Fotostudenten bei „dpa news talent 2013“ erfolgreich

Chris Grodotzki
Chris Grodotzki
Gleich zwei von drei Preisen des Wettbewerbs „dpa news talent 2013“ gingen an Fotostudenten der Hochschule Hannover. Chris Grodotzki, 24, erhielt für seine Multimedia-Reportage „Stadt der Gesichtslosen: Die Illegalen von Calais“ den ersten Preis. Die Deutsche Presse-Agentur (dpa) ermöglicht ihm ein finanziertes mehrwöchiges Praktikum in einem dpa-Auslandsbüro.

Einen der beiden zweiten Preise hat die Nachrichtenagentur an Christian Werner vergeben. Der 25-jährige HsH-Studierende wurde für seine multimediale Arbeit über die Folgen des Einsatzes von Uranmunition im Irak ausgezeichnet. Der zweite Preis ging an den Berliner Fotografen Gregor Fischer, 24, und seine Schwarzweiß-Fotoreportage über die Schattenseiten der Lederproduktion im indischen Kanpur.

Der „dpa news talent“ soll herausragende journalistische Talente fördern, die noch keine Festanstellung haben und wird seit 2012 vergeben. Ihre Auszeichnungen erhalten die Preisträger am 24. Oktober 2013 während der Auftaktveranstaltung zu den Jugendmedientagen 2013 in Berlin.

In der Begründung für die Siegerarbeit sagt Jochen Wegner, Chefredakteur von „Zeit Online“ und Mitglied der dpa-news-talent-Jury: „Chris Grodotzkis Text-, Audio- und Fotoreportage über illegale Flüchtlinge an der nordfranzösischen Ärmelkanalküste ist im März 2012 von der Wochenzeitung ‚der Freitag‘ publiziert worden. Chris Grodotzki ist seinen Protagonisten, den gestrandeten Flüchtlingen in Calais, auf beeindruckende Weise nahe gekommen. Und er versteht es, seine Geschichte auf angemessene, zurückhaltende Weise multimedial zu erzählen.“

Brigitte Fehrle, Chefredakteurin der „Berliner Zeitung“, hebt die beeindruckende journalistische Besessenheit Christian Werners hervor. „Christian Werner hatte von den erhöhten Zahlen von Krebsfällen im Irak seit Beginn der Golfkriege gehört und war auf eigene Faust, mit eigenem Geld losgefahren, um aufzudecken … Am Ende steht eine Multimedia-Reportage, die aufklärt, ohne zu viel zu behaupten, die aufrüttelt, ohne agitatorisch zu sein.“

Neben Brigitte Fehrle, Prof. Rolf Nobel (Hochschule Hannover) und Jochen Wegner gehörten auch Wolfgang Büchner (Chefredakteur “Der Spiegel”, damals Chefredakteur der dpa) sowie Söhnke Callsen als Vertreter der dpa-Volontäre zur Jury.

Fotonachrichten 09 / 2013

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