Horizonte Zingst - Thomas Hoepker

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Thomas Hoepker

Mit 22 Ausstellungen sowie vier weiteren Satellitenausstellungen in Barth, Wieck und auf dem Königsstuhl wartet das zweite Fotofestival Horizonte Zingst vom 20. Mai bis 7. Juni 2009 auf. Einer der Höhepunkte des Fotofestivals, das bei der Erstauflage Tausende Besucher in seinen Bann zog, ist die Ausstellung „Meine Landschaften“ mit Fotografien von Thomas Hoepker.

Thomas Hoepker zu seinen Aufnahmen:
„Dies ist eine Ausstellung meiner persönlichen Landschaftsbilder, die in den letzten 40 bis 50 Jahren, Jahre neben meiner eigentlichen Arbeit als Bildjournalist entstanden sind. Auf vielen Reportagereisen, die ich für meine Auftraggeber, vor allem ‚Stern’ oder ‚Geo’, gemacht habe, habe ich mir nebenher die Zeit genommen, Landschaften einzufangen, habe auf das richtige Licht und den entscheidenden Moment gewartet. Ich finde, Landschaftsfotos müssen nicht unbedingt schön sein. Mich faszinieren gequälte, zerstörte oder sonderbare Landschaften genau so wie idyllische oder einfach schöne Motive. Oft kommt darin ein Mensch vor oder ein menschlicher Eingriff. Ich will nicht belehren oder dozieren, ich möchte zum Hingucken anregen und vielleicht zu Diskussionen über Zivilisation, Ästhetik, Ökologie oder einfach zum Nachdenken. Die Bilder sind HP-Pigmentdrucke auf Naturfaser-Papier.“

Statement Thomas Hoepker
„In nur zwei Begriffen beschwört das Motto des Festivals „Achtung“ Natur!“ viele mögliche Sichtweisen auf unsere Umwelt. Achtung (vielleicht sogar Hochachtung) gegenüber der Natur, ihrer Wunder, ihrer Schönheit, ihrer Launen. Achtung heißt natürlich auch Aufpassen, im Sinne von Natur-Schutz, Respekt vor Natur-Katastrophen, Sorge um eine zunehmend vergiftete Natur. So gesehen, wirkt das Motto wie eine Warntafel am Wegesrand. Es ist aber auch ein Appell, genau hinzusehen, und damit wird es zur Aufforderung, gerade für Fotografen. Achtung, im Sinne von Beachtung, Betrachtung, genauer Inspektion - welches Instrument könnte das besser festhalten als eine Kamera? Fotografie kann Zustände unserer Umwelt konservieren, kann kommentieren, kann kritisieren, sie kann aber Natur auch verharmlosen oder verkitschen. Also auch „Achtung Naturfotografie“. Wir sollten von ihr mehr erwarten als nur die Konservierung von Idylle und konventioneller Naturschönheit.“
 

Fotofestivals 05 / 2009

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