Lust auf Lünen! Internationales Naturfoto-Festival 2014 vom 24. bis 26. Oktober

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© Dieter Damschen, GDT

Zum 22. Mal lädt die Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) zum Internationalen Naturfotofestival in Lünen ein. Und wieder lockt ein anspruchsvolles Programm Fotografen und Interessierte aus der ganzen Welt zum renommiertesten Festival dieser Art in Europa: Neben Live-Vorträgen nationaler und internationaler Naturfotografen, Seminaren und Ausstellungen bieten Produktpräsentationen und Workshops reichlich Gelegenheit zur Fachsimpelei und zeigen neue Entwicklungen in der Naturfotografie auf. Ein großer Fotomarkt informiert über Neuheiten und Bewährtes im Bereich der Fototechnik. Bei internationalem Flair und professionellem Ambiente bieten sich wie gewohnt zahlreiche Möglichkeiten, um in entspannter, familiärer Atmosphäre mit Gleichgesinnten ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen. Willkommen in Lünen!

Datum: 24. – 26. Oktober 2014
Ort: Veranstaltungszentrum Heinz-Hilpert-Theater/Hansesaal, Kurt-Schumacher-Str. 39-41, 44532 Lünen

Kartenverkauf: ab 16. Juni
E-Mail: gdt.festivalkarten@gmx.de, Fon: +49 (0)431-820 77
Online-Kartenverkauf sowie weitere Informationen: www.gdtfoto.de

Veranstaltungen mit freiem Eintritt:

  • Preisverleihung und Ausstellungseröffnung des Wettbewerbs „GDT Europäischer Naturfotograf des Jahres 2014“
  • Ausstellungen „GDT Europäischer Naturfotograf des Jahres 2014“, „Fritz Pölking Preis 2014“ sowie der „GDT Naturfotograf des Jahres 2014“ im Theater
  • Fotomarkt, Canon und Nikon bieten zudem einen kostenlosen “Clean & Check-Service“ für Ihre Foto-Geräte
  • Produktpräsentationen und Kurzseminare verschiedener Firmen

Seminare und Rahmenprogramm am Freitag

Seminar 1: Natur in Bewegung – Filmen mit Canon
Videoworkshop/Filmseminar mit Filmprofi Konrad Wothe (GDT) und Martin Bilic (Canon)
Achtung: Teilnehmerzahl auf max. 20 Teilnehmer begrenzt!

Seminar 2: Panoramafotografie – große Bilder, große Bildwinkel, große Schärfentiefe
Referent: Dr. Martin Franz

Seminar 3: TV oder Großbild-Projektion? HD oder 4K?
Bildershows gestalten und präsentieren mit m.objects
Referent: Steffen Richter

Der Freitagabend ist geprägt von den feierlichen Siegerehrungen und Preisverleihungen der Wettbewerbe „Europäischer Naturfotograf des Jahres 2014“ sowie des „Fritz-Pölking-Preises 2014“ und der anschließenden Ausstellungseröffnung beider Wettbewerbe.

Festival-Programm Samstag und Sonntag

Am Samstag und Sonntag erwartet die Besucher ein vielfältiges und spannendes Programm mit 14 Vorträgen bekannter nationaler und internationaler Naturfotografen und -fotografinnen:

Dieter Damschen eröffnet mit seinem launigen Vortrag „Und ewig ruft der Kranich“ das internationale Naturfoto-Festival 2014. Seit beinahe 20 Jahren versucht er, den Zauber, der diesen „Vögeln des Glücks“ mit ihrem durchdringenden Ruf anhaftet, fotografisch festzuhalten. Neben faszinierenden Fotos von Kranichen eröffnet der Vortrag einen Blick hinter die Kulissen und kombiniert Informationen über die Vögel mit unterhaltsamen Begebenheiten zur Entstehung der Bilder.

Der Umwelt- und Fotojournalist Garth Lenz aus Kanada begibt sich aus der Vogelperspektive auf die „Suche nach Schönheit in zerstörten Landschaften“. Er fotografiert seit über 20 Jahren bedrohte Wildnis und die Auswirkungen der Industrie, wobei es ihm gelingt, journalistische Schärfe mit künstlerischer Ästhetik zu verbinden. Seine Arbeiten sind mehrfach international ausgezeichnet worden.

