Lumix Fotofestival – Preisträger stehen fest

Daniela Schadt überreicht den Freelens Award_Foto Maximilian von Lachner Bildgalerie betrachten

Daniela Schadt überreicht den Freelens Award_Foto Maximilian von Lachner

Am Sonnabend, 21. Juni, um 23:00 Uhr wurden bei der Abschlussfeier auf dem Expo-Gelände die Preisträger des 4. Lumix Festivals für jungen Fotojournalismus bekannt gegeben: Die Gewinnerin des diesjährigen Lumix Festivals ist die finnische Fotografin Meeri Koutaniemi mit ihrer Reportage „Taken“ über die Beschneidung der Mädchen in Kenia. Die 26-Jährige erhielt den mit 10.000 Euro dotierten Freelens Award.

Die drei ehrenvollen Erwähnungen mit je 1.000 Euro gingen an Andrea Gjestvang (33), eine Norwegerin, die in Berlin lebt, und ihre Porträtserie „One Day in History“, Mads Nissen (34) aus Dänemark (27) mit „Homophobia in Russia“ und Rahul Talukder aus Bangladesch (22) und seine Geschichte „Collapse of Rana Plaza“.

Aus rund 1.200 Bewerbungen waren die 60 Reportagen ausgewählt worden, die über 35.000 Besucher fünf Tage lang auf dem Expo-Gelände in Hannover betrachten und bewundern konnten. „Wir freuen uns sehr, dass wir trotz wechselhaften Wetters die Besucherzahlen des letzten Lumix Festivals übertreffen konnten“, sagt Rolf Nobel, Festivalleiter und Fotografie-Professor an der Hochschule Hannover.

Den zweiten Hauptpreis, den Lumix Multimedia Award, stiftete der Elektronikkonzern Panasonic. Diese Auszeichnung und somit das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro teilen zwei Fotografen: Patrick Slesiona (22), Student der Hochschule Hannover, mit seiner Produktion „Zwie Seiten – Leben mit der unverzeihlichen Tat“ und der Amerikaner Christopher Capozziello (34) mit seiner Multimedia-Reportage „A State of Mind“. Die beiden setzten sich gegen 18 andere Multimedia-Produktionen durch, die für das 4. Lumix Festival aus rund 200 Bewerbungen ausgewählt worden waren.

Zum zweiten Mal wurde im Rahmen des Lumix Festivals der Lammerhuber Photography Award verliehen, gestiftet von dem berühmten österreichischen Fotografen und Verleger Lois Lammerhuber. Den Preis, der mit 5.000 Euro dotiert ist, bekam Fara Phoebe Zetzsche (29), Absolventin der Hochschule Hannover für ihre Reportage über die Straßenkinder in Berlin „Stray Kids“. Mit dem Award wurde diejenige Reportage ausgezeichnet, die auf eindrucksvollste Weise eine Alltagsgeschichte erzählt. Der Lammerhuber Photography Award unterstreicht die Philosophie des Lumix Festivals, dass die Auseinandersetzung mit allen Facetten des Lebens die Aufgabe eines humanistisch ausgerichteten Fotojournalismus ist.

Den Publikumspreis der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung (HAZ), der mit 1.000 Euro dotiert ist, verkündete Uwe Janssen, HAZ-Kulturredakteur. In diesem Jahr würdigten die meisten Besucher die Arbeit von Andrea Gjestvang „One Day in History“. Nach der Preisvergabe wurden unter allen Teilnehmern drei LUMIX-Kameras verlost.

Eine sechsköpfige Jury entschied über die Vergabe des Freelens Award und der drei ehrenvollen Erwähnungen: Ruth Eichhorn (GEO), Christian Pohlert (F.A.Z.), Peter Bitzer (laif), Søren Pagter (Danish School of Media and Journalism, Aarhus) und Bertram Solcher (FREELENS), Barbara Stauss (mare).

Fotonachrichten 06 / 2014

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