Kölner Start-up MEDIAFIX digitalisiert im ersten Jahr 2,3 Millionen analoge Bilder

Kölner Start-up MEDIAFIX
Mit dem Digitalisieren alter Bilder haben sich drei junge Kölner vor genau einem Jahr selbstständig gemacht: Ob Dias, Negative oder gedruckte Fotos – das Geschäft läuft gut. So gut, dass seit Firmengründung insgesamt 20 neue Mitarbeiter eingestellt wurden – Tendenz steigend.

Von der Einschulung der Kinder über Opas 80. Geburtstag bis zum Campingurlaub im Süden – all diese Ereignisse wurden damals auf Dia oder Negativfilm festgehalten. Aber wer kennt das nicht: Nun lagert alles in Kartons auf dem Dachboden oder im Keller und oft wünscht man sich, diese Erinnerungen digital zur Hand zu haben. All diese Bilder selbst zu scannen ist aufwändig, zeitintensiv und qualitativ womöglich nicht überzeugend. Hier kommt das Kölner Start-up MEDIAFIX ins Spiel, das sich zum Ziel gesetzt hat, Deutschlands analogen Bildern eine digitale Zukunft zu geben. „Wussten Sie, dass in Deutschland noch rund 24 Milliarden alte Fotomedien lagern? Diese fangen spätestens nach 20 Jahren an zu verblassen, werden farbstichig oder können sogar schimmeln. Jeder sollte sich fragen, wann er diese Schätze vor dem Zerfall retten will? Sind die analogen Erinnerungen digitalisiert, können sie viel besser weitergegeben, vervielfältigt und vor allem für nachfolgende Generationen gesichert werden.“ so Stefan Wickler (25), der zusammen mit Hans-Günter Herrmann (29) und Christoph Kind (29) das Unternehmen gegründet hat.

Zur MEDIAFIX GmbH gehören die Projekte Diafix, Negativfix und Fotoscanfix. Geplant ist zudem ein weiteres Projekt zur Digitalisierung von Filmen, womit dann die ganze Bandbreite der Digitalisierung analoger Bildmaterialien abdeckt wäre.

Großer Erfolg dank eigens erfundener Digitalisierungsmaschine

MEDIAFIX bietet den Kunden beste Qualität und Deutschlands niedrigsten Preis im Digitalisierungsbereich: Diascans sind bereits ab 8 Cent pro Dia erhältlich, Scans von Negativen und gedruckten Fotos ab 12 Cent pro Bild. Die günstigen Preise macht eine selbst erfundene Maschine möglich, die analoge Bilder im Sekundentakt durch die geschickte Kombination von Informatik, Elektro- und Fototechnik in digitale Daten unterschiedlichster Qualitätsstufen umwandeln kann.

Die Geschäftsführer sind stolz auf ihre bunte Mitarbeitermischung: „Neben drei ehemaligen Langzeitarbeitslosen über 50, die wir über eine Arbeitsvermittlung fanden, haben wir auch viele junge Kollegen. Diese Kombination ist uns wichtig und davon können wir alle profitieren – menschlich und auch unternehmerisch, denn so treffen Erfahrung und Innovation aufeinander.“ so Herrmann. Und genauso soll es bei MEDIAFIX weitergehen: innovativ und erfolgreich.

In einem Jahr die ganze Welt gesehen

Familienerinnerungen werden von MEDIAFIX genauso gescannt wie Bilder von Profifotografen, Universitäten oder Museen. „Es ist immer spannend zu sehen, was die Kunden in der Vergangenheit fotografiert haben: Von Weltreisen in den 50er Jahren über Dokumentationen eines Schmetterlingsvereins bis zur Kölner Stadtgeschichte ist alles dabei. Und ob Kleinbild, Mittelformat, Großbild oder andere exotische Formate: Wir können analoge Bilder jeglicher Art retten.“ so ein MEDIAFIX-Mitarbeiter.

Der einjährige Geburtstag wird gemeinsam gefeiert: „Wer hätte vor einem Jahr gedacht, dass wir heute mit so einem großen Team anstoßen werden und mittlerweile sogar Aufträge aus Finnland, Belgien und Australien haben?“ so Herrmann.

Weitere Informationen: www.mediafix.de

Fotonachrichten 10 / 2013

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