Prof. Jan van der Greef aus den Niederlanden begibt sich mit seinem Vortrag „Innenreflexionen – Meine fotografische Reise“ auf einen sehr persönlichen Weg. Seit er mit vier Jahren an Polio erkrankte, ist er körperlich eingeschränkt. Die Naturfotografie hat ihm immer wieder Augenblicke der Veränderung beschert, die es ihm ermöglichten zu lernen, Grenzen zu akzeptieren, diese zu überwinden und eine Welt voller Wunder der Natur zu entdecken. Seine Bilder sind mal darstellend, mal impressionistisch, mal abstrakt oder auch eher von intuitiver Natur. Bilder, die eine leidenschaftliche Ode an das Leben sind – Träume und Visionen des Lebens.

Markus Botzek nimmt Sie mit auf seine „DeutschlandSafari“. Er berichtet von seinen Eindrücken und Gedanken während seiner Reise durch die Natur der Republik und von unzähligen Kleinoden und Landschaften, die sein Ziel, innerhalb nur eines Jahres einen naturfotografischen Überblick über die schönsten Gegenden Deutschlands zu schaffen, zunichte machten.

Matthias Breiter aus Kanada ist Biologe, Autor, Tierfotograf, Tierfilmer und Naturschützer. In seinem Vortrag „Bären vor der Kamera“ befasst er sich in erster Linie mit der Frage, ob und wie man als Naturfotograf auch im filmischen Bereich tätig und dabei finanziell erfolgreich sein kann. Er erläutert die Unterschiede zwischen dem Filmen und dem Fotografieren, sowohl im technischen Bereich (DSLR im Vergleich zu HD Videokameras) als auch in Bezug auf Bildkomposition und Zusammenstellung von Sequenzen und Layout sowie in der Vermarktung und zeigt auf, wie völlig unterschiedlich beide Märkte arbeiten.

Nach 22 Jahren Fotografie für den Umweltschutz und frustriert von der Untätigkeit von Regierungen, Firmen und der Öffentlichkeit, beschloss Patricio Robles Gil seinen Ansatz zu ändern und, anstatt die Schönheit und Bedeutung der Natur zu zeigen, nun den Verlust von Artenvielfalt und die Naturzerstörung zu seinem Themen zu machen. Er hat 37 Bücher zum Thema Artenvielfalt und Natur veröffentlicht und war einer der Ersten, die bereits 1990 große Firmen für den Schutz von Mexikos einzigartiger Biodiversität mit ins Boot holten.

Christian Ziegler hat sich als Tropenbiologe und Fotojournalist auf Natur- und Wissenschaftsthemen, vor allem in den Tropen, spezialisiert. Er lebt in Panama am Rande eines Nationalparks am Panamakanal, von wo aus er seine Abenteuer startet. In unserem Samstagabend-Vortrag „Jungle Spirits“ beschreibt Christian seine Arbeit als Reportagefotograf mit dem Schwerpunkt Naturschutz in tropischen Regionen anhand mehrerer Reportagebeispiele, die er für National Geographic produziert hat.

Lassen Sie sich am Sonntagmorgen von der GDT-Regionalgruppe Nordhessen entführen auf einen Streifzug durch ihre Heimat. Die Bilderschau zeigt, wie wild und schön die Natur vor unserer Haustür ist. Denn auch in Nordhessen kann man farbenprächtige Vögel, eine beeindruckende Landschaft, urige Buchen und wilde Schweine und Bären in freier Wildbahn beobachten und fotografieren.

Thomas Block zog es, wie so viele Fotografen, vor vielen Jahren auf den Spuren von Fritz Pölking in den Süden Floridas, um dort die vielfältige Vogelwelt zu fotografieren. Mit „Florida – More than Birds“ zeigt er, dass es im Sunshine State noch viel mehr zu entdecken gibt. Hochsensible Ökosysteme über und unter Wasser stehen im stetigen Widerstreit mit den Naturgewalten und den Folgen des Bevölkerungswachstums. Thomas begann im Laufe der Jahre, dies zu dokumentieren, und so veränderte seine Leidenschaft für Florida seine Art der Fotografie wesentlich.

