Hasselblad unterstützt Spenden-Fotoprojekt der Fotografin Mirjam Knickriem

Die Fotografin Mirjam Knickriem setzt sich im afrikanischen Mali für die Errichtung von mobilen Schulen ein. Der Erlös aus dem Verkauf von Landschaftsfotografien und Porträts kommt afrikanischen Kindern zugute. Hasselblad unterstützt sie bei ihrem engagierten Vorhaben.

Der westafrikanische Staat Mali hat eine sehr wechselhafte Geschichte hinter sich: während das Land im 16. Jahrhundert als eines der wichtigsten religiösen und wissenschaftlichen Zentren Afrikas galt, zählt es heute mit einer der höchsten Analphabetenraten zu den zehn ärmsten Ländern der Welt. Heute leben auf einer Fläche, die dreimal so groß ist wie Deutschland, mehr als 70 Prozent der insgesamt 12,3 Millionen Einwohner unterhalb der Armutsgrenze. Pro Tag steht diesen Menschen weniger als 1 $ zur Verfügung. Obwohl rund 81 Prozent der malischen Bevölkerung über 15 Jahren Analphabeten sind und eine umfassende Schulbildung eines der wichtigsten Ziele sein sollte, können nicht alle Kinder eine Schule besuchen.

Seit ihren Afrika-Reisen in den Jahren 2008 und 2009, die Mirjam Knickriem u.a. zusammen mit Vertretern der Welthungerhilfe und der deutschen Moderatorin und Schauspielerin Minh-Khai Phan-Thi unternommen hat, um aktuelle Projekte des Welternährungsprogramms in Mali zu besuchen und fotografisch zu dokumentieren, setzt sich die junge Fotografin erfolgreich für die Verbesserung der dortigen Bildungsmöglichkeiten ein. Durch private Sammelaktionen konnte das Geld für den ersten Umbau einer Schule in Mali zur Verfügung gestellt werden. Dieses Engagement soll nun weitergeführt werden.

Für MALI IN COLOR hat Mirjam Knickriem 18 prominente Persönlichkeiten porträtiert, die in malische Stoffe gehüllt die Schönheit Afrikas repräsentieren. Vor der Kamera standen Reinhold Messner, Michael Ballhaus, Michi Beck, Susanne Bormann, Inez Björg David, Alexa Hennig von Lange, Karoline Herfurth, Henry Hübchen, Hellmuth Karasek, Dieter Kosslick, Thomas Kretschmann, Mirko Lang, Minh-Khai Phan-Thi, Anja Kling und Anna von Griesheim. Im Kontrast dazu stellt die Fotografin beeindruckende Landschaftsbilder, Porträts von stolzen Menschen und Momentaufnahmen vor, die ihr bei ihren Reisen durch Mali gelungen sind. Die Fotografien zeigen die vielen Facetten des Landes und der Menschen, die dort leben.

Die in Afrika entstandenen Aufnahmen können als Abzug direkt über www.mali-in-color.de angesehen und erworben werden. Der daraus erzielte Erlös wird komplett (lediglich abzüglich der Fremdkosten für Print, Rahmung und Versand) in die Errichtung von Nomadenschulen, also mobilen Bildungseinrichtungen, in Mali fließen. Direkte Spenden können auf ein für das Projekt eingerichtetes Konto bei der Welthungerhilfe überwiesen werden.

Vom 3. bis 6. Juni 2010 fand die Eröffnung der Ausstellung zu MALI IN COLOR statt, zu der viele der porträtierten Persönlichkeiten in die Berliner Galerie Morgen kamen. Präsentiert wurden Motive aus Afrika sowie Fotografien prominenter Gesichter. Bisher wurden 24 Bilder des Projekts MALI IN COLOR verkauft, dessen Erlös bereits in die Einrichtung von mobilen Schulen geflossen ist.

„Um zu zeigen, dass es möglich ist, mit Fotografie die Welt ein wenig zu verbessern, hat sich die Firma Hasselblad schon frühzeitig dazu entschlossen, dieses Projekt auch langfristig zu unterstützen. Nicht nur durch die Bereitstellung des Equipments, sondern auch durch ein persönliches Eintreten für MALI IN COLOR wird Hasselblad das Engagement von Mirjam Knickriem für Mali auch zukünftig tatkräftig begleiten.“, so Uwe Moebus, Geschäftsführer von Hasselblad Deutschland. Die Welthungerhilfe, die ebenfalls große Dankbarkeit verdient, wird als Projektkoordinator fungieren und den Bau neuer, mobiler Schulen ermöglichen, diese mit benötigten Lehrmaterialien ausstatten und zusätzliche Lehrkräfte einsetzen.

Weitere Eindrücke und zusätzliche Informationen über MALI IN COLOR und die Arbeit von Mirjam Knickriem finden Interessierte unter: www.knickriem.de

Fotonachrichten 10 / 2010

69 Bewerten  |  Drucken  |  Weiterempfehlen
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben.

Artikel kommentieren
* Diese Felder müssen ausgefüllt werden