16. Norddeutsche Naturfototage

Das sympathische Fotofestival des Nordens – nun in der 16. Auflage, und zwar vom 27. bis 29. März 2015 im Bürgersaal Waren, der wieder der zentrale Anlaufpunkt der Norddeutschen Naturfototage ist. Über 450 Personen finden in dem Raum Platz. Das Programm mit einer gelungenen Mischung aus Highlights international bekannter Referenten der Naturfotoszene sowie regionaler Beiträge mit klarem Bezug zu Norddeutschland ist vielfältig. Dementsprechend gibt es viel zu sehen: Multivisions-Shows, Live-Reportagen, Vorträge, Seminare, Workshops, Exkursionen, Fotomarkt (Eintritt frei!), Check and Clean für Ihre Kamera (gratis), Foto-Wettbewerb mit Preisverleihung.

Programm Highlights:

Freitag 27. März 2015 18:45 – 19:30 Uhr Winfried Wisniewski (GDT)
Von den Polen zum Äquator – Fast 50 Jahre Tierfotografie

© Winfried Wisniewski
© Winfried Wisniewski
In diesem Vortrag schildert Winfried Wisniewski am Beispiel seines eigenen Werdegangs die Entwicklung der Tierfotografie in den letzten rund 50 Jahren. Von den Anfängen mit der Praktika-Spiegelreflexkamera und Novoflex-Objektiven bis zur Nikon D4 oder Canon 1 DX mit 800mm-Teleriesen. Von der Naturkunde über die Bewegungsstudie bis zuletzt zu Bildern, die „den einen gültigen Moment“, gleichsam die Essenz einer Situation, im günstigsten Falle eines ganzen Tierlebens, zeigen. Wisniewski war unterwegs in den Kältesteppen an den Polarkreisen bis hin zu den Savannen Ostafrikas, unter dem Äquator sowie an den Küsten sämtlicher Weltmeere und auf zahlreichen Inseln. Die interessantesten Bilder, die im Rahmen verschiedener Projekte entstanden sind, zeigt er in diesem Vortrag.

Wisniewski ist einer der bekanntesten Naturfotografen Deutschlands. Er hat zahlreiche Bücher geschrieben. Seine Fotos und Artikel sind in zahlreichen Büchern und Zeitschriften veröffentlicht worden. Er ist Träger der Fritz-Steiniger-Medaille, der höchsten Auszeichnung, die die Gesellschaft Deutscher Tierfotografen vergibt. 1995, 2008 und 2009 wurde er zu Deutschlands Naturfotografen des Jahres gewählt. Viele seiner Bilder wurden beim größten Naturfotowettbewerb der Welt, dem BBC-Wildlife-Photographer-of-the-Year-Contest, prämiert.

Samstag 28. März 2015 16:15 – 17:45 Uhr Klaus Echle (GDT)
„Wildnis vor der Haustür“ – Fuchs, Wildkatze & Co.

© Klaus Echle
© Klaus Echle
Warum in die Ferne schweifen…? Immer wieder sind es die besonderen Erlebnisse in der heimischen Natur, die Klaus Echle antreiben, die Kamera in die Hand zu nehmen und mit einer geduldigen Passion der Wildnis vor der Haustür zu begegnen. Klaus Echle hält in seinen Bildern fest, was in der Natur nur für einen Augenblick von Bestand ist. Echle fotografiert seit mehr als 20 Jahren leidenschaftlich. Seine Arbeit wurde in den vergangenen Jahren bei unzähligen Wettbewerben ausgezeichnet – unter anderem war er „Europäischer Naturfotograf des Jahres“, Preisträger des „Fritz Pölking Preises“ sowie beim „BBC Wildlife Photographer of the Year“.

Er begann mit Schwarzweißaufnahmen von Landschaften. Damals war er noch Koch und suchte einen Ausgleich zum anstrengenden „Koch-Dasein“. Die Kochmütze hat er längst an den Nagel gehängt und die Küchenluft gegen frische Waldluft eingetauscht. Aus Liebe zur Natur entschloss er sich zum Studium der Forstwirtschaft. Als Förster des Städtischen Forstamts Freiburg bewirtschaftet er ein Revier zwischen der Stadt und seinem Hausberg, dem Schauinsland. Aus künstlerisch-ästhetischer Sicht werden Pflanzen und vor allem Tiere des Schwarzwaldes, ihre Verhaltensweisen und Lebensräume für den Betrachter abgebildet.

