Julia Catherine Berger erhält DGPh-Stipendium zur Geschichte des deutschsprachigen Fotobuchs 2013

Die Preisträgerin Julia Catherine Berger umringt vom Vorstand der Sektion Geschichte und Archive der DGPh und Manfred Heiting. v. l. n. r.: Marjen Schmidt, Manfred Heiting, Julia Catherine Berger, Dr. Hans-Christian Adam und Dr. Dorothea Peters.
Die Preisträgerin Julia Catherine Berger umringt vom Vorstand der Sektion Geschichte und Archive der DGPh und Manfred Heiting. v. l. n. r.: Marjen Schmidt, Manfred Heiting, Julia Catherine Berger, Dr. Hans-Christian Adam und Dr. Dorothea Peters.
Das DGPh-Stipendium zur Geschichte des deutschsprachigen Photobuchs, das 2013 erstmals ausgeschrieben wurde und zunächst alle zwei Jahre von der Sektion Geschichte und Archive der Deutschen Gesellschaft für Photographie (DGPh) vergeben wird, wurde für 2013 Julia Catherine Berger aus Göttingen zuerkannt. Julia Berger wird in den kommenden Monaten ein Projekt zum Thema „Die Photographie zwischen den Medien. Das photographisch illustrierte Buch in Abgrenzung zum Photoalbum“ bearbeiten. Der Jury, die ihre Entscheidung einstimmig traf, gehörten neben Marjen Schmidt, Dr. Hans-Christian Adam und Dr. Dorothea Peters als Sektionsvorstand Dr. Thomas Wiegand und Manfred Heiting als Beirat an.

Mit dem Stipendium, das auf die Initiative und ein Legat von Manfred Heiting (DGPh) zurückgeht, möchte die Deutsche Gesellschaft für Photographie zu Forschungen anregen, die die neuesten Ansätze zur historischen Aufarbeitung von Produktion, Distribution und Rezeption fotografisch illustrierter Bücher aufnehmen und weiter vorantreiben. Dies können foto-, technik-, kultur- und/oder wissenschaftshistorisch orientierte Studien signifikanter Einzelfälle sein, aber auch medien- und buchwissenschaftliche Überblicksdarstellungen. Julia Bergers Projekt widmet sich solch übergreifenden, medienspezifischen Aspekten am Beispiel maritimer Landschaftsfotografie. Durch die Recherche und Analyse privater Fotoalben, ausgewählter fotografisch illustrierter Bücher aus den 1920-er bis 1940-er Jahren und digitaler Fotobücher soll der mediale Wandel vom Fotoalbum über das fotografisch illustrierte Buch zum Digitalfotobuch und das sich wandelnde Verhältnis von Bild und Text untersucht werden. Die unkonventionelle, mit modernen Methoden unter Einbeziehung von Internet und sozialen Netzwerken zu bearbeitende Themenstellung hat die Jury überzeugt, Julia Berger durch das mit 7.500 Euro dotierte Stipendium die Bearbeitung des Projekts zu ermöglichen. Eine Publikation und öffentliche Präsentation der Ergebnisse ist vorgesehen.

Julia Catherine Berger, Jahrgang 1991, studierte zunächst in Hildesheim Kulturwissenschaften und schließt gegenwärtig den B.A. in Kunstgeschichte und Kulturanthropologie an der Universität Göttingen ab. Mit Julia Berger wird eine junge Wissenschaftlerin ausgezeichnet, die sich – u.a. durch Praktika bei Fotografen – seit langem der Fotografie verbunden fühlt und bereits durch einschlägige Publikationen hervorgetreten ist. Dies ist durchaus auch als Signal an den wissenschaftlichen Nachwuchs und an die Universitäten zu verstehen, sich in umfassender Weise der Geschichte des fotografisch illustrierten Buchs zu widmen.

Fotonachrichten 04 / 2014

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