Fotokalender – Der Reiz des Individuellen

© Cewe
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Fotokalender gibt es wie Sand am Meer zu kaufen. Unbestritten, es sind richtig Geniale darunter. Der selbstgestaltete Fotokalender ist jedoch der Clou, da kann aus unserer Sicht ein gekaufter schlichtweg nicht mithalten. Auch wenn es zahlreiche leere Vorlagen für selbstgestaltete Fotokalender im Handel gibt, so ist für uns das Kleben sozusagen von gestern. Angesagter, nicht nur im Hinblick auf die Formate sowie Materialien, sondern auch in den Möglichkeiten, sind die angebotenen Fotokalender über die sogenannten Bilddienstleister. Diese präsentieren ihr Portfolio über ihre Homepage – die Google-Suche ergab rund 660.000 Ergebnisse. Keine Angst – man muss nicht alle anklicken, um ans Ziel zu gelangen. Diese Zahl aber verdeutlicht, dass es sehr viele Anbieter gibt. Deren Portfolio unterscheidet sich natürlich voneinander. Allen gemein ist, dass sie für die Erstellung des Fotokalenders entsprechende Software – auch Apps – zur Verfügung stellen. Diese ist absolut anwenderfreundlich und jeder Einsteiger findet sich im Nu damit zurecht. Je nach Anbieter muss man die Software entweder herunterladen oder man kann direkt online damit arbeiten. Hat man eine langsame Internetanbindung, dann ist es ratsamer einen Anbieter auszuwählen, bei dem der Fotokalender offline – also unabhängig vom Internet – erstellt wird. Die Internetverbindung wird dann nur noch für die Beauftragung des Bilddienstleisters benötigt. Fotokalender sind übrigens auch als Weihnachtsgeschenke überaus angesagt – damit bringen Sie die Augen der Beschenkten das ganze Jahr über zu leuchten. Nachstehend unsere fünf Tipps für Ihre Fotokalendererstellung:

Tipp 1: Kalendertyp auswählen

© FUJIFILM Imaging Germany
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Ob nun für einen selbst oder als Geschenk steht am Anfang die Auswahl der Kalendertyps. Hier muss man sich natürlich im Vorfeld Gedanken machen, wo der Kalender seinen Platz finden soll. Es macht keinen Sinn sich für DIN A3 zu entscheiden, wenn es nur noch eine freie Fläche von DIN A4 gibt. Prinzipiell kommen Fotografien natürlich bei größeren Kalenderformaten wesentlich besser zur Geltung. Unser Motto lautet hier: Nicht kleckern, sondern klotzen! Erst recht bei einem Geschenk.

Tipp 2: Herstellungsverfahren wählen

© FUJIFILM Imaging Germany
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Wie beim Fotobuch gibt es auch beim Fotokalender verschiedene Herstellungsverfahren. Die verbreitetsten sind der Digitaldruck und die Ausbelichtung. Digitaldrucke sind in der Regel preisgünstiger, Echtfoto-Kalender werden meist als Premium-Produkt angeboten. Die Qualität des Digitaldruckes ist heute jedoch so gestiegen, dass man nicht mehr sagen kann, dass eine Ausbelichtung generell überlegen ist. Allerdings verfügen Echtfoto-Kalender oft über etwas dickeres Papier, das sich wertiger anfühlt. Achten Sie bei der Anbieterauswahl von Digitaldrucken daher besonders auf die Papierstärke. Als Faustregel kann man sagen, je größer der Kalender werden soll, desto schwerer sollte das Papier sein. Sonst wellen sich gegebenenfalls die Ecken leicht hoch, was vor allem von der Seite nicht schön aussieht. Wer Wert auf ein besonderes Papier legt, bekommt mittlerweile bei wenigen Anbietern auch eine spezielle Variante mit Struktur, die sich ebenfalls nicht wellt.

Tipp 3: Fotos heraussuchen

© Cewe
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Hat man sich für einen Fotoservice und ein Produkt entschieden, fehlen nur noch die eigenen Aufnahmen, denn ein guter Kalender steht und fällt mit den gezeigten Fotos. Am besten sucht man passende vorab von der Festplatte oder Bilder aus einem Bildverwaltungsprogramm, wie Picasa oder Lightroom, heraus und nicht erst in der Anwendung zur Kalendererstellung. Meist sind dort nämlich nur sehr kleine Vorschauen zu sehen, auf denen man kaum die Qualität der Aufnahmen erkennen kann. Einige Fotoservices bieten aber mittlerweile auch separate, mit der hauseigenen kostenlosen Designsoftware installierte Bildbetrachter.

