Ausblick: Image Fingerprinting

Erkennt Facebook bald die genutzte Kamera?

Ausblick: Image Fingerprinting
Dass Facebook zu den Konzernen gehört, die möglichst alles von ihren Nutzern in Erfahrung bringen möchten, ist nichts Neues. Oftmals geschieht dies unter dem Deckmantel, dem Nutzer mehr bieten zu wollen. In puncto künstlicher Intelligenz nimmt das Unternehmen sicherlich eine Vorreiterrolle ein – das neu angemeldete Patent „Image Fingerprinting“ ist dafür möglicherweise ein weiterer solcher Baustein. Ziel, so unsere Annahme, ist es, künftig nicht nur die Inhalte der Bilder zu entschlüsseln, sondern anhand des Fingerabdrucks auch die verwendete Kamera zu erkennen. Nun in der Praxis ist dies ja auch schon über die EXIF-Daten möglich, aber die kann man ja unzugänglich machen.

Image Fingerprinting soll in der Lage sein, anhand von beispielsweise Kratzern auf der Linse, Fehlpixeln oder Farbunterschieden einen digitalen Fingerabdruck des Gerätes zu erstellen. Absolut verlässlich ist dieser sicherlich nicht, aber mit den anderen Daten, die Facebook so sammelt wie beispielsweise dem Ort, Dateinamen oder gar den Inhalten der Bilder ließe die Technologie weitere Rückschlüsse auf den Besitzer der Kamera zu. Derzeit sind diese Metadaten noch optional und können in den Privatsphäre-Einstellungen von Facebook deaktiviert werden.

Laut Patent-Beschreibung will Facebook die mit Image Fingerprinting erhobenen Daten im Sinne des Nutzers verwenden. Ein Beispiel dafür wäre das Wahren von Copyright-Ansprüchen. Auf diese Weise könnte verhindert werden, dass Fotos auf anderen Accounts benutzt werden oder Nutzer sich verschiedene Profile mit gleichen Inhalten anlegen.

Weitere Informationen: http://google.com/patents/US20150124107

Fotonachrichten 09 / 2015

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