Meine schönsten Enthüllungen

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Der Art Fotograf Klaus Ender wird zu Recht als Poet unter den Aktfotografen bezeichnet. Seine Bilder sind feinfühlig, distanziert und ästhetisch bis ins Detail. Der Akt ist für ihn die Krone aller fotografischen Genres. Er nutzt Accessoires nur sparsam – er baut auf die Natur und fügt den Frauenkörper harmonisch in diese ein. In seinem Buch vermittelt Klaus Ender anhand von 260 Bildern in klassischem Schwarzweiß und fünf Kurzgeschichten persönliche Einblicke in seine Arbeit. Klaus Ender hat sich in fünf Jahrzehnten keinem Zeitgeist untergeordnet, er hat seine Auffassung umgesetzt und poesievolle Bilder geschaffen. Er prägt einen Stil von Anmut und vermeidet vordergründige Nacktheit. Sein fotografisches Genre reicht vom klassischen Akt bis zu Techniken wie High-key, Low-key, Solarisation oder Grafik.

Aktfotografie ist bei Klaus Ender nicht spektakulär – sie ist zurückhaltend, ästhetisch und poesievoll. Seit 50 Jahren haben Begriffe wie Schönheit, Anmut und Würde für ihn in der Aktfotografie den höchsten Stellenwert. Er sieht die Frau als faszinierendes Wesen, das der künstlerischen Aktfotografie eine eigene Seele verleiht. Seinem sensiblen Stil war es zu verdanken, dass er 1975 die 1. Akt-Ausstellung der DDR ins Leben rief und damit eine kulturpolitische Akzeptanz der Aktfotografie erreichte.

In der DDR arbeitete Klaus Ender seit 1965 für DAS MAGAZIN (10 Jahre), Jugendmagazin Neues Leben, Tribüne Verlag, Fotokinomagazin, EULENSPIEGEL, Fotografie, Armeerundschau u.v.a. Das Fernsehen der DDR drehte drei Reportagen unter anderem „Außenseiter-Spitzenreiter“ und „Ein Mann – Der Bilder fühlt“. Von 1962 bis 1981 erzielte er auf nationalen und internationalen Ausstellungen über 60 Urkunden und Medaillen sowie die Ehrennadeln f. Fotografie in Bronze, Silber und Gold.

In Österreich und BRD ist er Autor vieler Buch-Verlage und Foto-Fachzeitschriften. Er hat über 150 Bücher illustriert, davon 12 auch geschrieben. Allein im Verlag Herder erreichte die Gesamtauflage über 1,5 Millionen Bücher. Er illustrierte über 100 Kunstkalender, machte viele Ausstellungen, Workshops für Colorfoto, arbeitete unter anderem für B+W, Cullmann, Cokin/Paris, Hama, Minox, Zeiss, Leica. Im Firmenband zur 75-jährigen Geschichte führt Leica ihn unter den 100 weltbesten Leica-Fotografen. Die TV-Sender ORF, ARD, NDR, MDR, N3 und ZDF drehten Reportagen über ihn.

Mit der Übersiedelung nach Österreich wurde er in der DDR zur „Persona non grata“, aus den Archiven entfernt, Filmmaterial vernichtet und die 1. Akt-& Landschafts-Ausstellung geleugnet – bis heute.

„Meine schönsten Enthüllungen“, Fünf Jahrzehnte poesievolle Aktfotografie, Art Photo Archiv & Verlag , Format 30,5 cm x 24,5 cm, Hardcover mit Schutzumschlag, 240 Seiten, 170 g, 260 SW-Abbildungen, ISBN 978-3-00-036710-6, € 36,—.

Fotobücher 04 / 2012

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6 Kommentare

Wenn man keine Ahnung von Aktofotografie, Bildgestaltung und Ästhetik hat, sollte man sich seine unqualifizierten Kommentare lieber sparen. Offentlichlich sieht Manfred Ludwig in jedem Akt nur Nacktheit. Nicht nur eine eingeschränkte, sondern auch eine armselige Sicht.

von Frank Neithardt
21. Januar 2014, 13:29:19 Uhr

okay, ich geb´s ja zu, dass meine Sicht eingeschränkt war. Neben der puren Nacktheit der jungen Mädchen sieht man meistens noch einen Baumstumpf oder einen Felsbrocken. Sorry, hatte ich fast vergessen.

von Manfred Ludwig
21. Januar 2014, 10:41:08 Uhr

Man sieht eben nur, was man sehen will. Mannis Sicht ist offensichtlich stark eingeschränkt.

von Frank Neithardt
25. Oktober 2013, 15:04:55 Uhr

Zitat: "...poesievolle Bilder geschaffen. Er prägt einen Stil von Anmut und vermeidet vordergründige Nacktheit." So´n Unsinn, ich erkenne in seinen Aktfotos nur vordergründige Nacktheit.

von Manni
02. September 2013, 11:46:10 Uhr

Das Buch gefällt mir sehr gut. Eine durchweg "runde Sache" und ein wohltuendes Gegenstück zur sonstigen Nacktfotografie.

von Sebastian Müller
26. April 2012, 17:35:39 Uhr

Klaus Ender ist für mich einer der ganz großen Aktfotografen, der auch immer seinem Stil treu geblieben ist. Kompliment Klaus für diesen Bildband. lg helmut plamper

von Helmut Plamper
18. April 2012, 14:35:54 Uhr

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