GDT Naturfotografen des Jahres 2011 - Karsten Mosebach und Bernd Volmer

Dieser interne Wettbewerb wird – anders als der Europa-Wettbewerb – von der Gesellschaft in jedem Jahr ausschließlich für GDT-Mitglieder ausgeschrieben. Nach der Vorauswahl aus 1.992 Bildern durch eine Jury standen am Wochenende je zehn Bilder in sieben Kategorien zur Wahl: Vögel, Säugetiere, Andere Tiere, Tiere in Gehege, Zoo & Studio, Pflanzen & Pilze, Landschaften und als Sonderkategorie „Lebensraum Fluss“. Diese Sonderkategorie wurde in Kooperation mit dem NABU ausgelobt.

Parallel zum Wettbewerb wird es einen Sonderpreis der Deutschen Wildtierstiftung (DWS) geben. Dieser Sonderpreis wird zur Ausstellungseröffnung des „GDT- Naturfotograf des Jahres 2011“ (GNJ) in Wildtierland am 1. Mai bekanntgegeben. Bis dahin steht eine Auswahl der Bilder auf der Website der DWS zur Abstimmung bereit. Diese Auswahl wurde durch eine Jury der DWS aus den Siegerbildern des GNJ bestimmt.

Weiterhin sind alle ersten und zweiten Plätze in einer Ausstellung auf dem Internationalen Naturfoto-Festival der GDT (28. – 30. Oktober) präsentiert. Alle Platzierungen können Interessierte unter www.gdtfoto.de einsehen.

Am vergangenen Wochenende wählte die Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT) im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung ihren Naturfotografen des Jahres 2011. Karsten Mosebach und Bernd Volmer gewannen diesen Titel gemeinsam mit ihrem Bild „Steinkauz“.

„Schon seit vielen Jahren arbeiten wir regelmäßig an gemeinsamen Foto-Projekten. Im letzten Jahr haben wir uns von Anfang Mai bis Ende Juli mit einem Steinkauzpaar auf einer Streuobstwiese am Rande des Teutoburger Waldes beschäftigt. Sobald die Altvögel eine von uns aufgestellte Sitzwarte regelmäßig aufsuchten, begannen wir damit, die Tiere erst auf ihrer Sitzwarte und anschließend im Abflug von der Sitzwarte zu fotografieren. Dabei belichteten wir manuell mit 1/250 Sekunde bei Blendenwerten zwischen 11 und 16. Ein auf der Kamera befindlicher Masterblitz löste die anderen Blitzgeräte kabellos über Fotozellen aus. In diesem Bild wurde der Vogel von zwei seitlich rechts und links sitzenden Blitzen beleuchtet. Aus einem Tarnversteck heraus lösten wir die Kamera über eine Kabelfernbedienung aus. Im Gegensatz zur Verwendung einer Lichtschranke, wobei pro Abflug jeweils nur eine Auslösung möglich ist, erlaubte uns dieses Vorgehen das Aufnehmen von Serien. Konnten wir zu Beginn lediglich Aufnahmen vor einem schwarzen Nachthimmel im Hintergrund machen, gelangen später auch einige Aufnahmen mit blauem Himmel, denn die Tiere verlagerten gegen Ende der Aufzuchtphase ihren Aktivitätsgeginn deutlich in die Zeit vor Sonnenuntergang. Die unscharfen Doppelkonturen resultieren direkt aus der großen Restlichtmenge am Himmel in Verbindung mit den schnellen Flügelschlägen, die durch die Belichtungszeit der Kamera – nicht durch die Leuchtdauer der Blitzgeräte – anders als vor einem schwarzen Hintergrund nicht „eingefroren“ werden.“

Fotonachrichten 04 / 2011

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