Canon und WWF präsentieren neue Ergebnisse der Eisbärforschung

Canon und die Naturschutzorganisation WWF präsentieren zentrale Ergebnisse des WWF-Canon Polarbär Tracking-Programms, das 2007 ins Leben gerufen wurde. Durch das Programm wurden mehr Polarbären als je zuvor markiert, um deren Wanderbewegungen verfolgen zu können. Wissenschaftler können so wertvolle Informationen für die Erhaltung der Polarbären sammeln.

Ein wichtiger Teil des Polarbär Tracking-Programms ist die Canon-Kids-Zone, eine Webseite, die Kindern im Alter von sieben bis elf Jahren Wissen über die Erhaltung der Polarbären und der Arktis vermittelt. Zur Interaktion mit den Kindern werden Lernspiele, wissenswerte Details und Informationsblätter eingesetzt, die sich thematisch mit der arktischen Region beschäftigen. Die Webseite bietet Spaß für Kinder auf eine lehrreiche Art sowie Informationen für Eltern und Lehrer.

Ein neuer exklusiver Wettbewerb findet derzeit auf der WWF-Canon Kids Zone Webseite statt. Kinder erhalten die spannende Gelegenheit, einem echten Polarbären einen Namen zu geben und eine Canon Kamera sowie einen besonderen Besuch ihrer Schule von einem WWF-Experten zu gewinnen. Zur Sicherung einer Gewinnchance müssen sich Kinder auf der WWF-Panda Bear-Internetseite registrieren. Der Anmeldeschluss ist der 31. August 2010.

Die Markierung und die Aufzeichnung der Positionen der Polarbären geben Hinweise auf einige interessante Verhaltensweisen bei jungen Bären, die dabei beobachtet wurden, wie sie auf dem Rücken ihrer schwimmenden Mutter transportiert wurden. Wissenschaftler, die dieses Verhalten beurteilen, sind der Überzeugung, dass:

  • Polarbären aufgrund eines Rückgangs der Eisflächen im Sommer jetzt längere Strecken schwimmen müssen. Die Daten von markierten Bären weisen ebenfalls darauf hin, dass es sich dabei um ein Phänomen handelt, das erst seit Kurzem auftritt.
  • dies für solche Bären eine Gefahr darstellt, die sich in schlechter Verfassung befinden oder schlechten Wetterbedingungen ausgesetzt sind.
  • für junge Bären das Zurücklegen dieser Entfernungen auf dem Rücken ihrer Mutter entscheidend für ihre Überlebensfähigkeit auf Eisschollen sein könnte – dort, wo sich Polarbären während der Jagd nach Robben überwiegend aufhalten.
  • junge Polarbären noch keine ausreichende Fettschicht besitzen, um das Auskühlen während des Schwimmens im Eiswasser für längere Zeit zu verhindern. Der Transport auf dem Rücken ihrer Mutter bedeutet, dass große Teile ihrer Körperunterseite sich im direkten Kontakt mit dem Fell der Mutter befinden und ein beträchtlicher Teil des Körpers aus dem Wasser herausgehalten und der Wärmeverlust reduziert wird.

“Dies sind interessante Ergebnisse”, erklärt Geoff York, Eisbär-Experte des WWF. Aufgrund des fortgesetzten Schmelzens des arktischen Eises ist es wahrscheinlich, dass Polarbären zunehmend längere Strecken schwimmen müssen. Die Daten der markierten Bären in der Nähe von Alaska zeigen Schwimmstrecken von 560 bis 640 Kilometer in den letzten vier Jahren. Wenn junge Bären gezwungen sind, solche Strecken zu bewältigen, dann ist es für sie überlebenswichtig, sich in einer Weise zu verhalten, die den Wärmeverlust minimiert. Das Verhalten junger Bären und alles Übrige, was ihr Überleben unter solchen Umständen sichert, ist eine gute Nachricht.”

Die Vorstellung der Ergebnisse geht einher mit dem zwölfjährigen Jubiläum von Canon als Naturschutzpartner des WWF. “Wir sind stolz auf unsere langjährige Partnerschaft mit dem WWF”, erklärt Bettina Steeger, Manager Corporate & Marketing Communications.” Das WWF-Canon Polarbär Tracking-Programm hilft, das Bewusstsein für einige der zentralen Herausforderungen des Klimawandels und der Erhaltung der Umwelt zu schaffen. Es spricht ein breites Publikum an, zu dem Kinder, Eltern und Lehrer zählen. Es ist ein wichtiges Projekt, dem unsere Unternehmensphilosophie Kyosei zu Grunde liegt, die für das Zusammenleben und Arbeiten für das Gemeinwohl steht.” (www.canon.de)

Fotonachrichten 08 / 2010

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