DEUTSCHLANDS GRÖSSTES FOTO HINTER GLAS

Deutschlands größtes Foto hinter Glas besteht aus 25 einzelnen Fotografien, die auf sechs Meter Höhe passgenau montiert wurden.
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Deutschlands größtes Foto hinter Glas besteht aus 25 einzelnen Fotografien, die auf sechs Meter Höhe passgenau montiert wurden.
Bildquelle: Erwin Rittenschober.

Crome Art Systems setzt auf Sihl Beschichtungstechnologie bei spektakulärem Bildprojekt

Auf rund 17 Quadratmeter Größe gedruckt hängt mitten in München Deutschlands größtes Foto hinter Glas. Das bildgewaltige, 600 cm x 280 cm große Kunstwerk, das sich in der Markthalle „Schranne“ befindet, war nicht nur für den Fotografen Michael von Hassel eine Herausforderung. Zeitrahmen und technische Anforderungen machten das Projekt für den Print- und Ausstellungs-Spezialisten Crome Art Systems aus München zu einer „Mission Impossible“.

Die Schrannenhalle in München mit ihren 24 Ständen ist ein beliebter Treffpunkt für Gourmet-Liebhaber. Nach mehrjährigem Umbau erscheint die Eisen-Glas-Konstruktion jetzt im neuen Glanz. Um dieses Ereignis gebührend zu feiern, wurde der Fotokünstler Michael von Hassel beauftragt die Wand über der Galerie im ersten Stock zu gestalten. Er entschied sich für eine Foto-Collage aus 25 einzelnen Aufnahmen, die an vier Tagen während der Endphase des Umbaus tagsüber und vor allem nachts entstanden. „Ich wollte die Wiederauferstehung der wunderbaren Halle darstellen. Deshalb ist das Foto in viel Gold und glänzend strahlender Farbe gehalten“, erzählt Michael von Hassel.

Bildanmutung versus Glaskaschierung

Eben diese spezielle Anmutung und die Größe des Bildes sprachen für die Nutzung des Inkjet-Druckverfahrens. „Das Motiv besitzt eine sehr hohe Farbsättigung und eine extreme Buntheit. Der Ausdruck mit Pigmenttinten erschien uns daher als erste Wahl“, erinnert sich Peter Eimannsberger von Crome Art Systems.
Gerade die Kaschierung hinter Glas bietet eine gegenüber Acrylglas unübertroffene Kratz- und Archivfestigkeit. Jedoch erfordert die Weiterverarbeitung von Digitaldrucken hinter Glas besondere Erfahrung und die Wahl des geeigneten Druck-Mediums. „Viele Inkjet-Materialien zeigen nach der Kaschierung hinter Silikon das Problem der Farbveränderung“, berichtet Peter Eimannsberger und fährt fort: „Das Bild ist nach der Kaschierung in der Regel deutlich wärmer in der Farbe als im unkaschierten Zustand. Dieser Warmtonzuwachs ist je nach Motiv teilweise erheblich. Solche Probleme kennen wir übrigens bei den von uns für die Lambda-Belichtungen eingesetzten Fotopapiere überhaupt nicht“.

Eine weitere besondere Schwierigkeit von Inkjet-Materialien bereitet das Ausblühen bei der Silikonverklebung. Dies beruht nach Meinung von Peter Eimannsberger auf der Art und Weise der mikroporösen Oberfläche der Papiere, die ein schnelles Abtrocknen der Tinte sicherstellen soll. Zu diesen technischen Herausforderungen gesellte sich der sehr ambitionierte, zeitliche Rahmen des Projekts. So war für die gesamte Produktion – vom Druck bis zur Glaskaschierung – gerade mal eine Woche vorgesehen. „Zeitlich intensive Prozesse der Farbabstimmung, wie sie bei der Kaschierung von Inkjet-Prints häufig notwendig sind, konnten wir uns hier nicht erlauben“, betont Peter Eimannsberger.

Zielkonflikte aufheben

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Kaschierungsproblematik führt Crome Art Systems schon seit geraumer Zeit umfangreiche interne Tests durch. Überzeugt hat dabei das Sihl Professional Photo Paper PE 300 seidenglänzend, das sich Peter Eimannsberger zufolge wie ein konventionelles Fotopapier verhält. Besonders angetan zeigt er sich von der Farbstabilität des Inkjet-Materials, die sich auch durch die Silikon-Kaschierung nicht ändert. „Das gibt uns mehr Sicherheit im gesamten Prozessablauf und spart vor allem spürbar Zeit und Kosten“. Die spezielle SuperDry-Beschichtungstechnologie des Sihl Fotopapier zeichnet sich zudem durch eine besonders feine, unempfindliche Oberfläche aus, so dass auch in Punkto Ausblühen das Sihl Material deutliche Vorteile gegenüber vergleichbaren Papieren besitzt.

Die Image-Datei brachte der Künstler Michael von Hassel nach Fertigstellung der letzten Einstellungen direkt ins Labor. Dort optimierten die Crome Art Spezialisten die Datei inhaltlich und stimmten diese im Kontrast auf die GlasSec-Technik ab. Das endgültige Bildformat von 600 cm x 280 cm wurde dann mit einer Toleranz von unter 0,5 mm in vier Bahnen auf das seidenglänzende Sihl Fotopapier gedruckt. „Sehr gut haben uns der große Farbraum und das schöne Weiß gefallen“, beschreibt Peter Eimannsberger seine Erfahrungen.

Entscheidend für den Einsatz des Sihl Materials sei dessen Verhalten bei der Silikonkaschierung gewesen. „Hier verhält sich das Sihl Professional Photo Paper PE 300 seidenglänzend wie ein herkömmliches Silberhalogenid-Fotopapier. Ohne Farbverschiebungen konnten wir das Foto hinter Glas verarbeiten. Das hat uns bei dem vorgegebenen, engen Terminplan sehr geholfen“.

Das größte bisher hinter Glas montierte Foto wurde dann auf sechs Meter Höhe in der Schrannenhalle passergenau montiert und erstrahlte pünktlich zur Neueröffnung – dem Anlass angemessen – in besonderem Glanz. Der Fotokünstler Michael von Hassel jedenfalls freut sich über das Endergebnis: „Es ist ein kleines Denkmal, das ich hier in der Schranne geschaffen habe“.
(www.cromeart.com, www.sihl.com)

Fotonachrichten 06 / 2012

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