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Prototyp einer Kamera - Dem Täter auf der Spur - Blutspuren

Krimifans kennen ihn, den Luminol-Test zur Feststellung unsichtbarer Blutspuren. In der populären US-Serie „CSI“ kam man mit ihm dem Täter auf die Spur. Forscher der University of South Carolina können jetzt mit einer Weiterentwicklung vielleicht in die Kriminalgeschichte eingehen. Das Chemikerteam um Stephen Morgan und Michael Myrick hat den Prototyp einer Kamera entwickelt, mit deren Bildern sich rasch und zuverlässig unsichtbare Blutspuren nachweisen lassen. Möglich machen dies eine spezielle Infrarotbeleuchtung und verschiedene Filter. Blut hat im thermischen Infrarotlicht eine charakteristische spektrale Signatur. Beeindruckend sind auch der geringe Aufwand und die Schnelligkeit dieses Verfahrens, mit dem sich Blutspuren innerhalb weniger Minuten nachweisen lassen. Erste Tests haben ergeben, dass die Spurensuche sogar bei 100-fach verdünntem Blut noch funktioniert.

Mit dieser Zuverlässigkeit kann das giftige Luminol nicht mithalten, denn oft gibt es bei dieser Methode falschen Alarm, weil Rost, Bleichmittel oder Kaffee mit Blut verwechselt werden. Die Kamera mit den Filtern weist ausschließlich die Körperflüssigkeit nach, die, anders als bei Luminol, weder verwischt noch verändert wird.

Das Kameraverfahren soll auch noch weiter entwickelt werden und für andere Anwendungen in Frage kommen. So will man auf die gleiche Weise auch Schweiß nachweisen können oder Drogen- und Sprengstoffspuren in Fotos sichtbar machen.

Fotografische Anwendungen 12 / 2010

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