Klaus Echle erzählt unter anderem die Geschichte von „Hänsel und Gretel“, zwei jungen Wildkatzen und dem „Tiger von der Autobahn“. Immer wieder sind es die besonderen Erlebnisse in der heimischen Natur, die ihn antreiben auch in der Freizeit in den Wald zu gehen, den Fotoapparat in die Hand zu nehmen und mit Ausdauer an einem Projekt zu arbeiten. Beeinflusst von der oftmals „naturfernen“ Einstellung und Meinung vieler Menschen entstehen Fotogeschichten, die das enge Miteinander, die starke Vernetzung von Natur und Kulturlandschaft in unseren heimischen Gefilden dokumentieren. Nicht immer gibt es bei den Erlebnissen ein Happy End, stets haben sie aber einen bleibenden Eindruck beim Fotografen Klaus Echle hinterlassen. Das liegt sicherlich auch mit an den besonderen Charakteren, der Hauptdarsteller, wie die Geschichte der frechen Füchsin mit der bezaubernden Jägerin zeigen.

Sonntag 29. März 2015 14 – 16:30 Uhr Michael Martin
30 Jahre Abenteuer

© Michael Martin
© Michael Martin
Er ist Fotograf, Forschungsreisender, Abenteurer: Seit dreißig Jahren bereist Michael Martin die Wüsten dieser Erde. Das Ergebnis sind Bilder, die ihn weltweit als Wüstenfotograf bekannt gemacht haben, und Geschichten, die sein Publikum in den Bann ziehen. Michael Martin gelingt es mit seinem Vortrag, das Publikum mit auf seine Reisen zu nehmen. Ob auf die erste Mofa-Tour nach Marokko, im alten Peugeot kreuz und quer durch die Sahara oder mit dem Motorrad um die ganze Welt – „30 Jahre Abenteuer“ ist eine Bilderreise durch die Wüsten- und Trockengebiete unseres Planeten. Es ist zugleich aber auch eine Begegnung mit dem Leben des Diplom-Geografen – und somit sein bislang persönlichstes Werk.

Der Vortrag ist technisch aufwändig gestaltet und mit Musik untermalt. Im Mittelpunkt steht aber die herausragende Qualität der Fotografien sowie Michael Martins Fähigkeit, Geschichten zu erzählen: Sein Vortragsstil ist lebendig, mitreißend, kompetent – und manchmal auch selbstironisch.

Seine Zwischenbilanz „30 Jahre Abenteuer“ ist jedoch mehr als ein „Best Of“: Mit noch nie gezeigten Bildern entführt Michael Martin die Zuschauer sowohl geografisch als auch thematisch in die verschiedensten Gebiete. Als Abenteurer, der mittlerweile alle Strecken mit dem Motorrad bewältigt hat, berichtet er von stundenlangen Sandstürmen, brüllender Hitze, klirrender Kälte und seinen Erlebnissen in den entlegensten und unwirtlichsten Gegenden der Erde. Als Forschungsreisender erzählt er mit fundiertem Wissen von der Vielfalt dieser kargen Lebensräume. Und als Fotograf beweist er einen einzigartigen Sinn für die Schönheit der Wüsten. Sein fotografischer Blick ist dabei immer teilnehmend und niemals anbiedernd. Er wertet und romantisiert weder das Land noch die Bewohner. Auch nach dreißig Jahren ist Michael Martins Neugier auf die Wüsten dieser Welt noch lange nicht gestillt: Der Vortrag gibt deshalb auch einen Ausblick auf sein neues Projekt, das ihn auch in die Eiswüsten der Erde führt.

Zusätzlich zum Rahmenprogramm präsentieren sich Unternehmen der Foto- und Imagingbranche. Die Firmen AC-Foto, Augenblicke-Eingefangen, Berlebach, Canon, DIAMIR Erlebnisreisen, fotoforum, Koenig Photobags, Naturfoto, Ortlieb, Pentax, Sigma, thinkTANK und Zeiss sind für Sie vor Ort und helfen gerne mit profundem Fachwissen weiter und bieten vor Ort ein umfangreiches Warensortiment an. AC-FOTO bietet eine ausführliche Beratung durch Canon-Profis, alle Kameramodelle und sämtliche Canon L-Objektive sind vorführbereit. Darüber hinaus gibt es attraktive Messeangebote und einen kostenlosen Check & Clean Service.

Weitere Informationen: Weitere Infos finden Sie unter www.norddeutsche-naturfototage.de

Fotofestivals 01 / 2015

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