Ideal für einen Jahresbegleiter sind typische jahreszeitliche Aufnahmen: Für das Kalenderblatt im Januar bieten sich Schneeaufnahmen oder solche mit dicken Winterjacken eher an als solche, denen man die Jahreszeit gar nicht ansieht. Im Sommer macht ein schönes Urlaubsmotiv Ferienlaune. Ja, und im Herbst darf der Indien Summer einfach nicht fehlen. In der Familie sehr beliebt sind auch Fotokalender-Aufnahmen der Familie – egal, ob groß oder klein. Bei der Bildauswahl sollte man immer im Blick haben, dass die Aufnahmen in der Regel vier Wochen zu sehen sind. Natürlich kann man den Fotokalender auch unter ein spezielles Motto stellen wie beispielsweise Architektur.

© FUJIFILM Imaging Germany
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Auswahlkriterium für die Bilder sollte, neben dem Inhalt, auch die technische Qualität sein. Vor allem bei großen Kalendern sollte man darauf achten, dass die Schärfe der Aufnahmen in den bildwichtigen Bereichen ausreichend ist. Am besten prüft man das in der 100%-Ansicht. Auch sollte man es ernst nehmen, wenn die Gestaltungssoftware eine zu geringe Bildqualität moniert. Im schlimmsten Fall werden die Bilder nach dem Druck „pixelig“ aussehen, wenn ihre Auflösung für die gewünschte Größe nicht ausreicht. Am Monitor (Monitore stellen immer nur mit 72 ppi dar, auch wenn man ein Bild mit 300 ppi betrachtet) kann man dies leider nur begrenzt erkennen, da die Auflösung im Druck viel höher ist. Deshalb werden gute Aufnahmen gedruckt auch viel brillanter aussehen, aber Schwächen werden eben auch deutlicher. Damit es keine unschönen Überraschungen gibt, prüfen die meisten Fotoservices die Auflösung automatisch und zeigen Warnhinweise.

Tipp 4: Ansprechendes Layout finden

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Bei den meisten Fotoservices ist die Kalendererstellung sehr einfach: Oft kann man sogar direkt über die Website einen Editor aufrufen, in dem man die Kalendermotive hochlädt und anordnet. Ein Programm muss dann nicht heruntergeladen werden. Wer aber bereits eine Software zur Fotobucherstellung auf dem Rechner installiert hat, kann sie meist auch für Kalender einsetzen. Oft gibt es in der Software-Version umfangreichere Gestaltungsmöglichkeiten als im Web-Editor. Auch zwischen den Herstellern unterscheiden sich die Gestaltungsmöglichkeiten. Nicht selten besteht zum Beispiel keine oder nur sehr geringe Variationsmöglichkeit bei den Kalendarien. Wer Wert auf eine besondere Gestaltung legt, sollte sich das Herstellerprogramm daher vorher anschauen und prüfen, ob es diese ermöglicht.

Generell ist es sinnvoll, das Layout auf die Kalendergröße abzustimmen: Viele kleine Fotos sehen auf einem kleinen Kalender schnell wie eine Briefmarkensammlung aus. Große Formate ermöglichen sowohl das Zeigen mehrerer kleinerer Fotos als auch das eines großen. Bei letzterem sollte man auf eine besondere Qualität des Bildes achten. Als Faustregel gilt: Ein gutes Bild wird noch besser wirken, je größer es gezeigt wird. Aber ist die Aufnahme nicht ganz so gut, treten die Schwächen auch deutlicher zutage, wenn es größer präsentiert wird.

Tipp 5: Rechtzeitig bestellen

Die Zeit verstreicht schneller als man oftmals denkt. Wer seinen Kalender zu Weihnachten unter den Baum legen oder mit diesem in das neue Jahr starten möchte, sollte nicht mehr zu lange mit der Erstellung und natürlich der Bestellung warten: Die meisten Fotoservices benötigen einige Tage für die Herstellung. Im Vorweihnachtsgeschäft kann sich die sonst übliche Lieferzeit deutlich verlängern. Auch längere Postlaufzeiten sind einzukalkulieren. Praktischerweise zeigen einige Fotoservices schon auf ihren Produktauswahlseiten die voraussichtlichen Lieferzeiten an. Als Faustregel kann man sagen: Je langfristiger vor dem Fest man bestellt, desto schneller erfolgt die Lieferung.

Fotografische Anwendungen 12 / 2015

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