Neil Aldridge aus Großbritannien stellt in seinem Vortrag „Mein Afrika“ Bilder aus seinem aktuellen Buch „Face to Face with wild Africa” vor. Er erzählt uns dabei von haarsträubenden, tragischen, aber auch lustigen Momenten bei der Entstehung dieser Bilder in seinem Heimatland. Die Präsentation geht weit über reine Porträts hinaus. Neil hat eine spannende Auswahl an Bildern getroffen, die eine Geschichte erzählen und den besonderen Charakter der jeweiligen Tiere zeigen.

Als Fotograf, der überwiegend in und mit Landschaften arbeitet, hat David Ward eine erhöhte Sensibilität hinsichtlich der Wichtigkeit der Farben für die Bildgestaltung entwickelt. Er nimmt Sie in seinem Vortrag „Über die Farben … die Sprache der Träume“ mit auf eine kleine Reise durch die Wunderwelt der Farben und ihre kleinen Geheimnisse und erzählt dabei, wie abhängig unsere Farbwahrnehmung von physiologischen Aspekten ist.

ÜWIs (Überwinterer) sind Menschen, die das gesamte Jahr über auf den antarktischen Forschungsstationen leben und den reibungslosen Betrieb der angegliederten wissenschaftlichen Observatorien sichern. Stefan Christmann war einer von ihnen. Nahe der Atka-Bucht auf dem Ekström-Schelfeis erlebte er die Antarktis in all ihren Facetten – seine Kamera hatte er immer dabei: „Wohnsitz Antarktis – 15 Monate Leben am Ende der Welt“.

„Du sitzt auf einer Insel fest, ohne Essen, ohne Wasser, ohne Strom; nur du und dein Zelt und all diese Vögel.“ Danny Green nahm diese Herausforderung im Rahmen seiner ersten National Geographic Reportage an und verbrachte viel Zeit mit den Papageitauchern. In seinem Vortrag „Papageitaucher in neuem Licht“ zeigt er seine Lieblingsbilder aus diesem Projekt und portraitiert einen wunderschönen Vogel voll lustiger Eigenheiten.

Jasper Doest aus den Niederlanden beschließt das internationale Naturfoto-Festival 2014 mit seinem Vortrag: „Und die Erde war wüst und leer … Reflexionen auf einer Insel“. Er hatte das große Glück, für eine Reportage für das National Geographic Magazine eine Zeit auf der streng geschützten Insel Rottumeroog im niederländischen Wattenmeer verbringen zu können. Umgeben von Watt und Sanddünen, entdeckte Jasper eine Flaschenpost, geschrieben von einem elf-jährigen Mädchen. In seinem Vortrag richtet Jasper sich an die Schreiberin dieser Flaschenpost und reflektiert über die Einsamkeit und seine Erfahrungen in der Wildnis. Jasper wird dabei von seinem engen Freund Wouter Huizinga mit der Gitarre begleitet.

In den Pausen locken an beiden Tagen Ausstellungen im Theater, im Hansesaal und in der GDT.Bilderhalle sowie der große Fotomarkt im Hansesaal und Theaterfoyer mit allem, was das Naturfotografenherz begehrt: neueste Fototechnik, Spezialzubehör, Print-Technik, Fachliteratur und Reiseangebote. Darüber hinaus präsentieren einige Firmen ihre Produkte in separaten Veranstaltungen – Platzkarten hierfür sind auf dem Fotomarkt erhältlich. Zu den Ausstellungen im Hansesaal, zum Fotomarkt und den Produktpräsentationen ist der Eintritt frei. Das Programm für die Produktpräsentationen kann ab September über die Website der GDT eingesehen werden.

Ausstellungen & Multivisionsschows in der GDT.Bilderhalle

Mehr als 700 exzellenten Naturfotografien internationaler Naturfotoverbände ebenso wie Einzelausstellungen von nationalen und internationalen Fotografen laden am Samstag und Sonntag in die GDT.Bilderhalle ein. Große Namen der Naturfoto-Szene sind dort ebenso vertreten wie lokale und regionale Künstler. Im Bilderzelt werden nonstop Multivisions-Shows gezeigt. Der Eintritt ist für Besucher des Vortragsprogramms sowie Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre frei; Tagesgäste zahlen 4,00 € bzw. ermäßigt 3,00 €.

Änderungen vorbehalten.

Fotofestivals 06 / 2014

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