Faszination des Filmemachens verbindet Generationen zwischen 5 und 95 Jahren

Im Juni wird Gera für drei Tage zum Mekka der Nachwuchsfilmer – selbst produzieren, präsentieren und mit anderen diskutieren fördern medienkompetentes Handeln.

Vom 17. bis 19. Juni werden sich über 150 der besten jungen Nachwuchsfilmemacher sowie ältere Filmamateure zum Bundesfestival Video in Gera treffen. Das Bundesfestival Video bildet jährlich das Finale der beiden bundesweiten Filmwettbewerbe ‚Deutscher Jugendvideopreis’ und ‚Video der Generationen’. Dabei sind die Filmemacher aufgerufen, sich mit ihren aktuellen Produktionen einer Fachjury bzw. einem kritischen Publikum zu stellen. Die Wettbewerbe verfolgen dabei filmkulturelle und medienpädagogische Ziele.

Seit 1988 stiftet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend den ‚Deutschen Jugendvideopreis’ – seinerzeit unter dem Namen ‚Jugend und Video’ ins Leben gerufen. Von Beginn an war das Kinder- und Jugendfilmzentrum in Deutschland (KJF) mit Konzeption und Durchführung beauftragt. Heute zählt der ‚Deutsche Jugendvideopreis’ zu den bedeutendsten Jugendmedienwettbewerben, an dem seit 1988 weit über 60.000 Kinder und Jugendliche bis zu einem Alter von 25 Jahren teilgenommen haben.

Zehn Jahre später und vor dem Hintergrund eines sich abzeichnenden demografischen Wandels wurde die Konzeption eines Forums unter dem Titel ‚Video der Generationen’ mit dem Ziel entwickelt, das Verbindende zwischen den Generationen zu suchen, Unterschiede zu thematisieren, und einen respektvolleren Umgang von Jung und Alt durch gemeinsame Medienproduktionen zu fördern. Der Wettbewerb richtet sich an Teilnehmende über 50 Jahre und an gemischte Teams aus Jugendlichen und älteren Filmemachern.

Das Bundesministerium und das KJF wollen mit beiden Wettbewerben Kinder, Jugendliche und Senioren motivieren, selbst die Kamera zur Hand zu nehmen und eigene Lebensperspektiven filmisch darzustellen. Aktiv Gestaltende setzen sich selbstbewusst und kritisch mit Medien auseinander. Sie entwickeln dabei u. a. einen differenzierteren Blick auf die mediale Welt und lernen, ihren individuellen Bedürfnissen und Sichtweisen filmisch Ausdruck zu verleihen.

Dabei liefern beide Altersgruppen in der Regel keine Kopien vorhandener Stoffe ab. Vielmehr schaffen sie ganz bewusst eigene Werke, die jeweils individuelle Erfahrungen und Gedanken widerspiegeln. Sie wollen mit ihren Produktionen sichtbar werden, Resonanz erzeugen und sich Diskussionen über ihr Thema und die jeweilige technische Umsetzung stellen. Bereits mit der Nominierung zum Bundesfestival Video erfahren sie die Wertschätzung, die sie sich wünschen. Die eingereichten Filme eint eine frische und im besten Sinne des Wortes unbekümmerte Herangehensweise an für sie wichtige Themen – eine eigene Ästhetik, die in etablierten Medien oft vernachlässigt wird.

Das Bundesfestival Video, das in diesem Jahr vom 17. bis 19. Juni in der Otto-Dix-Stadt Gera stattfindet, versteht sich darüber hinaus als Präsentationsplattform der Ergebnisse der medienpädagogischen Arbeit sowohl des KJF als auch der jeweiligen Partner vor Ort. Denn zu den vom Bundesministerium formulierten Aufgaben des Wanderfestivals gehört auch, den Akteuren der Medien- und Filmbildung in der gastgebenden Region neue Impulse zur Weiterarbeit und Vernetzung zu verleihen.

Christian Exner, Leiter des Bundesfestivals Video: „Die Wettbewerbe spiegeln einen hohen Grad an Medienkompetenz der Teilnehmenden wider. Das bezieht sich sowohl auf technisches und gestalterisches Wissen, als auch auf Stoffauswahl und Dramaturgie. Gerade die unabhängigen und ungebundenen Produktionen von jungen und älteren Filmemachern schaffen Einblicke und Erfahrungswerte, die professionellen Kino- und TV-Werken oft verschlossen bleiben. In Gera werden wir im Sommer ein starkes Stück mitreißenden, teils verblüffenden und oft auch sehr innovativen Kinos erleben.“

Eine Teilnahme an den Wettbewerben lohnt sich nicht nur in pädagogischer Hinsicht. Für seine beiden Medienwettbewerbe stiftet das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend insgesamt 19.000 Euro; die in unterschiedlichen Kategorien vergebenen Hauptpreise betragen jeweils 1.000 Euro.

Das Bundesfestival Video findet vom 17. bis 19. Juni 2011 in der Otto-Dix-Stadt Gera statt. Partner des Festivals sind: das Kindermedienland Thüringen (vertreten durch das Thüringer Sozialministerium und die Thüringer Staatskanzlei), die Thüringer Landesmedienanstalt in Zusammenarbeit mit dem Offenen Kanal Gera, die Stadt Gera sowie die Deutsche Kindermedienstiftung GOLDENER SPATZ.

Informationen: www.kjf.de | www.jugendvideopreis.de | www.video-der-generationen.de

Fotonachrichten 05 / 2011

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