, ihren eigenen Weg für die Vogelfotografie einzuschlagen. Wie der Titel „Handbuch der Vogelfotografie“ schon zum Ausdruck bringt, geht es den drei Autoren um die Vermittlung ihrer Erfahrungen und diese praxisnah wiederzugeben. Die Themen sind nach den Stärken der Autoren aufgeteilt. Daraus ergibt sich ein Handbuch als umfassender Ratgeber aus der Welt der Naturfotografie. Wichtig ist den Autoren auch das Seherlebnis, weshalb die Fotografien einen sehr großen Raum einnehmen. Das Glücksgefühlt, das die Autoren bei ihren Streifzügen begleitet, spiegelt sich in der Publikation ebenso wider wie die Begeisterung und der Spaß an der Vogelfotografie. Als erfahrene Vogelfotografen – und das macht die Autoren noch sympathischer – geben sie zu, dass sie sich immer noch auf dem Weg zum perfekten Vogelfoto befinden.

Der Leser erfährt alles über:

  • Die Ausrüstung eines Vogelfotografen
  • Technik der Fotografie: Belichtung, Fokussierung, Darstellen und Einfrieren von Bewegung
  • Die Arbeit im Gelände: Verhalten der Vögel, Tarnmöglichkeiten, Anlocken
  • Licht, Komposition, Bildausschnitte
  • Besondere Orte für Vogelfotografie
  • Präsentieren und Vermarkten der Bilder

Dieses Handbuch ist für Amateurfotografen vom Einsteiger bis hin zum ambitionierten, für Naturfotografen, aber auch Ornithologen gedacht.

dpunkt Verlag, 354 Seiten, vierfarbig, gebunden, ISBN 978-3-86490-035-8, € 44,90 (D), Euro 46,20 (A).

Fotobücher 07 / 2013

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1 Kommentare

Angefangen mit der Vogelfotografie habe ich ursprünglich, um die allzu mobilen Tierchen zu Hause in Ruhe bestimmen zu können. Sehr schnell entwickelte sich daraus dann der Ehrgeiz auch ästhetisch schöne Bilder zu aufzunehmen und seltene Arten vor die Linse zu bekommen. Wer mit der Kamera auf Vogelbeobachtung geht, kennt vielleicht dieses Phänomen, die Kamera nicht loslassen zu wollen, um immer noch schönere Schnappschüsse zu machen. Im Handbuch der Vogelfotografie findet man viele Anregungen, diesen Ehrgeiz immer weiter auszuleben. Das beginnt - ganz allgemein - mit Informationen darüber, wann und wo sich Vögel in ihrer artentypischen Verhaltensweise am Besten fotografieren lassen. Dass die Autoren aus Finnland kommen, merkt man zu Beginn an den eher skandinavisch ausgelegten Schauplätzen. Wer mit dem Gedanken spielt, sich eine Spiegelreflexkamera zu kaufen, erhält ausführliche Auskünfte darüber, worauf es bei einer Neuanschaffung ankommt. Neben wunderschönen Fotografien, für die allein es sich lohnt, dieses Buch in die Hand zu nehmen, bekommt der Leser vielfältige Anstöße, Ideen, Tricks und Tipps, wie sich der Traum vom perfekten Bild realisieren lässt. Dabei geht es weniger darum, das vollkommene Vogelporträt zu erhalten, sondern darum, den Ausdruck von Lebendigkeit und Mannigfaltigkeit in der Bewegung unzähliger Vogelarten im Bild festzuhalten - Hingucker zu produzieren, die das Auge fesseln. Mögliche Techniken und Ausstattungen werden mit den verschiedenen Lebenszyklen der Vögel verknüpft und eine große Anzahl von Arten in unterschiedlichen geografischen Breiten dargestellt. Wen die Vogelfotografie als Einsteiger interessiert oder wer die Qualität seiner Motive immer weiter verfeinern will, der kann sich mit diesem Buch über so manchen Regentag hinweg helfen und dabei neue Pläne für die die nächste Exkursion schmieden.

von Dorothea Koch
01. September 2013, 23:57:52 Uhr

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