Kein Grund zur Panik bei Dropbox

Kein Grund zur Panik bei Dropbox
Am heutigen Dienstag ist bekannt geworden, dass Bilder aus der Dropbox entwendet worden sind. Der Dienst weist allerdings darauf hin, dass es keinen Hack gegeben habe. Das Problem liegt demnach vielmehr bei den Nutzern und ihren Passwörtern. User sollten trotzdem wachsam sein und einige einfache Sicherheitshinweise beachten.

Dropbox gehört zu den beliebtesten Cloud-Diensten. Damit lassen sich Dateien plattformübergreifend austauschen und für andere bereitstellen. Einige dieser Daten und vorgeblich auch Usernamen und Passwörter sind jetzt veröffentlicht worden. Dropbox stellt dabei klar (Link: https://blog.dropbox.com/2014/10/dropbox-wasnt-hacked/ ), dass niemand in die Systeme des Cloud-Dienstes eingebrochen sei. Vielmehr hätten Hacker Zugangsdaten von anderen Diensten abgegriffen und diese dann unter anderem bei Dropbox ausprobiert.

Die Daten bei Dropbox sind also nach wie vor sicher – wenn die User selbst nicht eine Lücke aufreißen. Es bewahrheitet sich wieder der einfach Hinweis, nicht für mehrere verschiedene Dienste das gleiche Passwort zu verwenden. Denn wenn dann einmal ein Passwort abgefangen wird, kann der Dieb damit auf verschiedene Dienste zugreifen.

Was ist jetzt also zu tun? In jedem Fall sollten die Nutzer ihre Passwörter ändern, vor allem dann, wenn sie die gleichen Passwörter bei verschiedenen Diensten einsetzen. Außerdem sollte wie immer, wenn möglich, die Zwei-Wege-Authentifizierung verwendet werden. Die Anleitung für die Dropbox gibt es hier: https://www.dropbox.com/de/help/363. Diese doppelte Authentifizierung bewirkt, dass jedes Mal, wenn man auf seinen Dropbox-Account von einem neuen Gerät aus zugreift, ein Code eingegeben werden muss, der entweder in einer Webapp oder per SMS übermittelt wird. Somit ist das bloße Passwort nicht ausreichend, um auf einen Account zugreifen zu können.

Dropbox ist nicht der erste Dienst, bei dem Hacker unbefugt Inhalte bekommen haben, ohne selbst das Sicherheitssystem dort zu überwinden. Zuletzt war das bei Snapchat der Fall und auch die Fotos von Prominenten, die vor einigen Wochen offenbar aus der iCloud gestohlen worden waren, wurden erbeutet, indem Hacker Passwörter an anderer Stelle gestohlen hatten und dann so auf verschiedenen Accounts zugreifen konnten.

Wer einen Cloud-Dienst trotzdem nutzen will, beispielsweise für ein Online-Backup, und ganz sicher sein will, wird nicht umhin kommen, seine Dateien vor dem Versenden noch auf dem heimischen Rechner zu verschlüsseln. Verschiedene Backup-Dienste bieten diese Möglichkeit an.

Fotonachrichten 10 / 2014

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